1. Liebe Forumsgemeinde,

    aufgrund der Bestimmungen, die sich aus der DSGVO ergeben, müssten umfangreiche Anpassungen am Forum vorgenommen werden, die sich für uns nicht wirtschaftlich abbilden lassen. Daher haben wir uns entschlossen, das Forum in seiner aktuellen Form zu archivieren und online bereit zu stellen, jedoch keine Neuanmeldungen oder neuen Kommentare mehr zuzulassen. So ist sichergestellt, dass das gesammelte Wissen nicht verloren geht, und wir die Seite dennoch DSGVO-konform zur Verfügung stellen können.
    Dies wird in den nächsten Tagen umgesetzt.

    Wir danken allen, die sich in den letzten Jahren für Hilfesuchende und auch für das Forum selbst engagiert haben.

unsere arbeitslosen sind plegmatisch,

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von akiem, 6. Juli 2004.

  1. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Technologien, ist so alt wie falsch.

    Das ist nachgerade lächerlich!

    Und sehr gut im Osten zu beobachten, wo neue Firmen mit wenig Personal entstanden. Was ist denn sonst der Sinn von Innovationen?
    Ich kenne diese Behauptungen der Gegenseite zur Genüge. Aber die Häufigkeit erhöht nicht den Wahrheitsgehalt.
     
  2. curious

    curious New Member



    ...sanfter Faschismus, diesmal weiße Hemden und sauberes Lächeln...


    "Um Jobs zu sichern, müssen auch mal 50 Stunden pro Woche gearbeitet werden"
     
  3. donald105

    donald105 New Member

    nee ist nicht lächerlich. klassische, oder gewohnte arbeitsplätze, werden tatsächlich vernichtet.
    Das problem ist, dass zu viele leute ihren job hart definieren: ICH BIN......xxxx.
    Und wenn es diesen job nicht mehr gibt, zu unflexibel sind, was anderes zu machen und/oder dazu zu LERNEN. Und bis vor kurzem auch noch durch permanente zahlungen der allegemeinheit in ihrer meinung bestärkt wurden.
     
  4. donald105

    donald105 New Member

    kannst du dich erklären?
     
  5. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Ist es dohochhhh!

    Die durch neue Technologien entstehenden Arbeitsplätze decken bei weitem nicht den Verlust der klassischen Arbeitsplätze ab. Glaubst Du wirklich, daß durch neue Technologien die gleiche Anzahl an Arbeitsplätzen entsteht? Dann frage ich mich warum neue Technologien entstehen. Worin liegt der Vorteil? Zumeist doch in der preiswerteren und schnelleren, vielleicht auch resourcenschonenderen Produktion von Handelsgütern. Und schneller bedeutet den Verlust von Arbeitsplätzen, wenn nicht zugleich eine Erhöhung der produzierten Waren damit einhergeht. Und wenn diese Erhöhung stattfindet, wird sie in konkurrierenden Betrieben zum Arbeitsplatzverlust führen. Oder im Ausland. Irgendwo ist auf jeden Fall jemand in den Arsch gekniffen.

    Der alte Ford hat vor vielen Jahren mal gesagt: Autos kaufen keine Autos!
    Dies scheinen heutige Manager vergessen zu haben.
     
  6. Mekki Messer

    Mekki Messer New Member


    Ein Problem hat der, der nix vom Kuchen abkriegt, weil ein anderer aus Angst vor dem Hunger zuviel verzehrt.
     
  7. donald105

    donald105 New Member

     
  8. benjii

    benjii New Member

    Ja, ok, ich bin auch für Flexibilität, aber in Maßen. Ein Mensch ist halt mal nun nicht beliebig dehn- und drehbar, weder psychisch noch physisch. Ein 55-Jähriger, der 30 Jahre in einem Beruf gearbeitet hat, tut sich eben schwer damit, innerhalb kurzer Zeit was ganz Neues zu lernen und zu arbeiten. Geht dir ja zum Teil schon mit Mitte 30 so, vor allem, wenn du kaum eine Neigung zu deinem neuen Beruf hast.

    Dann denke ich auch, dass eine gewisse Unflexibilität ein ganz elementarer Bestandteil der menschlichen Existenz ist. Wer aus den wilden Jugendjahren raus ist, will meist dauerhaft eine Umgebung um sich rum, in der er sich einigermaßen wohl fühlt - dazu zählen Freunde, Verwandte, evtl. noch Nachbarn, Vereinskameraden, Bekannte. Solche "Netze" wachsen nicht über Nacht, sondern in vielen Jahren - Voraussetzung ist unter anderem Unflexibilität in Sachen Ortswahl, das heißt, dass du länger an einem Ort verweilst. Besonders wichtig ist so was wohl auch für ein gelungenes Familienleben und die Erziehung von Kindern - auch da gehört neben viel Zeit eine gewisse Unflexibilität dazu.

    :rolleyes:



    Ich finde einfach, dass diese moderne Nomadenhaltung, in der uns die neoliberale Lehre so gerne sehen würde, einen gewaltigen Rückschritt darstellt. Ohne ausreichend Zeit, ohne Orte zum Wurzeln schlagen und immer bereit zu sein, Lebensziele und -pläne über den Haufen zu werfen, weil's der Job so erfordert – ich denke, das kann nicht das Ziel sein.

    Letztendlich muss schon mal wieder klar gesagt werden, dass die Wirtschaft für den Menschen da ist, und nicht der Mensch die Verfügungsmasse für die Ökonomie ist.


    :rolleyes:
     
  9. sursulapitchi

    sursulapitchi Member

    Das ist die weitläufige Denkweise, dass es NUR bei den Sozialausgaben passieren soll.
    Da bin ich absolut nicht deiner Meinung!

    Vielleicht sollten wir unseren Focus einmal in eine andere Richtung lenken, um auch im Internationalen Vergleich, der so gerne von einigen Volksvertretern beim vergleich der Sozialausgaben heran gezogen wird, richten. Stellt euch bitte einmal die Frage: welche Quote wir im Verhältnis Bürger/Volksvertreter hier in Deutschland, zB. im Vergleich zur USA haben. Da wir die ganze Misere erst richtig deutlich. Ich denke es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es zu einem Volksaufstand kommen wird um hier radikal unsere Verwaltung auf ein Normalmaß zu reduzieren. Vergleicht doch einmal die Ausgaben für unsere Verwaltung mit anderen, auch EU-Ländern, dann erkennt ihr, das hier sicher das größte Einsparpotential liegt.
     
  10. akiem

    akiem New Member

    der vergleich ist kaum durchführbar, da es nichts annähernd vergleichbares weltweit gibt.

    unser nicht mehr bezahlbarer verwaltungs- und beamtenmoloch ist einmalig.

    unser wust an vorschriften- und genehmigungsverfahren ist einmalig.

    unsere subventionspolitik ist einmalig.
     
  11. Macziege

    Macziege New Member

    Endlich mal ein Anforderung, die fast in die richtige Richtung geht. Lange genug haben wir auf gestern und heute geschaut. Aber es werden noch immer die falschen Schlüsse daraus gezogen. Von der Verteufelung des Fortschritts bis zu Beklagung der derzeitigen Miseren war alles dabei. Aber wo sind denn die Ideen, die uns weiterbringen können?

    Sehen wir es doch mal so, bisher hat der Fortschritt, und darunter verstehe ich sowohl den technischen und auch den sozialen, der zwar im Moment ein bisschen sehr kränkelt, die Menschheit doch weiter gebracht. Also, ist der Weg doch richtig. Wir müssen ihn nur konsequent, und schneller als bisher voran treiben. Dabei müssen wir unbedingt erreichen, dass die Ergebnisse daraus, Wohlstand und Wohlergehen, nicht nur Einzelnen zugute kommt.

    Lasst Roboter und Maschinen doch dafür arbeiten, damit es den Menschen besser geht und jeder davon partizipiert. Menschen brauchen Bildung, Nahrung und einen gewissen Wohlstand um würdig leben zu können. Die, die in der Lage sind dafür zu sorgen, müssen gefördert und belohnt werden. Das werden letztlich sein, Forscher, Lehrkräfte, Heilkräfte, Ingenieure, Organisatoren und Medien - und Unterhaltungsspezialisten. (kein Anspruch auf Vollständigkeit)

    Für den Rest müssen Roboter und Maschinen sorgen. Es sind letztlich nur noch wenige, gemessen an der Gesamtweltbevölkerung, die arbeiten müssen? dürfen? wollen?

    Ressourcen sind genug vorhanden, sie müssen nur richtig genutzt werden. Den Menschen muss klar sein, dass Allgemeinnutz vor Eigennutz stehen muss. Das muss eines der höchsten Ziele sein, dann sind auch die anderen zu erreichen. Raff- Macht- und andere Gier, darf keinen Platz mehr haben in unserer Gesellschaft. Das ist sicher nicht leicht zu erreichen, aber es ist doch Wert, diese Ziele anzustreben. Dazu kann auch jeder beitragen, indem er seine Gesinnung überprüft und Bereitschaft zeigt, an diesen Zielen mitzuarbeiten.

    Das in Kürze. Nun könnt ihr sagen, der spinnt, oder könnt mal eigene Ideen dazu beitragen, auch Kritik ist erwünscht, aber bitte konstruktiv und kein Gemeckere.

    Das Wort zum Mittwoch von
    Klaus
     
  12. pewe2000

    pewe2000 New Member

    >Lasst Roboter und Maschinen doch dafür arbeiten, damit es den Menschen besser geht und jeder davon partizipiert. <

    Dein Wort in die Ohren der Raffkes! Das hört sich zwar alles sehr gut an, wird sich aber – genauso wenig wie ein „richtiger“ Sozialismus – installieren lassen. Die Evolution ist noch nicht so weit, vielleicht steuert sie auch ganz woanders hin.

    Fast überall ist zu beobachten, daß die Kluft zwischen Arm und Reich wieder größer wird.
    Und Reich gehören nunmal die Produktionsmittel. Und denen reicht es völlig, wenn es ihnen sehr gut geht. Zur Beruhigung des eigenen Gewissens werden ab und an mal Krümel gespendet und dann weiter so. Das ist leider die Realität!

    ;(
     
  13. Macziege

    Macziege New Member

    Was verstehst du unter richtigem Sozialismus?

    Klaus
     
  14. Ollimac

    Ollimac New Member

    Hmm nur würde dafür bei uns keiner zusätzlich eingestellt, wenn ich weniger arbeiten würde und zwar ganz sicher nicht......
     
  15. Ollimac

    Ollimac New Member

    Da stimme ich doch mal voll zu....

    Es ist ja schon bald nicht normal, welche Lobby manche Leute haben die nur ca. 3-5 % (wenn das noch aktuell) zum BIP beitragen.

    Mein VWL Prof hat mal gesagt: " Wenn der Staat allen Bergleuten 2500 Euro steuerfrei in die Hand drücken würde mit der Bendingung sie dürfen alles machen nur keine Kohle aus dem Bergwerk holen würden wir noch Millionen einsparen"
    Soviel auch zum Thema Unflexibilität der Leute oder warum werden immer noch genug Leute Bergmänner??
     
  16. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Das Gegenteil vom Falschen!

    :party:
     
  17. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Bis vor kurzem galt das noch. Nun ist es aber so, daß China seine Kohle aufgrund der guten Konjunktur selbst verfeuert und damit als billiger (und den deutschen Steinkohlebergbau kaputtmachenden) Lieferant ausfällt. Die anderen Lieferanten, z.B. die osteuropäischen Länder, erhöhten daraufhin stark die Preise für Steinkohle, so daß die deutsche Steinkohle bald wieder wettbewerbsfähig ist.
     
  18. sursulapitchi

    sursulapitchi Member

    Mit oder ohne Subvention? :eek: :eek:
     
  19. maiden

    maiden Lever duat us slav

    meine Antwort läßt den Schluß zu, daß neue Technologien nicht immer gebraucht werden, aber selbst wenn sie gebraucht werden, nicht immer zum Vorteil der Menschen sind. Insofern müssen wir andere Wege suchen, als immer nur dem Fortschrittsgedanken anzuhängen. Wachstum hat Grenzen. Und die Lösungen, die uns in den Laberrunden einer Sabine Christiansen von den fettsubventionierten und gehaltsgeschwängerten Herunterbetern eines Neoliberalismus angeboten, oder sollte man besser sagen, aufgezwungen werden sollen, sind keine Lösungen. Sie lösen vielleicht vermeintlichen Probleme den Wohlstand dieser Herrschaften betreffend aber nicht die Probleme der Masse der Menschen.
     
  20. maiden

    maiden Lever duat us slav

    Viele Witschaftsbosse hier denken, sie könnten einen Zustand erreichen wo sie Löhne wie in Billiglohnländern zahlen, die Leute aber eine Kaufkraft wie in einem Hochlohnland haben.
    Arbeitslose sind nunmal keine guten Konsumenten. Aber genau das sollen alle sein.
     

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