1. Liebe Forumsgemeinde,

    aufgrund der Bestimmungen, die sich aus der DSGVO ergeben, müssten umfangreiche Anpassungen am Forum vorgenommen werden, die sich für uns nicht wirtschaftlich abbilden lassen. Daher haben wir uns entschlossen, das Forum in seiner aktuellen Form zu archivieren und online bereit zu stellen, jedoch keine Neuanmeldungen oder neuen Kommentare mehr zuzulassen. So ist sichergestellt, dass das gesammelte Wissen nicht verloren geht, und wir die Seite dennoch DSGVO-konform zur Verfügung stellen können.
    Dies wird in den nächsten Tagen umgesetzt.

    Wir danken allen, die sich in den letzten Jahren für Hilfesuchende und auch für das Forum selbst engagiert haben.

unsere arbeitslosen sind plegmatisch,

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von akiem, 6. Juli 2004.

  1. maiden

    maiden Lever duat us slav

    ich denke aber mal, daß dieser Unwille oder die Unlust, zur Arbeit zu gehen nicht tatsächlich etwas mit Faulheit oder einem grundsätzlichen Widerwillen zu tun hat. Vielmehr wird es wohl so sein, daß viele Arbeitnehmer innerlich gekündigt haben aber eben nicht anders können, als ihre derzeitige Stelle behalten zu müssen. Arbeitnehmer, die in einem angstfreien, offenen Klima arbeiten, wo sie das Gefühl haben, an Entscheidungsprozessen beteiligt und vom Boss ehrlich über die Abläufe unterrichtet zu werden, wo sie fair behandelt und bezahlt werden und nicht das Gefühl haben müssen, über den Tisch gezogen zu werden, zeigen in aller Regel nicht diesen Widerwillen zur Arbeit zu gehen.

    Mein Beispiel: in Bremen war ich bei einem Fotografen beschäftigt, habe 10 Monate lang jeden Tag 2-3-4 Überstunden geknüppelt (in aller Regel weil er die Arbeit nicht koordiniert bekam), habe dafür keine einzige Überstunde bezahlt bekommen, stand teilweise noch Abends um 11 im Studio und kam mir ziemlich verarscht vor. In der gleichen Zeit hat er sich ein neues Auto hingestellt, hat sie ein Haus für 450000 Mark gekauft, hat Geld aus der Firmenkasse genommen, mit dem man eigentlich Investitionen tätigen sollte und hat schließlich die Kündigung ausgesprochen, als Aufträge wegfielen.

    Ich hatte kaum mehr Zeit für Privates.

    In einem anderen Studio beschäftigt, habe ich zwar auch nicht viel mehr verdient, habe aber für jede Überstunde eine Entlohnung bekommen (und hier kam der Chef von sich aus auf mich zu, ohne daß ich danach hätte fragen brauchen), wurde anständig behandelt und bin nie ausgenutzt worden.

    Rate mal wo es mich jeden Morgen angekotzt hat, zur Arbeit zu fahren.

    Und schließlich: bei vielen Leuten in der Strampe ist es vielleicht auch nur dummes gerede wenn sie sich darüber beklagen, wieder zum Schaffen fahren zu müssen. Man labert halt.
     
  2. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Dann wohl sogar wieder mit Gewinn. Hatte was gelesen, daß die Tonnenpreise von 50 auf 500 Euro hochgeschnellt wären. Selbst die CDU (Rüttgers) ist aus diesem Grund im Moment für weitere Subventionen.

    Ich möchte aber nicht den langjährigen Wahnsinn der Subventionen verteidigen.
    Mit den Bauern ist es zur Zeit ähnlich. Die könnte man auch alle mit einem schönen Gehalt nach Mallorca schicken und hätte noch Geld übrig. Man wäre dann aber irgendwann vielleicht Erpressungen anderer Länder ausgesetzt.
     
  3. Macziege

    Macziege New Member

    Was verstehst du unter richtigem Sozialismus?

    Klaus
     
  4. Ollimac

    Ollimac New Member

    Hmm nur würde dafür bei uns keiner zusätzlich eingestellt, wenn ich weniger arbeiten würde und zwar ganz sicher nicht......
     
  5. Ollimac

    Ollimac New Member

    Da stimme ich doch mal voll zu....

    Es ist ja schon bald nicht normal, welche Lobby manche Leute haben die nur ca. 3-5 % (wenn das noch aktuell) zum BIP beitragen.

    Mein VWL Prof hat mal gesagt: " Wenn der Staat allen Bergleuten 2500 Euro steuerfrei in die Hand drücken würde mit der Bendingung sie dürfen alles machen nur keine Kohle aus dem Bergwerk holen würden wir noch Millionen einsparen"
    Soviel auch zum Thema Unflexibilität der Leute oder warum werden immer noch genug Leute Bergmänner??
     
  6. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Das Gegenteil vom Falschen!

    :party:
     
  7. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Bis vor kurzem galt das noch. Nun ist es aber so, daß China seine Kohle aufgrund der guten Konjunktur selbst verfeuert und damit als billiger (und den deutschen Steinkohlebergbau kaputtmachenden) Lieferant ausfällt. Die anderen Lieferanten, z.B. die osteuropäischen Länder, erhöhten daraufhin stark die Preise für Steinkohle, so daß die deutsche Steinkohle bald wieder wettbewerbsfähig ist.
     
  8. sursulapitchi

    sursulapitchi Member

    Mit oder ohne Subvention? :eek: :eek:
     
  9. maiden

    maiden Lever duat us slav

    meine Antwort läßt den Schluß zu, daß neue Technologien nicht immer gebraucht werden, aber selbst wenn sie gebraucht werden, nicht immer zum Vorteil der Menschen sind. Insofern müssen wir andere Wege suchen, als immer nur dem Fortschrittsgedanken anzuhängen. Wachstum hat Grenzen. Und die Lösungen, die uns in den Laberrunden einer Sabine Christiansen von den fettsubventionierten und gehaltsgeschwängerten Herunterbetern eines Neoliberalismus angeboten, oder sollte man besser sagen, aufgezwungen werden sollen, sind keine Lösungen. Sie lösen vielleicht vermeintlichen Probleme den Wohlstand dieser Herrschaften betreffend aber nicht die Probleme der Masse der Menschen.
     
  10. maiden

    maiden Lever duat us slav

    Viele Witschaftsbosse hier denken, sie könnten einen Zustand erreichen wo sie Löhne wie in Billiglohnländern zahlen, die Leute aber eine Kaufkraft wie in einem Hochlohnland haben.
    Arbeitslose sind nunmal keine guten Konsumenten. Aber genau das sollen alle sein.
     
  11. maiden

    maiden Lever duat us slav

    ich denke aber mal, daß dieser Unwille oder die Unlust, zur Arbeit zu gehen nicht tatsächlich etwas mit Faulheit oder einem grundsätzlichen Widerwillen zu tun hat. Vielmehr wird es wohl so sein, daß viele Arbeitnehmer innerlich gekündigt haben aber eben nicht anders können, als ihre derzeitige Stelle behalten zu müssen. Arbeitnehmer, die in einem angstfreien, offenen Klima arbeiten, wo sie das Gefühl haben, an Entscheidungsprozessen beteiligt und vom Boss ehrlich über die Abläufe unterrichtet zu werden, wo sie fair behandelt und bezahlt werden und nicht das Gefühl haben müssen, über den Tisch gezogen zu werden, zeigen in aller Regel nicht diesen Widerwillen zur Arbeit zu gehen.

    Mein Beispiel: in Bremen war ich bei einem Fotografen beschäftigt, habe 10 Monate lang jeden Tag 2-3-4 Überstunden geknüppelt (in aller Regel weil er die Arbeit nicht koordiniert bekam), habe dafür keine einzige Überstunde bezahlt bekommen, stand teilweise noch Abends um 11 im Studio und kam mir ziemlich verarscht vor. In der gleichen Zeit hat er sich ein neues Auto hingestellt, hat sie ein Haus für 450000 Mark gekauft, hat Geld aus der Firmenkasse genommen, mit dem man eigentlich Investitionen tätigen sollte und hat schließlich die Kündigung ausgesprochen, als Aufträge wegfielen.

    Ich hatte kaum mehr Zeit für Privates.

    In einem anderen Studio beschäftigt, habe ich zwar auch nicht viel mehr verdient, habe aber für jede Überstunde eine Entlohnung bekommen (und hier kam der Chef von sich aus auf mich zu, ohne daß ich danach hätte fragen brauchen), wurde anständig behandelt und bin nie ausgenutzt worden.

    Rate mal wo es mich jeden Morgen angekotzt hat, zur Arbeit zu fahren.

    Und schließlich: bei vielen Leuten in der Strampe ist es vielleicht auch nur dummes gerede wenn sie sich darüber beklagen, wieder zum Schaffen fahren zu müssen. Man labert halt.
     
  12. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Dann wohl sogar wieder mit Gewinn. Hatte was gelesen, daß die Tonnenpreise von 50 auf 500 Euro hochgeschnellt wären. Selbst die CDU (Rüttgers) ist aus diesem Grund im Moment für weitere Subventionen.

    Ich möchte aber nicht den langjährigen Wahnsinn der Subventionen verteidigen.
    Mit den Bauern ist es zur Zeit ähnlich. Die könnte man auch alle mit einem schönen Gehalt nach Mallorca schicken und hätte noch Geld übrig. Man wäre dann aber irgendwann vielleicht Erpressungen anderer Länder ausgesetzt.
     
  13. Macziege

    Macziege New Member

    Was verstehst du unter richtigem Sozialismus?

    Klaus
     
  14. Ollimac

    Ollimac New Member

    Hmm nur würde dafür bei uns keiner zusätzlich eingestellt, wenn ich weniger arbeiten würde und zwar ganz sicher nicht......
     
  15. Ollimac

    Ollimac New Member

    Da stimme ich doch mal voll zu....

    Es ist ja schon bald nicht normal, welche Lobby manche Leute haben die nur ca. 3-5 % (wenn das noch aktuell) zum BIP beitragen.

    Mein VWL Prof hat mal gesagt: " Wenn der Staat allen Bergleuten 2500 Euro steuerfrei in die Hand drücken würde mit der Bendingung sie dürfen alles machen nur keine Kohle aus dem Bergwerk holen würden wir noch Millionen einsparen"
    Soviel auch zum Thema Unflexibilität der Leute oder warum werden immer noch genug Leute Bergmänner??
     
  16. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Das Gegenteil vom Falschen!

    :party:
     
  17. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Bis vor kurzem galt das noch. Nun ist es aber so, daß China seine Kohle aufgrund der guten Konjunktur selbst verfeuert und damit als billiger (und den deutschen Steinkohlebergbau kaputtmachenden) Lieferant ausfällt. Die anderen Lieferanten, z.B. die osteuropäischen Länder, erhöhten daraufhin stark die Preise für Steinkohle, so daß die deutsche Steinkohle bald wieder wettbewerbsfähig ist.
     
  18. sursulapitchi

    sursulapitchi Member

    Mit oder ohne Subvention? :eek: :eek:
     
  19. maiden

    maiden Lever duat us slav

    meine Antwort läßt den Schluß zu, daß neue Technologien nicht immer gebraucht werden, aber selbst wenn sie gebraucht werden, nicht immer zum Vorteil der Menschen sind. Insofern müssen wir andere Wege suchen, als immer nur dem Fortschrittsgedanken anzuhängen. Wachstum hat Grenzen. Und die Lösungen, die uns in den Laberrunden einer Sabine Christiansen von den fettsubventionierten und gehaltsgeschwängerten Herunterbetern eines Neoliberalismus angeboten, oder sollte man besser sagen, aufgezwungen werden sollen, sind keine Lösungen. Sie lösen vielleicht vermeintlichen Probleme den Wohlstand dieser Herrschaften betreffend aber nicht die Probleme der Masse der Menschen.
     
  20. maiden

    maiden Lever duat us slav

    Viele Witschaftsbosse hier denken, sie könnten einen Zustand erreichen wo sie Löhne wie in Billiglohnländern zahlen, die Leute aber eine Kaufkraft wie in einem Hochlohnland haben.
    Arbeitslose sind nunmal keine guten Konsumenten. Aber genau das sollen alle sein.
     

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