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Neuer Lieblingssport: Schwingen

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von benjii, 21. August 2004.

  1. turik

    turik New Member

    Na, ihr Nachteulen.
    Ihr stellt neugierige Fragen, wenn brave Schweizer längst im Bett sind.
    Danke für das Interesse. Es gibt hierzulande (wie wohl auch in D) einen grossen Unterschied zwischen Stadt und Land. Das "Eidgenössische" ist aber fest etabliert, und wenn ich da auch nie aus eigenem Antrieb hingehen würde, gibt es für uns (ich glaube, da rede ich wirklich für die absolute Mehrheit) auch keinen Anlass, dagegen zu sein oder darüber zu lächeln.
    Den Namen des Schwingerkönigs können vor allem die Städter kaum auswendig. Wenn diese aber jemandem vorgestellt werden, und es heisst dann: "Das ist Herr Abderhalden, wissen Sie, der Schwingerkönig", dann wird anerkennend genickt und man erzählt zuhause am Mittagstisch: "Hört mal, wen ich heute kennengelernt habe..."
    Es ist unbestritten ein identitätsstiftender Sport und dazu ist das Eidgenössische Schwingerfest (45'000 Zuschauer) einer der seltenen Anlässe, wo die Eingeborenen noch einigermassen unter sich sein können, und das sind nicht nur Leute aus ländlichen Gebieten.
    (Wir haben 30% oder mehr Ausländeranteil und beginnen uns nur schon rein optisch in unseren Städten fremd zu fühlen.)
     
  2. p.i.t.

    p.i.t. Ural-Silber

    Volle, einfach nur vollste zustimmung!! besser kann man es nicht ausdrücken.

    Mir persönlich ist schwingen nicht wichtig, aber ich bin überzeugt, dass es ein fester bestandteil der schweizerischen tradition ist. und ich nehme auch an, dass viele jugendliche (zumindest die aus ländlichen gegenden) interesse an dieser sportart bekunden. und es wäre ein verlust, wenn dieser wettkampf aus irgendeinem grund aus der sportlandschaft verschwinden würde. aber dazu besteht zum glück weder grund noch anlass.
     
  3. mac-christian

    mac-christian Active Member

    Erst mal: was ist "liberal"? Ich glaub nicht, dass die politische oder gesellschaftliche Einstellung etwas mit der Haltung zum Schwingen (oder zum Fussball oder zu sonst einer Sportart) zu tun hat. Obwohl zum Beispiel Interesse an / Begeisterung für Fussball eher der "unteren Klasse" zugeschrieben wird, gibt es durchaus auch Leute aus dem "Geldadel", die sich dafür interessieren. Ich denke, jede Sportart verbindet mehr Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten als irgendwelche von oben diktierten Massnahmen. Wenn's dann aber in Randale ausartet, ist bei mir das Verständnis auch vorbei.

    Zum Zweiten: Schwingen ist nicht meine Sache. Aber der Pass eines Menschen sagt ja nichts aus darüber, was er für eine Meinung hat oder was ihm gefällt.

    Das "Problem" scheint zu sein, dass ausserhalb der Schweiz beinahe nichts dessen wahrgenommen wird, was hier passiert. Wenn hier ein Bundesrat (=Minister) an einem Herzinfarkt stirbt, ist das in Deutschland vielleicht 3-5 Zeilen in den Zeitungen wert. Wenn aber in Deutschland irgend ein Minister einen Schnupfen hat, gibt das hier schon Stoff für einen Leitartikel. Das ist nicht nur in der Politik so, auch im Sport.

    Abschliessend noch eine Aussage, von der ich nicht mehr weiss, von wem sie stammt - ist aber auch nicht wichtig...:

    "Ob der Willhelm Tell wirklich gelebt hat, ist nicht sicher. Aber dass er den Landvogt Gessler erschossen hat, das ist erwiesen!".

    Christian.
     
  4. macKnall

    macKnall Halbtagsphilosoph

    Das ist schon richtig. Fällt uns Schweizern aber auch auf. Nur ein kleiner Teil der Schweizer sind Schwyzer. Der Kanton Schwyz ist flächenmässig relativ gross, aber recht dünn besiedelt.

    In einem Nachbardorf habe ich heute Morgen ein riesiges Transparent gesehen: «Wir gratulieren NNN VVVV zum eidgenössischen Kranz»
    Da steht offenbar ein ganzes Dorf dahinter. Ich kann ja nicht annehmen, dass das ein Werk verknöcherter Ewiggestriger sein soll. Die auf dem Tuch aufgemalte Schrift deutet auf junge, moderne Verfasser hin.
     
  5. benjii

    benjii New Member

    Hallo, danke für Eure raschen Antworten.

    Hmm, vielleicht scheint tatsächlich so zu sein, wie ich vermutet habe - der Umgang mit Traditionen in der Schweiz ist ein anderer wie hier in Deutschland.

    Zwar gibt es durchaus auch vergleichbare Traditionen, nur ist die Einstellung dazu hier in D eine völlig andere wie bei Euch. Der liberal eingestellte Städter schmunzelt über so was, lacht darüber oder macht es lächerlich oder nimmt es mit hochgezogener Augenbraue oder gar ablehnend zur Kenntnis. Von "identitätsstiftend" würde hier wohl keiner reden.

    :rolleyes:

    Sollte ich deshalb mit meinen despektierlichen Äußerungen ("relativ dicke Almbauern") Euer Schwingen beleidigt haben, nehme ich das natürlich sofort zurück!

    Ja, ich denke, wir Deutschen haben da schon ein Manko: Traditionen, identitätsstiftende gar, die nicht durch die jüngere Geschichte vorbelastet sind, sind meiner Meinung nach rar. Eine davon ist der Fußball - tatsächlich finden sich in D immer mehr auch kluge Leute, die sich als Fan eines Teams zeigen und über Fußball fachsimpeln. Das "Wunder von Bern" über den WM-Sieg 1954 war ein großer Kinoerfolg hier - meiner Meinung nach auch so ein Versuch, eine unbelastete und identitätsstiftende deutsche Tradition zu finden.

    Schwieriges Thema, aber spannend!
     
  6. benjii

    benjii New Member

    Ja, mac-christian, du hast Recht mit deiner Beschreibung. Tatsächlich ist gerade auch für die Deutschen vieles in der Schweiz unbekannt - Eure politische Struktur etwa, die ja in einigen Dingen anders ist als hierzulande. Oder der Umgang mit der Mehrsprachigkeit in der Schweiz. Aktuelle politische Entwicklungen, etwa die Karriere des umstrittenenen (?) Nationalrats Blocher wurden angesprochen.

    Es scheint fast so zu sein, dass die Deutschen mehr Ahnung von den Geschehnissen in England oder den USA haben als von denen beim nächsten Nachbarin in der Schweiz. Woran das liegt? Schwer zu sagen. Ich denke, die EU und andere Bündnisse schaffen schon etliche Gemeinsamkeiten mit anderen Staaten, die es so mit der Schweiz nicht gibt - wobei ich finde, dass der neutrale Schweizer Weg seine Berechtigung hat. Tatsächlich ist der Blick vieler Deutscher aber wohl auch von Klischees verstellt: Die Schweiz ist da das Land der hohen Berge und der glücklichen Kühe, von Toblerone-Schoggi und der Heidi auf der Alpwiese. Das soll so bleiben - Politik und aktuelles Geschehen in der Schweiz werden deshalb als Nebensache behandelt.

    :rolleyes:
     
  7. macKnall

    macKnall Halbtagsphilosoph

    Dann ist er ganz einfach nur ein Depp. Mit liberal hat das nichts zu tun.

    Das denke ich auch…

    Das ist ja gar nicht despektierlich. Auch wenn sie längst nicht mehr alle Älpler sind, relativ dick sind sie doch fast alle.
     
  8. macKnall

    macKnall Halbtagsphilosoph

    *unterschreib*
     
  9. p.i.t.

    p.i.t. Ural-Silber

    Wobei fussball ja nicht eigentlich eine rein deutsche erfindung ist. aber ich verstehe was du meinst.

    ich denke man muss unterscheiden zwischen unbelasteter identitätsfindung eines landes einerseits und der wahrnehmung seiner nachbarländer andererseits. das eine hat mit dem anderen nicht sehr viel zu tun.

    dass deutschland (und andere europäische länder, die in den krieg involviert waren auch) darum bemüht sind, sich eine "neue" tradition zu geben, ist sehr gut verständlich. wobei ich mich frage, ob es nicht auch bräuche und sitten gab, die es schon vor dem krieg gab, und die man durchaus auch wieder praktizieren könnte? mir kommt da grad der schuhplattler in bayern in den sinn, das ist doch was ganz urtümliches...

    dass die schweizer (oder gewisse teile der bevölkerung) ihre traditionen so wahren, hat schon damit zu tun, dass man sich schon seit langem eine eigenheit bewahren wollte, sich von äusseren einflüssen abgeschottet hat und lieber nach innen statt nach aussen geschaut hat. das hat zwar einerseits vorteile, andererseits ermöglichte genau diese tatsache halt einem rabauzen wie blocher, derart viel platz einzunehmen. und genau solche scheuklappen-politiker sind verantwortlich für die immer grössere isolation unseres landes. durch schüren einer nicht nachvollziehbaren angst haben blocher und seine partei es fertiggebracht, dass die europadiskussion bei uns noch lange jahre aufs eis gelegt ist.
    seine argumentation: dass bei einem eu-beitritt genau solche identifizierungsstützen wie das schwingen auf immer verschwinden. was natürlich völliger mumpitz ist.

    dass nun aber die schweiz im ausland nicht so wahrgenommen wird, resp nur die klischees davon, hat sicher auch mit voruteilen zu tun. ich kenne viele leute die schon oft in der schweiz waren und die sich ein sehr gutes bild von unserem land gemacht haben. es ist ein menschlicher vorgang, sich von etwas, das man nicht kennt, ein bild zu machen, damit man dann meint, es zu kennen. weil unbekanntes angst macht. oder so. und dass das bild dann falsch oder unkomplett ist, ist auch logisch. das ist aber mit allen ländern so: wer noch nie in den usa war, meint, dass dort alle unkultivierte mcdonals-konsumenten sind. (dabei gibts dort auch ganz viele unkultivierte burgerking-konsumenten!)
     
  10. benjii

    benjii New Member

    Hmm, der Blocher liegt Euch schon im Magen, nicht?

    :rolleyes:


    Nachtrag:

    Zur Info für die unwissenden Deutschen - Näheres über Blocher etwa hier. Passt das einigermaßen oder ist das einseitig beschreiben?
     
  11. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Ach was - Schnickschnackpapperlapapp!

    Du vergisst einen kleinen, aber entscheidenden Unterschied - den zwischen einem kleinen Bergvolk hinter den 7 Zwergen und einem Land, dass 10mal so groß ist (flächenmässig! die "Korrekten" können liegenbleiben) und 10mal so viele Menschlein.

    Ist klar, dass da die meisten Traditionen regional begrenzt sind. Ob das Schuhplatteln oder die Kehrwoche oder das Pfahlsitzen ist. Und innerhalb dieser Regionen sind sie durchaus noch lebendig - bis jetzt.

    Allerdings vermute ich mal, dass bei uns die Mobilität nicht erst seit den Millionen von Flüchtlingen wesentlich größer ist als in der Schweiz. Das heißt, regionale Traditionen werden "aufgeweicht" durch mangelndes Interesse der Zuwanderer. Andererseits sind es genau die, die regionale Traditionen mit ihren eigenen ergänzen können. Jedenfalls solange der Nachwuchs stimmt - und der stimmt nicht mehr wegen Vereinsmeierei und "altbackenem Gehabe" der Veranstalter.

    Ich freue mich jedenfalls auf den Sedan-Tag.

    (letztere Bemerkung nur für dich, damit du wieder mal wegen mir einen Betablocker einwerfen kannst :cool: )
     
  12. benjii

    benjii New Member

    macixus, ich wusste, dass wir bald wieder "richtig" diskutieren...
    :)

    Klar, das sehe ich schon auch, dass viele Traditionen lokal oder regional gebunden sind und deshalb im etwas größeren Deutschland nicht so verbreitet sind.

    Trotzdem - das Verhältnis der Deutschen zu ihrer Geschichte und ihren Traditionen unterscheidet sich meiner Meinung nach schon im Vergleich zu den Nachbarnländern. Es muss nicht der Sedanstag sein – aber seit den Nazis kannst du doch vieles grün anstreichen und den Hasen geben. Siegfried? Herrmann der Cherusker? Alte Germanen? Das dient heute doch nur noch zum Spott, und auch zu Recht. Es wird noch Generationen dauern, wenn überhaupt, bis sich dazu wieder ein unbefangenes Verhältnis einstellt. So eine Tradition wie der Rütli-Schwur in der Schweiz hätte sich in Deutschland ebenfalls wohl kaum halten können.

    :rolleyes:

    Übrigens, mein Blutdruck ist ganz in Ordnung. Ich wollte übrigens noch p.i.t schreiben, dass wir Deutschen zwar uns nicht so über die EU sorgen, aber dafür andere Probleme haben: Etwa äußerst aggressive Bündnispartner. Aber mit Rücksicht auf die Harmonie im Forum lasse ich das jetzt mal...

    :)
     
  13. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Das mit den "noch Generationen dauern" bezweifle ich. Wäre ja erträglich, wenn der eine oder andere Rückblick nur dem Spott historisch nicht so Bewanderter ausgesetzt wäre. Der Punkt ist aber ein anderer: die "Unbefangenheit" wird genau von denjenigen erbittert (oder sollte ich verbiestert sagen?) be"kämpft", die hinter jedem Germanen den Gröfaz erkennen wollen. Und gegen diese Art von Gutmenschen ist kein Kraut gewachsen.

    Noch was zum "Rütli-Schwur": wir hätten ebenfalls bedenkens-werte (Ge)Denktage. Aber wir sind Meister darin, den 3.Oktober 1990 zu feiern statt dem Tag des Mauerfalls. Oder wir gedenken mit Inbrunst in Sonntagsreden dem Gröfaz-Attentat statt der Gesetzwerdung unseres Grundgesetzes. Diese Beispiele liessen sich erweitern, aber ich denke, you got the idea...
     
  14. benjii

    benjii New Member

    Hmm... Nee, da bin ich (mal wieder) anderer Ansicht. Germane ohne Gröfaz geht nun mal nicht, noch (lange) nicht. Die braune Soße, die da über alles gegossen wurde, war einfach so durchdringend und extrem, den Geruch bringst du nicht weg. Zumindest wird's noch lange, lange dauern, bis da mehr Selbstverständlichkeit einkehrt. Das hat mit "Gutmenschen" im Übrigen nichts zu tun: das Unbehagen kommt nicht von außen, sondern ist einfach da angesichts des Missbrauchs, das mit dem Ganzen getrieben wurde.

    :rolleyes:

    Und ja, so verschieden sind die Ansichten: Auch ich halte die Gesetzwerdung des Grundgesetzes für denkwürdig (auch wenn es nach der Wiedervereinigung abgeschafft und in eine Verfassung hätte münden sollen). Doch im Fall der Wahl würde ich unbedingt der Erinnerung an das Attentat vom 20. Juil den Vorzug geben - der Mut, den da einige aufgebracht haben, gehört gewürdigt. Allzuviele Helden in dieser Beziehung haben wir da ja nicht.
     
  15. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Du bist ja auch ein guter Mensch... :klimper:

    Und jetzt ernsthaft:

    Das Unbehagen kam zunächst von außen, bis es dann innen aufgegriffen und "verinnerlicht" wurde - aber so, dass uns in unserer Scham ja keiner mehr überbietet. In sowas sind wir Weltmeister...

    Es würde zu weit führen, ein paar Gedanken zu den Helden vom 20. Juli auszuführen. Nur so viel: viele davon waren alles andere als Demokraten, sondern übrig gebliebene Junker alter Art. Ein GG unserer Art hätte es mit ihnen nicht gegeben.

    Insofern dürfen wir den "Aggressiven", die du weiter oben zart angedeutet hast, tatsächlich dankbar sein.
     
  16. p.i.t.

    p.i.t. Ural-Silber

    Was noch fehlt, ist die erwähnung von blochers wirtschaftlicher vergangenheit. als direktor der ems-chemie bei chur war er chef von hunderten von angestellten, darunter sehr viele ausländer. mit diesem chemiewerk verdiente er milliarden. er gilt als einer der reichsten männer der schweiz. dass er sich immer noch als vertreter des "kleinen und ländlichen" volkes sieht, ist darum lächerlich.
    als er letzten dezember zum bundesrat gewählt wurde, gab er die ganzen verwaltungsratssitze und mandate nur nach langem druck ab - zu gerne hätte er seinen einfluss in der wirtschaft noch beibehalten.

    sein erfolg im bundesrat (welcher traditionsgemäss im "kollegialitätsprinzip" funktioniert, das heisst interne beschlüsse werden von den bundesratsmitgliedern nach aussen einheitlich vertreten, auch wenn ein einzelner in seiner persönlichen meinung dagegen war) ist sehr zwiespältig - er muss sich öfter der mehrheit der anderen bundesräte beugen, als ihm lieb ist... leider kommunziert er aber bei parteiveranstaltungen stets seine eigenen parolen und desavouiert damit die regierung immer wieder.

    in naher zukunft werden er und seine partei voraussichtlich aber niederlagen einfahren müssen - die nächste volksabstimmung von ende september behandelt gesetze über die bezahlte mutterschaftsversicherung und erleichterte einbürgerung für 3.generationsausländer. laut umfragen haben alle vorlagen grosse chancen, angenommen zu werden. für blocher ein herber schlag: er wünscht sich, dass die frauen immer noch am herd stehen und kinder umsorgen. den rest soll der mann erledigen.
     
  17. benjii

    benjii New Member

    @ p.i.t

    Weißt du, das halte ich schon für spannend. Von Blocher wissen hier in D nicht so viele.

    Von Euren Volksabstimmungen können wir Deutsche uns wohl noch eine Scheibe abschneiden. Obwohl - ich traue dem Braten nicht so Recht. Wer weiß, was da in Sachen "Ausländergesetzgebung" durchgehen würde. Aber es würde auch weniger gegen den erklärten Willen der Mehrheit durchgeprügelt.

    "Scheuklappen-Politiker" haben wir im Übrigen auch, und auch die Identitätskrise ist da - die deutsche Einheit ist meiner Meinung nach noch längst nicht verdaut.


    @macixus

    Tja, macixus, ich weiß schon mal nicht, was ich von dem Begriff "Gutmensch" halten soll. Ist's ein Lob? Wohl eher nicht. Offen gestanden bin ich aber froh um jeden Menschen, den ich treffe und der (mir) zumindest nichts Böses will - es gibt meiner Meinung nach mittlerweile viel zu viele Egoisten und Abzocker.

    Da mit den Männern des 20. Juli hast du Recht - richtige Demokraten waren das keine. Trotzdem hätte ihr Attentat, wenn es gelungen wäre, womöglich noch Millionen, auch Deutschen, das Leben gerettet. Die Bombardierung Dresdens wäre etwa nicht passiert.

    Zur aggressiven Großmacht: Ganz klar, sie haben den "good war" gewonnen, zum Glück. Aber Großmächte bleiben, wie Menschen, nicht immer die Gleichen. Und was mal ein gutes Mittel war, muss nicht immer und überall ein gutes Mittel sein. Sondern kann genau das Gegenteil von dem bewirken, was man anstrebt. Ich denke, du weißt ebenfalls, was ich meine.
     

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