1. Liebe Forumsgemeinde,

    aufgrund der Bestimmungen, die sich aus der DSGVO ergeben, müssten umfangreiche Anpassungen am Forum vorgenommen werden, die sich für uns nicht wirtschaftlich abbilden lassen. Daher haben wir uns entschlossen, das Forum in seiner aktuellen Form zu archivieren und online bereit zu stellen, jedoch keine Neuanmeldungen oder neuen Kommentare mehr zuzulassen. So ist sichergestellt, dass das gesammelte Wissen nicht verloren geht, und wir die Seite dennoch DSGVO-konform zur Verfügung stellen können.
    Dies wird in den nächsten Tagen umgesetzt.

    Wir danken allen, die sich in den letzten Jahren für Hilfesuchende und auch für das Forum selbst engagiert haben.

Ja ja, die Pharmaindustrie...

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Napfekarl, 7. Juni 2004.

  1. Napfekarl

    Napfekarl Napfkuchen-Erfinder

    ... die zockt alle soooo ab! Zumindest wenn man so manchem Forenteilnehmer hier Glauben schenkt. Und die armen Apotheker müssen bald noch nebenher jobben gehen, damit sie sich weiterhin ihren Lebensstil leisten können ;)

    So sieht's nach der Gesundheitsreform wirklich aus:
    Die Umsätze der Pharmakonzerne brechen ein. Gewinner sind die Generika-Anbieter (Nachahmer), die selbst keine Forschung und Entwicklung unterhalten... Der seit langem wieder erwirtschaftete "Gewinn" von 950 Mio. EUR der Krankenkassen kommt zu mehr als 50 % von den Rentnern (seit Januar gibt's höhere Beiträge auf betriebliche Zusatzrenten). Die Apotheker jammern, wo's nur geht, dabei bescheissen auch sie: Die Süddeutsche Zeitung z. B. schreibt heute von Abrechnungsmanipulationen in dreistelliger Millionenhöhe. Und erst vor kurzem gab es einen ähnlichen Vorwurf gegen die Ärzte.

    Aber der Buhmann ist ausschliesslich die (forschende) Pharmaindustrie, die Milliardenbeträge in zukünftige Arzneien steckt... :rolleyes:

    Beim weltgrössten forschenden Pharmaunternehmen z. B. werden für die Arzneimittelforschung mehr als 7 Millionen Moleküle untersucht, von denen nur 150 weiterverfolgt werden können um 12-15 potenzielle neue Medikamente zu entwickeln, von denen wiederum 1 oder 2 zugelassen werden.

    Ciao
    Napfekarl
     
  2. turik

    turik New Member

    Aus altruistischen Gründen selbstverständlich, ehrlich!
     
  3. Napfekarl

    Napfekarl Napfkuchen-Erfinder

    Einer muss halt das Geld dafür ausgeben, und natürlich will man davon profitieren. Aber dass ausgerechnet die Nachahmer die Gewinner der Gesundheitsreform sind, seien wir mal ehrlich, ist nicht der Weisheit letzter Schluß.

    Übrigens verdient die forschende Pharmaindustrie an 1 EUR, der von den Kassen für Arzneimittel ausgegeben wird, gerade mal 10 Cent.

    Ciao
    Napfekarl
     
  4. turik

    turik New Member

    Schau genau auf die beiden Preise auf den - identischen! - Packungen.
    Ein Preis ist in Schweizer Franken = ca. 4.00 Euro, der andere 0.50 Euro, in Griechenland gekauft.

    Sag' mir jetzt einen vernünftigen Grund für diese Differenz.
    Komm mir nicht mit gnadenvollem Erbarmen für arme Griechen, das Acetylsalycilpräparat ist scheissbillig herzustellen und mehr als 100 Jahre alt.

    Du, ich kann mir nicht helfen, für die Pharmamultis habe ich Null Verständnis.
     
  5. Napfekarl

    Napfekarl Napfkuchen-Erfinder

    Das wird sich durch meine Kommentare auch sicher nicht ändern, aber in anderen Branchen ist das doch genauso, oder? Und ausserdem: Wo denkst Du sind die "Rahmenbedingungen" für die Arzneimittelversorgung günstiger, in Griechenland oder in Deutschland? Trotz starker Regulierung des Pharmazeutika-Marktes bestimmen Angebot und Nachfrage auch hier den Preis (mit).

    Ciao
    Napfekarl
     
  6. turik

    turik New Member

    OK, lassen wir das so auf sich beruhen.
    :)
     
  7. aoxomoxoa

    aoxomoxoa New Member

    ... die armen apotheker, die ach so arme pharmaindustrie.
    die verdienen doch schon seit 20 jahren nichts mehr. nur mal so: hier in frankreich gibt es in einem ort mit ca. 2500 bis 3000 einwohner zwei apotheken. in jeder apotheke arbeiten ca. 4-5 angestellte. in frankreich müssen die apotheken dem kunden/patienten die rezepte der ärzte ganz genau erklären. d.h. jedesmal päckchen auf, inhalt raus und erklären. allein der kauf von z.b. aspirin dauert in der regel so um die 5min. soweit so gut...

    denkste !!!

    ...in frankreich kosten ca. 2/3 der arzneimittel ca. 25 - 30% weniger wie in deutschland. und das bei sehr viel grösserem aufwand.

    da fragt man sich doch wie machen die das und wie existieren die hier :confused: hinzu kommt noch dass die lebensmittel im schnitt 20% teurer sind wie in deutschland.
     
  8. maiden

    maiden Lever duat us slav

    Es geht bei der Kritik vor allem auch um die von der Pharmaindustrie erfundenen und den Patienten eingeredeten "Krankheiten", die tatsächlich keine sind, mit denen sich aber so schön Geld abzocken läßt. Das hat mit seriöser und sinnvoller Forschung nix mehr zu tun, sondern dient ausschließlich der Gewinnmaximierung. Und wenn dabei die Wahrheit auf der Strecke bleibt, wen juckt das schon.
     
  9. gunja

    gunja New Member

    @aoxomoxoa
    hier ist es auch so: 4 Apotheken, während die anderen Läden nach und nach verschwinden.

    In der Apotheke kauft man Tee, Saft, Gummibärchen und vielleicht noch Gewürze.
     
  10. Delphin

    Delphin Weltverbesserer

    Hallo,

    als Fachmann auf diesem Gebiet (und geboren im Kernland der Pharmafirmen) erlaube ich mir, noch ein paar Fakten anzufügen.

    Natürlich gibt es die kleinen, unabhängigen Generikahersteller. Aber alle grossen (forschenden) Pharmafirmen haben Tochterfirmen, in denen Generika ihrer eigenen Originalpräparate hergestellt werden. Vor wenigen Jahren war Novartis der grösste Generikahersteller auf diesem Planeten, und daran hat sich sicher nicht viel geändert. Deshalb muss man um die forschende Industrie keine Angst haben, wenn der Anteil der Generika steigt. Und die Reingewinne der forschenden Firmen sind ja alle gesund, oft in Milliardenhöhe. Und die Summe dieser Gewinne ist sicher grösser als der Markt für Generika. Mitleid mit Pharmafirmen ist nicht nötig.

    Die Preise für Medikamente unterliegen vielen Einflüssen. Am wichtigsten sind die Löhne, dann kommen Transporte und Zölle dazu und weitere Faktoren, die ich nicht mal kenne.
    Und wichtig ist der Heimatschutz, d.h. eine Firma wird in ihrem Heimatland durch etwas höhere Preise als im Ausland belohnt. Medikamente von deutschen Firmen kosten in Deutschland mehr als in der Schweiz, und ich hatte sogar mal einen amerikanischen Touristen bedient, der sich gewundert hat, warum sein Medikament in der Schweiz weniger kostet als in den USA.

    Überschätzt die Möglichkeiten von Generika nicht. Ich habe noch nie eine Auswertung gemacht, aber ich schätze einmal grob, dass von den rund 350 Wirkstoffen, die im Moment in der Schweiz in Gebrauch sind, von weniger als 50 Generika verfügbar sind. Mit Generika von anderen Wirkstoffen lässt sich kein Geschäft machen, und bei Generikaherstellern muss die Kasse genauso stimmen wie bei den forschenden Firmen.
    In der Schweiz wurde der Generikamarkt einmal untersucht. Bei vollständigem Ersatz der Originalpräparate durch Generika könnte man im Jahr 100 Mio. Franken sparen, bei 4 Mia. Kosten pro Jahr für Medikamente und Gesamtkosten für das Gesundheitswesen von über 40 Mia. Franken. Mit den Generika kann man nicht mal den Anstieg der Krankenkassenprämien dämpfen.

    Generika sind in meinen Augen eher etwas, mit denen der sich selbst behandelnde Patient Geld spart. Aber das hat er immer noch nicht nötig. Ich kenne nur jene Patienten, die in die Apotheke kommen, nach einem Präparat verlangen und dann fragen: "Oder gibt es etwas besseres?". Ich kann mich an keinen erinnern, der fragte "Oder gibt es etwas billigeres, das gleich gut ist?"

    Die armen Apotheken? Ich weiss nicht im Detail, wie es in Deutschland ist. Es gibt sicher die grossen, denen es gut geht, und die kleinen, die ums Überleben kämpfen und den Kampf verlieren. Und als ich nach Österreich ging konnte ich die dortigen Eingeborenen immer wieder in einen Schock versetzen wenn ich ihnen erzählte, dass in der Schweiz auch mal eine Apotheke Konkurs geht oder mit Pension des Inhabers verschwindet, weil sich kein Nachfolger findet.
    Ich kann hier einen Apotheker zitieren, der im Dreieck Stuttgart - Heilbronn - Pforzheim tätig ist:
    "Was diese Diskussion (mit Diskussion meint er dieses Thema hier: http://forum.macwelt.de/forum/showthread.php?s=&threadid=94498
    ) angeht: Für einige Apotheken stimmt das sicherlich. Besonders kleine Apotheken stehen kurz vor dem Aus! Alleine in meinem Notdienstbezirk (insg. 56 Apo's) haben in den letzten 9 Monaten 3 Stück geschlossen und ich weiß von mindestens_zwei weiteren, daß es sich maximal noch um Wochen handelt, bis auch da die Lichter ausgehen. Das sind dann 5 von 56 oder fast 9 Prozent ......

    Ja, es zählt eigentlich nur noch Masse statt Klasse und man kann nur hoffen, daß man groß genug ist um die erste Pleitewelle zu überleben, damit man dann die Kundschaft der anderen abschöpfen kann. Da hat man nun studiert um dann von oben zum Leichenfledderer gemacht zu werden.
    Ich sehe ein, daß das deutsche Gesundheitsystem finanziell schwer angeschlagen ist und daß gespart werden muß. Natürlich auch bei uns! Das einzige was mich ziemlich auf die Palme bringt ist die Tatsache, daß bereits letztes Jahr der Medikamentenanteil der gesamten Kosten unter 15% lag, bei uns weiter eingespart wird, aber bei den restlichen 85% (mal von der Praxisgebühr abgesehen) nichts eingespart wird. Ganz im Gegenteil, der kostengünstige AiP (Arzt im Praktikum, 3 Jahre) wird abgeschafft und man ist gleich nach Studiumsende Assistentsarzt und verdient sofort das 3-fache des alten AiP."

    Viele Grüsse,
    Delphin
     
  11. gunja

    gunja New Member

    @napfekarl
    Was soll daran verkehrt sein, wenn die Menschen das olle Giftzeug nicht mehr kaufen?
    Die KKmittel werden dann eher in Nützlicheres fließen, der Umwelt entsteht weniger Schaden - beispielsweise.

    Entwicklung? Tests an unwissenden Patienten. Ausbeutung von Meer und Land und überliefertem Wissen um Kräuter und Wirkstoffe. Abwandlung von vorhandenen Medikamenten. Umwiedmung der Indikation, bisher Schlafmittel nun vllt gegen Aids? Antihistaminika nützen vielleichtt nix gegen Allergie, sind aber oft wirksame Schlafmittel . . .

    Meine These: Mit dem Inhalt einer Apotheke könnte man womöglich ganze Landstriche vergiften, aber im Glücksfall fünf Kranke gesünder machen.

    @Delphin
    muss ich erst noch lesen

    @maiden
    Du hast dieses neue Buch gelesen?
     
  12. maiden

    maiden Lever duat us slav

    Jörg Blech, Die Krankheitserfinder.
     
  13. Delphin

    Delphin Weltverbesserer

    Hallo Gunja,

    nichts ist daran verkehrt, wenn einer keine Medikamente benötigt. So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Umso besser, wenn einer nichts braucht.

    Was sind KKMittel?

    Tests an unwissenden Patienten? Wie meinst Du das und das andere im gleichen Abschnitt?

    Wenn in dieser Apotheke noch Fieberthermometer mit Quecksilber verkauft werden dann reicht es vielleicht für einen kleinen Landstrich, aber sicher mehr als fünf Patienten profitieren davon, auch unter unglücklichen Umständen.

    Viele Grüsse,
    Delphin
     
  14. gunja

    gunja New Member

    @Delphin
    KKMittel= Krankenkassen Mittel

    War etwas einseitig bis missverständlich: Die Arbeit von Apothekern und Apothekerinnen schätze ich und sehe auch, dass besonders in den Nachtdiensten und Sonntagsdiensten viel Dankenswertes ist.

    Meine Zweifel an den unzähligen Medikamentenschächtelchen beruhen nicht darauf, dass ich keine Medikamente bräuchte - eher auf negativen Erfahrungen.

    Hoffen wir, dass es so ist, wie Du meinst, dass es wesentlich mehr glückliche Apothekenbenutzer gibt, als ich befürchte.

    Du bist oder warst im Gesundheitsbereich tätig?
     
  15. gunja

    gunja New Member

    nochmal @Delphin (zur Erläuterung)

    Das mit dem Antihistamicum als Schlafmittel ist nicht bloß so dahingesagt, sondern war mal meine Erfahrung:

    Eines morgens wachte ich mit einer Allergie auf. Das wusste ich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht.

    Es war nur offensichtlich, dass ich krank war. Die Praxis des Hausarztes war an dem Tag wegen Revision geschlossen, trotzdem kriegte ich noch einen Termin am späten Nachmittag. Da bekam ich dann eine Kalziumspritze, von der ich dann einen riesigen blauen Fleck hatte und ein Rezept. In der Apotheke sagte die Apothekerin zwar so nebenbei, dass man von dem Medikament auch etwas müde werden könne. Aber das war so nebenbei gesagt, dass ich das nicht als dringende Warnung verstehen konnte.

    Zum Glück nahm ich das Mittel erst, als ich bereits wieder zu Hause war. 10 Minuten nach der Einnahme war ich nämlich schon eingeschlafen! Ob's gegen die Allergie wirksam war? Hatte im Nachhinein eher den Eindruck, dass die im Lauf der nächsten Woche allmählich von selber abklang. Mit dem Medikament hatte ich nun aber ein zusätzliches Problem, da es morgens genommen werden sollte. Es war mir inzwischen klar, dass ich nach Einnahme nicht mehr fahrtüchtig sein würde.

    Vermute mal, dass es unzählige solcher Erfahrungen mit "getesteten" Medikamenten gibt. Was wäre geschehen, wenn ich morgens einen Termin gekkriegt, das Medikament genommen und mich dann unwissenderweise ins Auto gesetzt hätte und losgefahren wäre? Ergänzend: Die Ursache der Allergie war übrigens wiederum ein Medikament, das ich davor verschrieben bekommen hatte. Ironie? Nein, leider nicht.

    Soweit ich weiß, werden inwischen Antihistaminika tatsächlich als Schlafmittel verordnet.
     
  16. Delphin

    Delphin Weltverbesserer

    Hallo,

    ich habe den Apotheker studiert. Bald kommt noch ein Dr. dazu. Dazu ist die Delphinin auch Apothekerin, die Schwiegermutter Kinderärztin, die Frau meines Schwagers Zahnärztin und die besten Freundinnen der Delphinin Endokrinologin und Gynakologin.

    Die KKMitel werden wohl nicht anders eingesetzt, sondern nicht ausgegeben oder (falls es ganz gut läuft) die Prämien reduziert.

    Du hast leider sehr empfindlich auf Deine beiden Wirkstoffe reagiert. Auf jeden Wirkstoff kann man allergisch sein, steht in jeder Packungsbeilage. Und dass dann ein Antihistaminikum seine sedierende Wirkung bei Dir so stark entfalten konnte war nie vorauszusehen. A bleede Gschicht, wie der Österreicher sagt. Wir sind heute 16'536 Benutzer im Forum, und es werden wohl nicht viele so eine Geschichte wie Du zu erzählen haben.
    Dass die Frau Kollegin so zurückhaltend auf diese wirklich prominente Nebenwirkung hinwies ist schon nicht toll. Es kann auch anders sein. Bei uns kam mal ein kleines Mädchen in die Apotheke. In der einen Hand hielt sie das Geld abgezählt, in der anderen einen Zettel: "Liebe Apotheker, bitte geben Sie meiner Enkeltochter eine Flasche Vicks Medinait mit. Ich habe keinen erhöhten Blutdruck und ich fahre auch nicht mehr Auto!" So kommt es heraus, wenn man den Patienten wirklich immer auf die wichtigste Nebenwirkung hinweist.
    Man hat bis jetzt immer noch keine Antihistaminika entwickeln können, die nicht mehr sedieren. Auch all die Hustenstiller, die das Codein ersetzen sollen, wirken nicht voll und ganz so, wie gewünscht: entweder sind sie schwächer oder sie machen auch leicht müde. Und dass an einem Wirkstoff mit der Zeit neue Seiten entdeckt werden ist nichts neues. Aus der Blutdruckforschung kommen Minoxidil (heute ein Haarwuchsförderer) und Sildenafil (Viagra, kein Kommentar nötig, oder?).

    Noch zum vorletzten Beitrag.

    Unwissende Patienten? Wie meinst Du das?
    Klinische Studien dürfen nur mit freiwilligen Probanden durchgeführt werden, die dem Versuch auch zustimmen (und dafür etwas kassieren). Bei solchen Studien macht man wenn immer möglich doppelblinde Studien, d.h. weder der Proband noch der Experimentator weiss, ob der Proband den Wirkstoff oder das Placebo bekommt, um den Placeboeffekt auszuschalten. Der Proband weiss aber, dass er den Wirkstoff nur in jedem zweiten Fall bekommt.
    Einem Patienten einen Wirkstoff zu geben, ohne dass dieser es weiss oder fragen kann, was er bekommt, ist schwere Körperverletzung! In den Industrieländern getraut sich so etwas sicher keiner. In der Schweiz wurde vor drei Jahren ein Unternehmen geschlossen, dass mit Probandentouristen aus Osteuropa gearbeitet hat, die nicht so genau wussten, wofür sie in die Schweiz kamen. Da passen die Behörden schon auf.

    Die Umwelt muss unter der Pharmaindustrie nicht so leiden wie unter anderen Industrien. Wenn man mal von den Menopausenpräparaten (die Hormone kommen aus dem Harn von trächtigen Stuten) und vom Aberglauben absieht (Haifischknorpelkapseln!) verwendet die Pharmazie eigentlich keine Stoffe tierischen Ursprunges mehr. Und die pflanzlichen Stoffe kommen wenn immer möglich aus kontrolliertem Anbau, nicht aus Wildsammlungen, weil so der Gehalt an einem bestimmten Wirkstoff auch mal null sein kann.
    Und wegen der Hoffnung, in den Pflanzen des Urwaldes noch Substanzen zu finden, die z.B. den Krebs besiegen können, gehören Pharmafirmen eher zu den Freunden des Regenwaldes (weshalb sie aber eher selten Mitglied bei Greenpeace werden).

    Viele Grüsse,
    Delphin
     
  17. maiden

    maiden Lever duat us slav

    oh, da wird man die Tatsache, daß sich viele Arzneien bereits im Grundwasser nachweisen lassen, sicher ganz neu bewerten müssen. Auch die Tatsache, daß übermäßiger Gebrauch bestimmter Mittel einzig auf die Wirkung hervorragender Werbung der Pharmaindustrie zurückzuführen ist, deren jährlicher Werbeetat alleine in Deutschland den Jahreshaushalt mancher Länder der dritten Welt übersteigt.
     
  18. Kay-Uwe

    Kay-Uwe New Member


    ich weiss nicht, wie macNick das sieht...
    Ich persönlich finde es eher haarsträubend, einen (evtl. sogar promovierten) Akademiker nach duchschnittlich 13 Semestern für das Gehalt einer Arzthelferin im ersten Jahr arbeiten zu lassen (und das sicherlich Nicht bei der sonst üblichen 38,5 StdWoche; von den Nacht- und WE Diensten ganz zu schweigen).

    Dass das AiP abgeschafft wird ist überfällig!

    Ansonsten: jede Branche klagt. ist auch verständlich.
    Die 10€ Praxisgebühr sind lächerlich (ich denke jeder, der in USA, Fr, CH oder sonstwo lebt weiss, dass man als Pat. bei jedem Arztbesuch dazuzahlen muss).

    Und lustiges am Rande zu der "armen" Pharmaindustrie:

    " Apple France verkauft 4000 iPods auf einmal
    Einem Bericht der französischen Mac-Seite MacBidouille zufolge kann sich Apple France über einen besonderen Verkaufserfolg freuen: Insgesamt 4000 iPods wurden an einen einzigen Kunden verkauft. Laut der Meldung handelt es sich dabei um ein pharmazeutisches Labor, das insgesamt 4000 Ärzte mit dem Apple-MP3-Spieler versorgen will. Laut MacBidouille könnte es sich bei dem Sales-Erfolg um den bisher größten gleichzeitigen iPod-Verkauf der Welt handeln."

    ......
     
  19. Kay-Uwe

    Kay-Uwe New Member


    deshalb gehen Ärzte so selten zum Arzt ...
     

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