1. Liebe Forumsgemeinde,

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sterbensverkürzung

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von akiem, 13. Juli 2004.

  1. AERO

    AERO New Member

    Was Du dort beschreibst ist - so hoffe ich - eine Ausnahme. Ärzte habe zur Zeit aufgrund des Ärztemangels eine sehr sichere Position und sind Gängeleien seitens der Verwaltungschefs sicher nicht sehr aufgeschlossen.
    In manchen kirchlichen Häusern ist das sicher anders, dort hat man eher ein Problem wenn es um Opiate geht (oder gar schlimmeres)

    Sofern der Patient transportfähig ist, könnte man ihn in eine andere Klinik verlegen lassen, allerdings entfallen dann die Transportkosten zulasten des Patienten (je nach Entfernung 250 bis 300 €)

    (Übrings eine gute Unterstützung zur Schmerztherapie kann auch Cannabis sein) :sabber:
     
  2. turik

    turik New Member

    Als meine zeitlebens schwerhörige Mutter ins Pflegeheim kam, dort völlig ertaubte und dann auch noch blind wurde, verkehrte ich mit ihr per Armgriff. Einmal drücken = ja. Schütteln = nein.
    Sie war bei vollem Verstand, sprach in normaler Lautstärke und ärgerte sich über die quälende Stecherei mit den Insulinspritzen. Ganz cool sagte sie öfters: "Gebt mir doch einfach anstatt dessen die Todesspritze".
    Bekannte, die diese in ihrem Körper gefangene einsame Frau besuchten, sich nicht mitteilen konnten, sie streicheln konnten und sonst nichts, in das verständnislose, hilflos lächelnde Gesicht einer lieben Bekannten sehend, die bei vollem Verstand nichts mehr wahrnehmen konnte, verliessen das Zimmer weinend.
    Nicht nur taub war sie, der zeitlebens schlaflos machende Tinnitus blieb ihr in voller Stärke erhalten.

    Ich überlegte mehr als einmal, ihr das Kissen auf das Gesicht zu drücken.
    Dann der Anruf, der alles auslöste: Ich musste vernehmen, dass sie bei einem Ringkampf um die Verabreichung der Insulinspritze eine Pflegerin gebissen hatte.

    Ich fuhr mit meiner Frau zusammen sogleich in die externe Praxis zum zuständigen Arzt. Nach einem kurzen Gespräch griff er zum Telefon und gab die unmissverständliche Anweisung zur Absetzung sämtlicher Medis. 14 Tage musste sie noch leiden.

    Zur aktiven Sterbehilfe war ich zu feige.



    Das wäre in der Schweiz eine Anlaufstelle:
    http://www.dignitas.ch/

    Eine rechtzeitig verfasste und hinterlegte Patientenverfügung ist auf jeden Fall hilfreich.
     
  3. Macziege

    Macziege New Member

    Mir ist deine Schilderung sehr nahe gegangen, um einen Menschen mit Gewalt, und sei sie auch noch so sanft, ums Leben zu bringen, würden die meisten von uns nicht fertigbringen, und ich halte das auch nicht für eine richtige Lösung. Es gibt Mittel, die schmerzlos als Getränk verabreicht werden könnten. Aber eine solche humane Hilfe ist nicht gewünscht, aber dass sie eines Tages möglich ist, dafür sollte jeder, der auch dieser Meinung ist, beitragen.

    Eine Patientenverfügung ist nur dann hilfreich, wenn sie auch respektiert wird. Das ist aber in den wenigsten Fällen so.
     
  4. akiem

    akiem New Member

    als hinweis noch folgendes:
    die medizinische patienten verfügung besteht aus 3 säulen. wenn die beachtet werden geht nichts schief.

    1. die vorsorgevollmacht zur medizinischen betreuung, darin ernenne ich jemand der mein patientenanwalt wird.

    2. die vorrausverfügung ist die inhaltliche bestimmung zur patientenverfügung, mit formulierungshilfe durch einen notar oder anwalt. schwammige verfügungen wie z.b. "ich will nicht an schläuchen hängen" werden dadurch ausgeschlossen.

    3. die betreuungsverfügung für das vormundschaftsgericht.
    diese punkte betreffen die medizinischen angelegenheiten.

    zusätzlich sollte noch unbedingt und zwar bei einem notar, eine vorsorgevollmacht für die alltagsgeschäfte, finanzen ect. gemacht werden.

    als letztes sollten diese verfügungen bekannt gemacht werden. es nützt nichts wenn sie im stillen kämmerlein gemacht werden und darin vor sich hinschlummern.

    die private vorsorgevollmacht (alltagsgeschäfte) unbedingt beim notar hinterlegen und nicht an privatpersonen weitergeben. sonst sind ruckzuck die konten geplündert und das häuschen verkauft :)
     
  5. turik

    turik New Member

    Das ist mir zu kompliziert.
    Ich verzichte auf's Sterben.
     
  6. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Klasse Idee! Da mach ich direkt mit. Noch jemand? :klimper:
     
  7. donald105

    donald105 New Member

    ich weiß nicht...meine ersparnisse reichen nur für ein paar jahre beauty-korrekturen, und dann seh ich irgendwann aus wie ramses und kann nicht mehr vor die tür..... ne! da muss ich wohl durch..
    :rolleyes:
     
  8. Macziege

    Macziege New Member

    Mache mit, aber nur, wenn du die Frischhaltung garantierst!

    Klaus
     
  9. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Ramses?

    Von einer Geschlechtsumwandlung war jetzt aber keine Rede, Nofretete. ;)
     
  10. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    @ turik

    Äh, wieviel Grad hat`s nochmal an der tiefsten Stelle des Zürichsees? :cool: :D

    P. S.: Werde mir aber weitere Scherzchen in diesem Thread verkneifen.
     
  11. Rumo

    Rumo New Member

    Da hilft einfach ein Vergleich mit den Büchern. Was rechnet das Krankenhaus ab und was verbraucht es tatsächlich. Würde ich im falle eines Rechtsstreites in die Runde werfen.
     
  12. turik

    turik New Member

    Ich habe keine Hemmungen, die uns allen bevorstehende Abreise auf die Schippe zu nehmen.
    Wieso soll in Sterbeabteilungen nicht gelacht werden?
    Das ist dort so intensiv wie selten.


    :)
     

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