1. Liebe Forumsgemeinde,

    aufgrund der Bestimmungen, die sich aus der DSGVO ergeben, müssten umfangreiche Anpassungen am Forum vorgenommen werden, die sich für uns nicht wirtschaftlich abbilden lassen. Daher haben wir uns entschlossen, das Forum in seiner aktuellen Form zu archivieren und online bereit zu stellen, jedoch keine Neuanmeldungen oder neuen Kommentare mehr zuzulassen. So ist sichergestellt, dass das gesammelte Wissen nicht verloren geht, und wir die Seite dennoch DSGVO-konform zur Verfügung stellen können.
    Dies wird in den nächsten Tagen umgesetzt.

    Wir danken allen, die sich in den letzten Jahren für Hilfesuchende und auch für das Forum selbst engagiert haben.

abgezockt und ab in die armut.

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von akiem, 5. August 2004.

  1. stuhlgang

    stuhlgang New Member

    Hier! ich schlag dem Schwein die Fresse ein und ein paar andere Schweine werden gleich abgeknallt!

    :klimper:
     
  2. maiden

    maiden Lever duat us slav

    Ich bin ja immer der MEinung, daß alle, die so viel Bescheid wissen, was in diesem unseren Lande mit der Politik so verkehrt läuft, selbst welche machen sollten.

    Aber eine Erfahrung mache ich immer wieder, ohne daß ich jetzt speziell Dich damit meine:

    die, die sonst immer die größte Klappe haben, sind immer dann am wenigsten zu sehen und zu hören, wenn es darum geht, aktiv an der Gestaltung der uns alle betreffenden Entscheidungen mitzuwirken.
    Selbst wenn es nur im kleinen ist, etwa in der Gemeinde.

    Große Fresse haben alle. Engagement die wenigsten. Da halte ich es mit den Worten eines der Gemeinderäte in unserm kleinen Dörfchen.
    Wer sich nicht engegiert und interessiert, soll das Maul halten. Plärrer und Maulhelden hamm wer schon genug.
     
  3. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Das ist alles schon äußerst frustrierend. Nur, jetzt massenhaft den Parteien beizutreten und die Ochsentour, im Ortsverein beginnend, durchzustehen, ist auch nicht das Richtige. Würde sie uns doch in einigen Jahren mit ziemlicher Sicherheit zu dem mutieren lassen, was wir im Augenblick noch hassen, nämlich einem aalglatten Politiker/in, der mehr das eigene Wohl im Auge hat, als das der, die er eigentlich vertreten sollte.

    Wählen kann man mittlerweile eigentlich keine Partei mehr. Ich habe Rot/Grün gewählt, bei der letzten Wahl schon nach dem Prinzip des kleinsten Übels. Und werde wahrscheinlich – mangels Alternativen – auch wieder bei der nächsten Wahl so wählen. Die CDU oder FDP werde ich niemals wählen, das steht für mich schon seit mehr als 35 Jahren fest. Bin nur mal gespannt, wie sich die CDU, die ja überhaupt nichts für ihre Wahnsinns-Umfragewerte kann, im Wahlkampf verhält. Wird die Merkel die geplanten Sauereien, die viel tiefer einschneiden als die der SPD, bekanntgeben? Dann würden sich sofort die Sonntagsumfragen ändern. Was wiederum dazu führen würde, die Wahrheit zu verdrängen und mehr schwammige Aussagen dem Wahlvolk gegenüber zu machen.

    Noch bin ich nicht davon überzeugt, daß die Merkel Kandidatin wird. Denke sie ist jetzt mehr Platzhalterin. Jeder potentielle Kandidat, der zu früh vorprescht, wird chancenlos sein. Ihr fehlt die Hausmacht und sie hat schon zu vielen in der CDU wehgetan.

    Eins steht fest: Es bleibt weiter Scheiße!
     
  4. maiden

    maiden Lever duat us slav

    Dann ist ja alles in Butter. Sie sind nur ein Abbild von jedem von uns. Was soll man ihnen also vorwerfen...
     
  5. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Das soll beileibe keine Entschuldigung oder ein Gutheißen sein. Nur ist das System so angelegt und dem unterliegen die weitaus meisten. Ich habe vor Jahren mal eine Dokumentation über junge Bundestagsabgeordnete gesehen, die ihren Weg in den Parteien noch vor sich hatten. Als Rebell hast Du da keine Chance. Du hast doch gesehen, wie die SPD mit den wenigen Aufrechten umsprang, die es wagten, das einzufordern, was Schröder ein Jahr zuvor im Wahlkampf versprochen hatte.
     
  6. MacDragon

    MacDragon New Member

    So oder so, Veraenderungen sind schmerzhaft. Meine Eltern straeuben sich auch. Eine Diskussion mit ihnen ueber die Hintergruende erzeugt dieselbe Sturheit wie hier im Forum. Es ist also auch ein Generationsproblem mitten in einem historisch einmaligem Umbau des Modell Deutschlands.

    Ich werfe der Regierung kein Versagen bei Hartz vor, denn der Umbau ist notwendig (was sicher auch daran liegt das ich noch knapp unter 30 bin). Da fuehrt kein Weg dran vorbei. Sozialstaat, wie es ihn gegeben hat, ist nun mal ein Milliardengrab, daher haben wir unsere hohen Steuern ueber die alle meckern. Und Schroeder versucht zu reparieren, was seit Brandt schieflaeuft.

    Ich werfe den PARTEIEN vor, kein Reformprogramm zu haben um zu zeigen, wie es weitergeht. Hartz muss sein, aber wie geht es danach weiter? Werden die in die Armut schlitternden Menschen eine Perspektive ausserhalb von ABM bekommen? Wie will der Staat die neuen Jobs schaffen? Der Generalplan fehlt. Die Menschen wissen nicht (ich auch nicht), wofuer sie dieses Opfer bringen. Dann noch der traditionelle Neid der deutschen auf andere die besser dran sind und schon gibt es diesen Thread.

    Auf der anderen Seite was soll ich dazu sagen, wenn ein 55 Jaehriger keine Chance mehr auf Arbeit hat seit 1,5 Jahren arbeitslos ist und in ganz Deutschland sucht? Flexibel wie sau, aber kein Unternehmen will ihn. (Vorsicht! Hier jetzt nicht wieder nach dem Staat rufen!)

    Was soll ich dazu sagen wenn mir ein Unternehmer erzaehlt, er moechte Arbeitslose einstellen, die ihm im Interview aber derartiges Desinteresse entgegebringen (unterschreiben sie dass ich hier war, will den Job eh nicht), er ueberhaupt nicht mehr Abgaben fuer ALU etc bringen will? Klar Vermittlung kann verbessert werden, aber irgendwie ist doch auf beiden Seiten der Wurm.

    Fakt ist also: Gut und boese, sozial und unsozial sind sehr schwammig und koennen nicht definiert werden wie frueher: Ach, der Arme hat ja keine Schuld, dass er arbeitslos ist. Geben wir ihm doch Geld dann waehlt er uns wieder. Das war der groesst Fehler der Parteien(insbesondere Kohl, und ja auch ich habe ihn gewaehlt als ich 18 war). Es ist DER Schwachpunkt.

    Falls sich alle so aergern koennen (30 Jahre eingezahlt und jetzt DAS), und wuetend sind wie hier im Forum dann gibt es bald revolutionsaehnliche Zustaende. Gut so. Vielleicht bewegen sich ja dann die Parteien mal und sagen klar wo es langgeht und welche Perspektiven das Neue Deutschland hat.

    Agenda 2010....was ist das ausser fuer viele ein Betrug und fuer andere ein guter Anfang? Ja ein Anfang von was? Fuer die einen Abbau des Sozialstaates; fuer die anderen notwendige Reform und Umbau.

    So einen Wiederspruch und Gegensatz haben konsensliebende Deutsche halt nie erlebt. Dem sollten die Parteien endlich mal Folge leisten und Konzepte praesentieren.

    Das finde ich ist das groesste Versagen. Der Kontext von Hartz ist nicht klar, bzw. wird konstruiert zu "Verarmung der ohnehin schon Armen". Widerstand kommt, tja dann gibt die Regierung denen mehr Geld (hoehere Abgaben)und als Folge wandere ich aus (bin ich ja eigentlich mit einem Bein schon genau deswegen) und der Staat verarmt, Abstieg ist die Folge. Klar ist, der Kontext der Reform und die Perpektive fehlt. In anderen Staaten ist dies nicht der Fall. Skandinavien hat auch reformiert und die Kurve gekriegt. Klar, die haben auch wiederum neue Probleme. Aber das liegt ja in der Natur des Lebens. Wir Deutschen wollen immer alles perfekt habe. Schade dasss das normale LEben da nicht mitspielt.

    Ich werde auf diese Diskussion nicht mehr antworten, hab schon genug geschrieben. Schreibt Euere Meinungen. Ich schaue vielleicht morgen rein. Ich fahre heute nach Hong Kong. Kann aber nur sagen, dass in HK die ganz unten aus irgendwas versuchen Geld zu machen, um ihr Ueberleben zu sichern. Da ruft keiner nach dem Staat. Hier wird verkauft, wo es geht. Klar die haben ein anderes Gesellschaftsmodell gewaehlt. Es ist unserem aber in vielen Belangen ueberlegen. Die Sozialdebatte in Deutschland unterdrueckt Talent und Innovation, die fuer Wachstum und Wohlstand aller ein wichtiges Kriterium geworden ist. Sie unterdrueckt auch die Freude und den Stolz in Deutschland zu leben und zu arbeiten. Was glaubt ihr wie angesehen Deutschland ist im Ausland (erlaubt mir ein bisschen pathetisch zu werden *schnief*)?

    Meine Meinung, liebes Forum. Bin schon ueberrascht, dass ich das geschrieben habe. Normalerweise halte ich mich zurueck denn hier fliegen ja manchmal ganz schoen die Fetzen und ich moechte nicht Objekt solcher Kampagnen werden.

    Ich stelle mich jetzt hier drueben hin und harre Eurer fliegenden Tomaten und Eier...Aber bitte nicht hauen. :D

    *hinstell* ;)
     
  7. RaMa

    RaMa New Member

    oja, diese art von aktionismus hilft allen ganz sicher weiter.
     
  8. Getamac

    Getamac New Member

    Hi Maiden,

    da würde ich Dir nicht widersprechen. Engagement findest Du nicht so schnell, Motzer dagegen mindestens im Doppelpack.

    Mein Punkt ist aber insbesondere, dass Politiker nicht mehr im Interesse eines Landes handeln, wenn sie sich krampfhaft an die Macht klammern und nicht im geringsten zur Zusammenarbeit mit dem gegnerischen Lager bereit sind.
    Du magst einwenden, dass das nun einmal die Idee ist, wenn man eine Regierung und eine Opposition hat. Aber das dies so weit getrieben wird, dass nur noch engstirnig blockiert wird, um dem jeweils anderen mal schön eins auszuwischen --- tut mir leid, das ist nicht der Weg wie man politische Probleme löst sondern da werden persönliche Eitelkeiten auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen.

    Getamac.
     
  9. turik

    turik New Member

    MacDragon > Dragon > HongKong: aha
    :D

    Du hast einen langen Text geschrieben. Habe alles gerne gelesen.
    Kompliment!
    :)
     
  10. hm

    hm Active Member

    Kling gut, aber wirklich neu ist dieser Spruch auch nicht. Und was denkst du was passiert wenn ich oder einige andere hier mit unseren Gedanken an die Öffentlichkeit gehen würden. Schnell würden wir Mundtot gemacht, denunziert und abgeschoben in eine linke oder rechte Ecke. Radikale Gedanken, dazu noch öffentlich präsentiert passen den Lobysten in diesem Land nicht. Könnten doch einige mal mehr Zuspruch erlangen als ein Marktschreier und Sie letztendlich ihre Macht Verlieren. Ich kann mich noch gut an das Muffensausen der >Etablierten< erinnern als Anfang der 80iger ein Mann namens Schönhuber auf der politischen Bühne vorübergehend für Furore sorgte. Um diese >Protestwähler< wieder zurück zu holen, waren damals plötzlich einige Politiker wundersam >Kompromisbereit< was unter normalen Umständen undenkbar gewesen wäre. Aber letztenendes kommt man nur dann >weiter< wenn man sich >Anpasst< Die Grünen lernten im laufe ihrer Laufbahn ziemlich schnell das dies besser (..für die Kajerre und den eigenen Geldbeutel) ist, als ständig gegen den Strom zu schwimmen. Als sie merkten das sie mit ihrem >Motto< zurück in die Steinzeit nicht weiterkamen, änderten sie ihre Politik entsprechend. Der ökologische Touch blieb zwar erhalten, aber nur noch in kastrierter Form. Schlieslich angepasst schafften Sie dann den Sprung in die öffentliche Politik. Und heute fahren die Politiker dieser Partei genauso gerne Auto (..einem Bericht vor einigen Wochen zufolge sogar noch lieber als alle ihre politschen Genossen) wie alle anderen die mit im Einheitschor singen. Sie geniesen inzwischen ebenso den Luxus und die Privilegien während Sie andererseits mit den anderen Wetteifern die Bürger mit immer neuen Steuern zu schröpfen, und auch den Sozialabau ala Hartz IV mittragen.
    Kurzum, - nur wer sich anpasst, sich gut Verkaufen kann und auch noch eine Loby hat, hat eine Chance hierzulande politisch weiterzukommen. Dazu muss er aber seine Ideologien aufgeben und sich >Fügen<. Wobei die Aussicht auf die Privilegien dazu recht hilfreich sind.

    Übrigens, um wieder zum eigentlichen Thmea zurückzukommen, Heute in den Morgenstunden stand in mehreren TV Videotexten, das gerade im Osten und im Berliner Raum zahlreiche Menschen aus Angst vor Hartz IV inzwischen ihre Lebensversicherungen gekündigt haben (..welche absurder Namen übrigens im Zusammenhang mit diesem Gesetz) und auch die Sparbücher ihrer Kinder auflössen um ihre sauer erwirtschafteten Ersparnissen in Sicherheit zu bringen. In Zukunft wird der >Sparstrumpf < unter dem Kopfkissen wohl wieder eine Renicance erleben...., und so manche Schwiegereltern wieder zu >ungeahnten< Reichtum gelangen.

    Grüsse Heinz
     
  11. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mich über die ewigen Jammerer nicht mehr aufzuregen, aber ich kann mich nicht zurückhalten ud muss eine wenig Öl ins Feuer giessen.

    Ich bin der festen Überzeigung, dass die Einschnitte aus finanzieller Sicht ganz einfach notwendig sind, findet man das nun toll oder nicht. Und sicher wäre es besser wenn die Betroffenen, statt reichlich Energie ins lautstarke Beweinen der eigenen Lebenslage zu stecken, diese lieber in Gedanken über Lösungen aus der Misere, in Arbeit, Jobsuche, Weiterbildung oder irgendetwas anderes für sie und für alle anderen Nützliches investieren würden. Mit geht die Marktschreierei um das Kürzen von Soz-Leistungen echt auf die Nerven. Ganz ehrlich, es geht der sehr grossen Mehrheit von uns doch noch wirklich wunderbar (Mac-Besitzer/genug Freizeit um in Foren politische Hasstiraden zu verbreiten).

    Es tur mir leid, aber ich kenne einfach zu viele die ernsthaft der Meinung sind, die Welt wäre ungerecht weil sie sich nach 12 Monaten Arbeitslosigkeeit "nur" noch einen Kleinwagen leisten können, weil sie um an die entsprechenden Leistungen zu kommen dann und wann ein Formular ausfüllen müssen oder weil ja der böse Statt dran schuld ist das einen keiner einstellt.

    Ich bin ein grosser Anhänger des Solidarprinzips und wünsche nichts weniger als amerikanische Verhältnisse, aber man sollte doch immer die Kirche im Dorf lassen, und die notwendigen Massnahmen (die den bevorstehenden Kollaps unserer Systeme ja nur sowieso nur hinauszögern) mittragen. Eine "jetzt packen wirs an"-Einstellunng würde diesem unserem Lande weit aus besser zu Gesicht stehen, als das krampfhafte festhalten an Privilegien.

    Und die Politiker... jedes Land bekommt die Politiker die es verdient. Würde einer mal die Wahrheit sagen würden wir Wähler in ja sowas von in die Wüste schicken. (Was erwarten wir, Politiker sind lernfähig: als Lafontaine sehr wahrheitsgemäss vor der Wahl Steuererhöhungen angekündigt hat, hat er mit Pauken und Trompeten verloren, die ganz offensichtliche Wahllüge Kohls gewonnen. Solche Fehler macht man als Partei nicht zweimal...)
     
  12. Napfekarl

    Napfekarl Napfkuchen-Erfinder

    Und das hat angefangen 1996, als die von CDU/FDP entworfene Steuerreform von der SPD blockiert wurde. Wir wären heute mit dieser Reform also schon ca. 6 Jahre weiter als jetzt...
    Hauptargument der Blockierer war damals die Gegenfinanzierung, die vermutlich eine Mehrwertsteuererhöhung nach sich gezogen hätte. Dabei wäre das am gerechtesten gewesen: Wer mehr konsumiert zahlt mehr Steuern!
     
  13. macKnall

    macKnall Halbtagsphilosoph


    …also voll in der Scheisse…
     
  14. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Das größte Problem ist die Gerechtigkeit. Wenn die Schere immer weiter aufgeht, sich die Manager immer ungenierter bedienen, von ihren Angestellten und Arbeitern aber immer mehr Abstriche verlangen, das ergibt Unmut. Der dann von den Privilegierten sogleich als Neid verunglimpft wird.

    Ich bin überzeugt davon, daß wenn wirklich alle gemäß ihrer Leistungsfähigkeit ihren Beitrag leisten würden, Reformen als notwendig angesehen und die Zähne zusammengebissen würden. Diesen Eindruck haben nun mal die wenigsten. Wenn sich das Mercedes-Management innerhalb von 18 Monaten das Gehalt um 140% erhöht und dann erst auf Druck bereit ist, 10% vom Gehalt abzugeben, wer kann das schon ernst nehmen?

    Löst das Gerechtigkeitsproblem und Ihr seid einen großen Schritt weiter.
     
  15. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Gestern beriet meine Frau (früher Betriebsrätin) eine ehemalige – lange arbeitslose – Kollegin, deren Mann (ehemaliger US-Soldat) bei einem Sicherheitsunternehmen arbeitet und entweder 4 Tage à 12 Stunden oder 6 à 8 Stunden arbeiten soll! Dies bei einem Stundenlohn von weniger als 6 Euro. Er sollte etwas unterschreiben, was seine Rechte noch stärker – natürlich freiwillig – einschränkt. Ich habe es nur am Rand mitbekommen. Meine Frau riet zur Vorsicht. Früher hätte sie geraten, den Schrieb zu zerreißen. Aber da sich alles was einmal sozial war zurückentwickelt, kann man derartige Vorschläge nicht mehr machen. Das ist für mich schon Raubtierkapitalismus. Nur noch einen Tag in der Woche frei, wenn er die 6-Tage-Variante wählt!
     
  16. Napfekarl

    Napfekarl Napfkuchen-Erfinder

    nee, schon wieder auf dem Weg der Besserung... Wir hättens früher und sanfter haben können...
     
  17. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Das erinnert mich stark an:

    Gestern standen wir noch am Abgrund, heute sind wir schon einen Schritt weiter.

    :party:
     
  18. RaMa

    RaMa New Member

    ja pewe, genau so scheint es zu sein.
     
  19. akiem

    akiem New Member

    die masse der arbeiter und angestellten interessiert das einkommen von industriemanagern nur an hinterer stelle. warum auch, wir leben nun mal im kapitalismus.

    was aber interessiert und eine schweinerei ist, ist die abzocke von den über 45 jährigen. diese gruppe hat ihr leben lang gespart, ihren kindern eine ordentliche ausbildung bezahlt, nie blau- oder arbeitslos gemacht. immer brav die steuern für das ersparte bezahlt. schön fürs alter vorgesorgt, man will ja keinem zur last fallen.

    die werden jetzt gnadenlos von den berlinern verbrechern abgezockt. heute kann ja in den überwiegenden fällen ein über 50- jähriger nichts dafür wenn er arbeitslos wird und keine stelle mehr findet. jetzt muss er seine alterversorgung aufbrauchen, sparbücher plündern, kindern zur last fallen das häuschen versilbern und den weg in die verarmung antreten. das ist nach der gesundheits- und rentenreform die grösste sauerrei. das ist was die bevölkerung drückt. nicht der abgehobene daimlerdepp und seine spiesgesellen. das taugt höchsten für die bildzeitung auf seite 1.
     
  20. Zwiebelfisch

    Zwiebelfisch New Member

    Ich habe mal eure Beiträge zu diesem wichtigen Thema überflogen.
    Einige sind der Meinung, dass Hartz IV notwendig sei – dann soll mir mal einer erklären, wie auf diese Weise Arbeitsplätze entstehen sollen.
    Ein weiterer Irrglaube ist, dass der STAAT oder die REGIERUNG Arbeitsplätze schaffen kann. Sie kann die Rahmenbedingungen hierfür schaffen.
    Das hat sie in der Vergangenheit auch gemacht. Aber die Unternehmer haben die Steuergeschenke in Milliardenhöhe (Körperschaftssteuer etc.) genommen, um weiter zu rationalisieren oder global zu wachsen. Im Ergebnis fehlen dem Staat nun die Milliarden und den Bürgern die Arbeitsplätze.
    Genau das gleiche geschieht jetzt mit dem sogenannten Lehrstellen-Pakt.
    Alles nur Volksverdummung!!!!
    Und: Jeder jetzt 30Jährige soll mal darüber nachdenken, wie schnell 10 bis 15 Jahre vergehen. Dass ist er an der Reihe!
    Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass ein Regierungswechsel etwas verändern würde. Das kann dann ja mit Merkel, Merz und Lügenbaron Koch nur noch schlimmer werden.
    Aber, was ich nicht mehr zu hoffen wagte: Die Straße beginnt zu rumoren.
    Wir werden es in einigen Wochen oder Monaten erleben, dass es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen wird.
    Oder weshalb wird seit einiger Zeit von den Regierenden darüber nachgedacht, die Bundeswehr im Innern einzusetzen?
    Schily, dieser gewandelte Grüne, wird der erste Innenminister nach dem Krieg sein, der auf Landsleute schießen lässt.
    Aber vielleicht geht auch Akiems Wunsch in Erfüllung, und es bekommt einer von denen mal mächtig was auf die F........
    zwiebelfisch
     

Diese Seite empfehlen