1. Liebe Forumsgemeinde,

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    Dies wird in den nächsten Tagen umgesetzt.

    Wir danken allen, die sich in den letzten Jahren für Hilfesuchende und auch für das Forum selbst engagiert haben.

Wegelagerei in der Schweiz!

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von ThoBlue, 9. Juli 2004.

  1. maiden

    maiden Lever duat us slav

    eigentlich ist es fast immer so, daß vor Radarfallen gewarnt wird. Fast immer steht irgendwo ein Hinweisschild. Hier in jeder Ortschaft. Aber selbst wenn das nicht so ist, hat das nichts mit Abzocke zu tun. Ich kann der Logik, daß Radarfallen der Abzocke dienen, weil nicht auf sie hingewiesen wird nicht folgen. Der Hinweis, sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten, erfolgt durch entsprechende Schilder auf denen die zulässige Höchstgeschwindigkeit bekannt gegeben wird. Damit ist dem Hinweis Genüge getan. Verkehrsregeln sind nicht gemacht worden, damit sie jeder für sich nach eigenem Gutdünken auslegt und sich von Zeit zu Zeit andere Regeln schnitzt. Wäre das so, könnte man sie gleich komplett abschaffen.
    Wer sich nicht daran hält, muß die Konsequenzen tragen. In anderen Bereichen des Alltags wird auch nicht noch mal extra auf die Folgen eines Mißbrauchs hingewiesen, kurz bevor die Konsequenzen folgen. Komischerweise weiß jeder, daß er nicht mit einem Metallstift in die stromführende Steckdose langen soll, weil er sonst einen Schlag bekommt. Und auf einem Messer muß auch noch nicht aufgedruckt werden, daß man sich damit verletzen kann.
    Aber vor Radarfallen wollen die Autofahrer immer noch mal gewarnt werden damit sie wissen, an welcher Stelle sie das Tempo drosseln, und ab wann sie wieder Bleifuß fahren dürfen. Sind die Standorte von Radarfallen bekannt, ist deren Sinn und Zweck meist hinfällig. Kurz vor der Radarfalle wird abgebremst, danach gibt man wieder Gas. Das ist die Realität. Wahrlich sehr sinnvoll. Und wenn es dann doch mal unverhofft blitzt, ist man fürchterlich empört und regt sich über die vermeintliche Abzocke auf, statt sich an die eigene dumme Nase zu fassen.
    Wenn ich in eine Ortschaft hineinfahre brauche ich nicht noch mal einen extra Hinweis, der mich auf die nun folgene Blitzanlage aufmerksam macht. Ich halte mich einfach an die generell geltenden 50 mit geringer Toleranz hin zu 55, weil ich weiß daß mein Tacho etwas weniger anzeigt. Schon deshalb, weil im Falle eines Unfalls mir nachher kein Gutachter und Richter den Vorwurf machen kann, daß ich das Kind, das da unvorsichtigerweise über die Straße lief, noch leben könnte, wenn ich nicht 15 oder 20 Km/h zu schnell gefahren wäre.
    Beispiel aus er Praxis? Ein Autofahrer wird verurteilt, weil er statt mit den in Ortschaften zulässigen 50 Km/h etwa 70 Km/h gefahren ist und ein Kind über den Haufen fuhr. Hätte er sich an die zulässige Höchstgeschwindigkeit gehalten, hätte er das Kind nicht erfaßt, sondern wäre davor zum Stehen gekommen, denn gebremst hatte er ja. So aber überfuhr er das Kind.
     
  2. turik

    turik New Member

    Dem Aschie spendier' ich ein Bier.
    Ein Alkoholfreies natürlich.

    :)
     
  3. Aschie

    Aschie New Member

    Aber hier in München nicht. Und mir fällt da noch die Gegend um Pforzheim ein und auch eine Ecke in Freiburg, wo das nicht so ist.

    Ich schon. Es ist sicher nicht in jedem Fall so. Aber nochmal: Wenn es um Sicherheit geht, kann man ja auch auf die konsequente Kontrolle der Vorschriften sowie deren Folgen bei Nichteinhaltung hinweisen. Gerade an Unfallschwerpunkten finde ich sowas durchaus richtig.

    Das ist im Prinzip richtig. Aber mal ehrlich: Bist DU in der Lage zu jedem Zeitpunkt an jedem Ort jede Gefahr sofort und richtig einzuschätzen und angemessen zu reagieren? Ich bin's nicht.

    Nicht unbedingt. Wenn z. B. an einer unfallträchtigten Kreuzung langsam gefahren werden muss, hat es seinen Zweck erfüllt.

    Das ist im Prinzip auch richtig. Aber man muss sich den Einzelfall genauer anschauen.

    Prinzipiell auch richtig. Nochmal: Wenn es sich um einen Unfallschwerpunkt handelt, kann man durchaus darauf hinweisen. Gerade als Ortsfremder würde das helfen, weil man die kommdende Gefahrenstelle nicht kennt.
    Ich hab's selbst schon erlebt: man fährt 50 durch einen fremden Ort. Das Ortsende-Schild und das 70er-Schild dahinter sind nur noch ca. 20-30m entfernt. man beschleunigt noch etwas und in diesem Moment blitzt es. Was soll das? Wenn die betreffende Gemeinde will, dass exakt an dieser Stelle für 20-30m auf jeden Fall noch 50 gefahren wird, kann man das ja deutlich machen, oder?

    Das kannst Du halten, wie du es für richtig hältst. Ich hingegen werde nicht jede Vorschrift kritiklos hinnehmen.

    Hätte ..., wäre ..., Das ist ist bedauerlich, aber man muss sich eines klarmachen: Totale Sicherheit gibt es nicht. Das kann auch passieren wenn man nur 30 statt der erlaubten 50 fährt. Natürlich müssen Radarkontrollen sein, keine Frage. Leider gibt immer noch viel zu viele Leute, die auf die Einhaltung der Regeln pfeifen. Aber es kann und darf nicht sein, dass Staat und/oder Gemeinden das als zusätzliche Geldquelle betrachten. Offen wird das von den Verantwortlichen sicher nicht zugegeben, aber es gibt mehr als genug Indizien dafür. Auch in Behörden sitzen Menschen und die machen Fehler bzw. denken nur an ihren eigenen Vorteil. Und wie gesagt: Ich werde nicht alles kritiklos hinnehmen, was man mir vorsetzt. Ich habe gelernt, zu hinterfragen.
     
  4. Aschie

    Aschie New Member

    Au ja, und das schlürfen wir dann gemeinsam! :D
     
  5. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Halli Hallo,

    Es ist doch volkommen egal , ob und wenn wer mit dem Geld der Strafen für Geschwindigkeitsübertretungen etwas verdient!! Einzigallein entscheiend ist doch die Tatsache daß man, wenn man bei einer Übertretung erwischt wurde , erwiesenermassen gegen die geltenden Regeln verstossen hat, und dafür selbstverständlich auch bestraft wird.

    Ich kann nicht verstehen wie man sich darüber aufregen kann. Wenn einem die Regeln nicht gefallen dann darf man eben keinen Fühersschein machen oder soll S-Bahn fahren!

    Nur zur Info, ich hab schonmal meinen Schein abgeben dürfen und auch schon ein paar mal etwas mehr oder weniger Geld nach Viechtach (=Zuständige Stelle für Verkehrsordnungswidrigkeiten in Bayern) überweisen dürfen. Trotzdem weiss ich natürlich warum, ich bin schlicht und einfach schneller gefahren als erlaubt, und folglich jedes einzelne Mal selber schuld gewesen. (Inzwischen fahr ich auch wirklich wesentlich vernünftiger!)

    Ich finde bei über 7000 Verkehrstoten jedes Jahr sollte man ruhig ein paar Radarfallen mehr aufstellen. Vor allem könnte man die Strafgebühren raufsetzen, vielleicht nicht so übertreiben wie die Schweizer, aber wenn ich für zu schnelle 15KmH (innerorts) nur 20 Euro zahlen muss, ist das doch recht schnell wieder vergessen.
    Naja aber da wird sich in Deutschland lange nix ändern, dazu sind wir doch viel zu automobil veranlagt. Während in der Schweiz Studien bemüht werden wie man die Zahl der Verkehrstoten auf 0 (!!) senken könnte, denkt man hierzulande über den Führerschein ab 17 nach... (Kopfschütteln)

    Wer zu schnell fährt muss das Risiko von Geldbussen oder auch Unfällen in Kauf nehmen oder es bleiben lassen...

    Grüazi, Schaumberger
     
  6. hm

    hm Active Member

    Die Dinge die mich unter anderen dabei stören sind:

    - die Pauschalisierung des Bergriffs >Raser<:
    Heute wieder im Localradio gehört. Da wurde das Wort im Zusammenhang mit einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 10 km/h innerorts erwähnt. Liebe Leute, - ich hab beim Autofahren auch noch andere Dinge zu tun als alle 10 Sekunden die Geschwindigkeit auf meinem Tacho zu kontrollieren. Den Unaufmerksamkeit ist auch ein Hauptgrund für viele Unfälle.

    - den Hinweis auf Radarfallen in den örtliche Radiosendern: Weil es hierbei nicht um die Sicherheit sondern rein nur um Einschaltquoten geht ( ..haben hier 3 lokale Radiostationen). Zudem fiel mir schon auf, an den genannten Orten wird kurz gebremst um danach gleich wieder kräftig auf den Pinsel zu drücken. Sinnlos..., da damit sicherlich keinerlei Erziehungseffekt verbunden ist und sollte deshalb generell verboten werden. Wenn ich Erwischt werde, hab ich eben Pech gehabt und muss dafür gerade stehen.

    - Sinnlose Geschwindigkeitbegrenzungen:
    Oft wird die Geschwindigkeit an Stellen ohne sichtbare Gefahr auf ein Maß begrenzt für die es keine erkennbaren Gründe gibt, oder man gibt Gründe vor die absolut an den Haaren herbeigezogen sind. Z.B. aufgrund von Lärmbelästigung obwohl weit und breit kein Haus zu sehen ist und zudem die Fahrbahn <tiefergelegt> wurde und außen auch noch ein Lärmschutz angebracht wurde. usw. Andererseits in anderen Bereichen, wo´s nötig wäre herrscht dafür freie Fahrt. Absicht oder nur Dummheit ???

    Grüsse Heinz
     
  7. turik

    turik New Member

    Schaumberger tickt nicht wie turik.
    Am Besten lassen wir unsere Beiträge einfach so stehen.
     
  8. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Na, na so schlimm ist auch nicht gleich....

    Freilich gibts nun wirklich vllkommen schwachsinnige Begrenzungen, und dagegen ist auch wiklich sehr ehrenvoll.
    aber solange die Begerenzung besteht muss man sich wohl oder über dran halten. Wenn mans denn doch nur übersehen hat, kann man in sich gehen und sich vornehmen beim nächsten mal besser aufzupassen ;-)
     
  9. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Letztlich ist es doch egal, ob vor Geschwindigkeitskontrollen gewarnt wird oder nicht.

    Warum? Weil man IMMER verkehrsgerecht fahren sollte und JEDERZEIT und JEDERORTS mit einer entsprechenden Überwachung der Einhaltung der Gesetze rechnen darf.

    Eigentlich ist es ganz einfach: Wer ordentlich fährt, muss keine Radarfallen fürchten - und lauerten sie alle zehn Meter.

    Wem`s nicht gefällt und schneller fährt, der zahlt eben. Ist quasi ein verlorener Spieleinsatz im alten Räuber-und-Gendarm-Spiel. So what?
     
  10. maiden

    maiden Lever duat us slav

    Ist auch scheißegal. Halt Dich einfach an die Regelung, deren Sinn sich Dir nicht immer erschließen muß, da Du im seltensten Fall den dafür nötigen Einblick in örtliche Gegebenheiten hast um zu einem abschließenden Urteil zu kommen. Jeder Autofahrer glaubt, beurteilen zu können, warum er sich nun ausgerechnet nicht an die Regelung halten muß. Ob vor Ort ein Unfall oder Gafahrenschwerpunkt besteht, ob es um Lärm-oder Umweltschutz geht, weiß man meist nicht. Und selbst wenn darauf hingewiesen wird, interessiert es viele Autofahrer einen Dreck weil sie einfach kein Einsehen haben.


    Dann fang schon mal an Schilder mit langen Erklärungen aufzustellen, für die sich im Vorbeifahren auch wieder keine Sau interessiert.

    Eben drum halt Dich einfach dran


    Und ob das ein Bereich ist, der eine solche Maßnahme rechtfertigt, beurteilt jeder Autofahrer anders, wie die Praxis zeigt. Jeder für sich und jeder wie er es gerade brauchen kann.


    jo, genau dafür ist immer Zeit. Regeln sind nunmal oft starr weil eine flexible Regelung nicht immer praktikabel ist. Und wenn man die Auslegung der Regeln der Eigenverantwortung jedes einzelnen überläßt, kommt meist nur Müll raus.


    wer die Zeit nicht hat, die 20 - 30 Meter noch zu warten bis er auf die Tube drückt, dem kann man eh nicht mehr helfen.
    Ich nehme auch nicht jede Vorschrift einfach hin und wehre mich gegebenenfalls. Aber wie schon gesagt - in einem Berecih wo es vielen nicht nur am nötigen Einblick sondern auch an der nötigen Einsicht mangelt, gibt es irgendwann restriktive Maßnahmen. Sie gehen der Mißachtung von Regeln nicht voraus sondern sind eine Folge davon. Die Autofahrer haben es also selbst in der Hand.

    Denkfehler! Hältst Du Dich an die Regel, kann man Dir nicht ans Bein piukeln. Darum geht es.

    Und was die Regeln angeht, wende Dich an die Uneinsichtigen und Rücksichtslosen unter den Autofahrern. Ihnen hast Du es zu verdanken, daß man Dir die Fähigkeit abspricht, Regeln von Zeit zu Zeit und von Ort zu Ort nach Deinen Erfahrungen, nach Deinen Fähigkeiten und nach Deiner Urteilskraft selbst auszulegen. Wenn allo so einsichtig, umsichtig und rücksichtsvoll wären wie Du, bräuchte es keine Regeln.

    Man kann noch ewig so weiterdiskutieren, aber es ändert nichts an der Tatsache, daß JEDER Autofahrer selbst Schuld ist, wenn es ihn erwischt. Jeder hat es selbst in der Hand.
     
  11. aoxomoxoa

    aoxomoxoa New Member

    oh mann... wie seid ihr denn drauf. solch bescheuerte argumente für geschwindigkeitskontrollen habe ich ja schon ewig nicht mehr gehört. mich haben sie vor 7 oder 8 jahren am flughafen frankfurt mit 145 geblitzt..... bei erlaubten 100 kmh. der witz daran ist: die autobahn ist 4 spurig... und geblitzt wurde ich an einem sonntagmorgen um 6h30 ... :rolleyes: :rolleyes: dafür durfte ich dann 4 wochen nicht fahren und 2500 dm abdrücken. wohlgemerkt sonntagsmorgens um 6h30.

    .... am einfachsten wäre es doch die geschwindigkeiten wie hier in frankreich zu regeln... nicht 15 verschiedenen sondern klar festgelegte: autobahn: 130 / bei regen 110, landstrassen 90 / vierspurig ausgebaut 110.. innerorts 50 und das wars schon. man weiss immer wo man dran ist. und wenn schneller fährt egal wo dann kosten die ersten 19km 90 euro. die müssen in bar oder mit franz. scheck bezahlt werden. kann man nicht.... nehmen die scheriffs das auto mit und man kann es auslösen. innerhalb der ersten drei tage für 180 euro. innerhalb von 15 tagen für 750 euro und dann gibts noch ne stufe. wirds dann nicht abgeholt wirds blitzschnell versteigert.
     
  12. Aschie

    Aschie New Member

    @maiden
    Ha! Hab's mir doch gedacht, dass du das nicht unkommentiert stehen lässt. ;-)

    Ist es nicht definitiv nicht! Definitiv nicht. Nichts ist scheißegal!

    Na, na, na! Wenn du mich persönlich damit meinst, könnte ich deine Haltung als Überheblichkeit auffassen. Was ich beurteilen kann und was nicht, musst du schon mir überlassen.

    Ich habe nicht "auf die Tube gedrückt"! Ich hab das gemacht, was alle machen, wenn man den Ausgang sieht: LEICHT beschleunigt.

    OK. Wenn du das so siehst ...
    Ich für meinen Teil werde "Regeln" immer mal wieder hinterfragen und ggf. anzweifeln. Mich auch mal wehren dagegen, wenn es nötig wäre.

    In diesem Punkt muss ich dir allerdings zustimmen.

    Seh' ich nicht ganz so. Ich habe es schon erwähnt: Es kann nicht sein, dass sich Staat/Behörden/Gemeinden auf Grund von Fehlverhalten anderer bereichern. Das Beispiel von turik zeigt, dass die dortigen Behörden gar kein Interesse haben, deutlichere Verkehrszeichen aufzustellen. Warum wohl?

    Bei www.radarfalle.de heißt es: "Verkehrsüberwachung ist in Deutschland längst ein Milliardengeschäft geworden!" Vielleicht lohnt mal eine E-Mail dahin, wie die darauf kommen.

    Ehrlich gesagt, deinen Texten entnehme ich, dass du dich gerne an Vorschriften hältst, weil du dich damit auf der sicheren Seite wähnst. Ich sagte es schon: Tu' was du für richtig hältst.
    Ich weiß nur eins: Man muss sich nicht alles gefallen lassen, auch und gerade von Behörden nicht. Ich finde es nicht in Ordnung, wenn Menschen (und das sind auch Autofahrer) bewusst in eine Falle gelockt werden, um abzukassieren. So geht es nicht.
    Und was die strikte Einhaltung von Vorschriften angeht: Auch hier darf man NIEMALS vergessen, das Hirn eingeschaltet zu lassen. "Ich habe mich nur an die Vorschriften gehalten." Dieser Satz wird leider allzuoft von Leuten gebraucht, die selbst nicht denken können oder wollen.
     
  13. Aschie

    Aschie New Member

    Eben. Von solchen Fällen rede ich. Warum musste da sonntagmorgen um 6.30 Uhr ein Radar stehen? An einer 4spurigen Autobahn? Womöglich warst du da mutterseelenallein. Ist das jetzt Abzocke oder nicht?
     
  14. maiden

    maiden Lever duat us slav

    Soso. Du hast also leicht beschleunigt. Tut mir leid, aber wenn man nur leicht beschleunigt reichen 20 - 30 Meter allemal aus um von 50 aus unterhalb der erlaubten 70 zu bleiben.
    Und es kann nicht sein, daß sich Staat und Behörden am Fehlverhalten anderer bereichern? Erstens zeigt eine ganze Reihe von Untersuchungen, daß die Mär von der angeblichen Bereicherung der Behörden so generell nicht stehen bleiben kann und zweitens ist es meiner Meinung nach schiere Dummheit wenn man der Bereicherung durch einfaches Einhalten der für alle geltenden Regeln entgehen kann, es aber nicht tut. Und schließlich zeigt eine ganze Reihe weiterer Untersuchungen, daß ein großer Teil der Geschwindigkeitsüberschreitungen und das Groß der schwerwiegenden Verstöße auf ignoranter Rücksichtslosigkeit beruhen und nicht auf kleinen Versehen. Dies geht immer auf Kosten der Freiheiten anderer und stellt oft eine Gefährdung anderer Teinehmer dar, was wiederum ein Beleg dafür ist, daß eine ganze Reihe von Verkehrsteilnehmern eine LechmichamArsch-Haltung gegenüber den Interessen der überwiegenden Mehrheit haben.

    <<Was ich beurteilen kann und was nicht, musst du schon mir überlassen.>>
    Im Ernst? Ich spreche Dir und den meisten anderen, mich eingenommen, einfach mal ab, daß sie immer in der Lage sind, den Sinn von Geschwindigkeitsbegrenzungen vor Ort beurteilen zu können. Erst Recht dann, wenn man als Ortsfremder unterwegs ist. Im bloßen Vorbeifahren und unter dem Einfluß eines gewissen Ärgers erschließt sich den meisten Autofahrern eben nicht ob es sich bei der momentanen Begrenzung um eine wegen Lärmschutzes, hoher Unfallzahlen, gefährlicher Streckenabschnitte oder anderer Gefahrenquellen handelt. Was im Augenblick sich als übersichtliche und freie Strecke erweist, wo eine Geschwindigkeitsbegrenzung keinen Sinn zu machen scheint, ist zu anderer Zeit und unter anderen Bedingungen eben nicht mehr ungefährlich, oder erweist sich schon nach nur hundert Metern als eine Strecke, die uneben ist oder an deren Straßenrändern Feldwegeinfahrten oder Ausfahrten von Bauernhöfen angrenzen. Beispiele gibt es viele und die Aufzählung würde hier den Rahmen sprengen.
    Ich komme aus Norddeutschland wo oft lange gerade Strecken mit 70 km/h ausgeschildert sind, deren Sinn sich vielen Autofahrern nicht erschließt. Spätestens bei 120 km/h und einem plötzlich auf die Landstraße einbiegenden Bauerngespann wird dann doch den meisten schlagartig klar, warum man hier besser mit verminderter Geschwindigkeit unterwegs ist. Für viele kommt die Einsicht allerdings zu spät. Die Folgen solch individueller Urteilsfähigkeit, die jeder für sich beansprucht, läßt sich dann sehr schön an, teils bis in drei Metern Höhe abgschälten Bäumen, am Straßenrand abgestellter Blumensträuße und Holzkreuzen ablesen.
    Wer je einen solchen Unfall original und unmittelbar erlebt hat, der denkt über die Urteilsfähigkeiten der Autofahrer anders. Auch über seine eigene.
    Und schließlich sind flexible Verkehrsregelungen einfach nicht immer möglich. Sprechen nun technische oder andere Gründe dagegen.

    Und letztendlich sind es immer die Autofahrer selbst, die jeder für sich und nach seinen individuellen Bedürfnissen und Meinungen festlegen wann Regelungen nun ausgerechnet für sie und jetzt nicht zu gelten haben oder unsinnig sind. Selbst flexible Regelungen, wo Geschwindigkeitsbegrenzungen der jeweiligen Verkehrslage oder den Witterungverhältnissen angepaßt werden, werden von jedem Autofahrer noch einmal einer individuellen Beurteilung unterzogen und von vielen dann auch wieder anders gewertet, als dies gerechtfertigt wäre. Zahlreiche Unfälle sprechen hier eine deutliche Sprache und zeigen, daß ein Großteil der Autofahrer eben nicht beurteilen kann, ob Regelungen gerade begründet sind oder unsinnig. Natürlich und logisch lassen sich die Urteilsfähigen von den Urteilsunfähigen schlecht trennen.

    Daher ist es oftmals einfach nötig generelle Beschränkungen zu erlassen.

    <<Bei www.radarfalle.de heißt es: "Verkehrsüberwachung ist in Deutschland längst ein Milliardengeschäft geworden!" Vielleicht lohnt mal eine E-Mail dahin, wie die darauf kommen.>>

    HAR HAR HAR. Daher weht also der Wind. Weitere Diskussion überflüssig. Wer sich deren Seite und die dahinter steckende Ideologie mal genauer anschaut, der weiß mit welchem Schlag an Verstand und charakterlicher Eignung man es bei diesen Hanseln zu tun hat. Daß dort nicht noch zum offenen Verstoß gegen andere Verkehrsregelungen aufgerufen wird, fehlt noch. Und wer die Standorte von Radaranlagen bekannt macht um die Raser und Rücksichtslosen dieser Welt vor der gerechten Strafe zu schützen, hat meiner Meinung nach den Schuß nicht gehört. Meist findet bei den Verfechtern einer Freie-Fahrt-für-freie-Bürger-Mentalität ein Umdenken erst statt, wenn sie selbst oder einer ihrer Verwandten und Freunde Leidtragender geworden ist, wenn ein Autofahrer meinte, die Regeln nach seinen Vorstellungen und nach Bedarf zu ändern.

    Übrigens habe ich diesen Scheinheiligen mehrfach Emails geschrieben, ohne je eine Antwort zu erhalten. Weitere Versuche erachte ich als überflüssig.

    <<Ehrlich gesagt, deinen Texten entnehme ich, dass du dich gerne an Vorschriften hältst, weil du dich damit auf der sicheren Seite wähnst. Ich sagte es schon: Tu' was du für richtig hältst.>>

    Es ist, und das scheinen viele einfach nicht begreifen zu wollen, in einer Gemeinschaft wo sich viele bewegen einfach unerläßlich, Regeln zu erlassen. Jede Gesellschaft, jede Gruppe tut das irgendwann automatisch, weil sich immer zeigt, daß verbindliche Regeln nötig sind um dem Einzelnen Sicherheit zu geben. Sicherheit vor jenen, die glauben sie müßten ihre Ansicht von Freiheit durchsetzen und ihre Freiheiten auf Kosten anderer ausleben.
    Jede noch so kleine Gruppe gibt sich irgendwann Regeln, jede Familie, selbst wenn nur zwei Menschen längere Zeit miteinander auskommen müssen, entsteht ein Regelwerk.
    Im Straßenverkehr sind verbindliche Regelungen einfach unumgänglich.
    Diejenigen, die sich nicht daran halten und glauben, sie müßten oder dürften sich ihre eigenen Regelungen schnitzen, sind ein schlechtes Vorbild für alle anderen, erzeugen Aggressionen, bringen andere in oft in Gefahr und sind die Mitschuldigen am Entstehen einer Ellbogenmentalität unter der schließlich die ganze Gemeinschaft zu leiden hat.

    <<Ich weiß nur eins: Man muss sich nicht alles gefallen lassen, auch und gerade von Behörden nicht. >>

    Richtig, und man kann sich dagegen wehren. Aber nicht indem man Verkehrsregeln vor Ort einfach mißachtet.
    Damit ändert man nämlich nur eins: daß die Regeln weiter verschärft werden.
    Wieder auf Kosten und zum Nachteil aller!

    Immer noch nicht begriffen, daß verschärfte Verkehrsregelungen gerade die Folge von Mißbrauch und mangelnder Einsicht der Autofahrer sind?

    <<Ich finde es nicht in Ordnung, wenn Menschen (und das sind auch Autofahrer) bewusst in eine Falle gelockt werden, um abzukassieren. So geht es nicht. >>

    Lustige Einstellung. Das erklärt natürlich vieles. Autofahrer werden bewußt in eine Falle gelockt. HAR HAR HAR.

    Womöglich steht irgendwo ein Schild mit der Aufschrift: "Hier darf gerast werden". 50 Meter weiter steht ein Blitzer. Das Schild mit der 30er-Zone hat man versteckt. Hi Hi.

    Ich wußte auch noch gar nicht, daß das Aufstellen von Geschwindigkeitsbegrenzungsschildern und die anschließende Kontrolle der Autofahrer eine Falle darstellen. Merke: wenn irgendwo ein Blitzer steht, steht vorher kein Schild das alle Begrenzungen aufhebt. Und meist auch ein Schild das die Rücksichtslosen vor dem Blitzer warnt.
    Ich mag nicht ausschließen, daß man manche Schilder übersehen kann, siehe mein eigenes Beispiel, aber eine Falle war es trotzdem nicht, sondern meine Unaufmerksamkeit.

    <<Und was die strikte Einhaltung von Vorschriften angeht: Auch hier darf man NIEMALS vergessen, das Hirn eingeschaltet zu lassen. "Ich habe mich nur an die Vorschriften gehalten." Dieser Satz wird leider allzuoft von Leuten gebraucht, die selbst nicht denken können oder wollen.>>

    In der Tat - ja. Aber die meisten Unfälle werden nunmal nicht von jenen verusacht, die sich den Regeln entsprechend verhalten, sondern von jenen, die glauben, sie könnten sich ihre eigenen Regeln zurechtbiegen - an den für alle anderen geltenden Regeln vorbei.
     
  15. turik

    turik New Member

    Ich fahre vorsichtig und innerorts vielmals weniger als signalisiert, nach Erich Kästner: Wer keine Angst hat, hat keine Fantasie. Das Schlimmste wäre für mich, jemanden durch Unachtsamkeit zu verletzen oder zu töten, selbst wenn es sich auch nur um ein Tier handelt.

    Ist die Signalisation in Ordnung, wenn "mein" beschriebener Kasten zwischen 400 und 500 Mal pro Tag blitzt?
    Das sind über 4 Millionen Euro Bussgeldeinnahmen im Jahr.
    Natürlich alles hirnverbrannte, dumme, uneinsichtige Raser, nicht wahr?


    Mich widern weitschweifige, moralinsaure Monolge zu diesem Kotzthema an.
    Denn andererseits latschen wir mit Warnjacke, Handy und Taschenlampe nachts als Bürgerpatrouillen durch unsere einbruchsgeschändeten Wohnquartiere, wo sich keine Polizeistreife jemals hineinverirrt, und der Fido darf auch mitkommen und bellen, wenn er was bemerkt. Alles ohne Bezahlung natürlich.
    Und wenn der widerwillig ankommende Polizeier Einbruchspuren protokollieren muss, wie bei uns im Dezember, muss ich der Versicherung im Nachhinein noch die zusätzlichen Beschädigungen an weiteren Fenstern nachmelden, die er mangels Interesse übersah.

    Ich bin inzwischen so verbittert, dass ich als Zeuge einer schweren Sachbeschädigung (Vekehrsampel umgefahren mit Fahrerflucht) erschrak über meine eigene ungewohnte Reaktion: Ich rannte nicht nach vorne, um allenfalls das Nummerschild noch schnell abzulesen. Das fehlte noch, dass ich dann treuherzig zu einer solchen Polizei gehe, meine Zeit dort und bei späteren Zeugeneinvernahmen (selbstverständlich kostenlos) vergeude.

    Nächste Woche treffe ich den Journi einer grossen Pendlerzeitung ("20 Minuten"), der die Story der absichtlich schwachen Signalisation gross bringen will. Ich halte meinen Kopf in die Zeitung, was ich bislang noch nie tat. Wahrscheinlich wird mir dann in weitaus grösserem Stil ans Bein gepinkelt, aber das will ich mal in Kauf nehmen.
    Die Polizei-Vorgesetzen (auch der Vorsteher des Finanzdepartementes, der das alles ebenfalls enthusiatisch verteidigt) zerstören die Identifikation der Einwohner mit dem Staat.

    Und wenn uns dann alles Wurscht ist, wird es eine Welt sein, wo es rundherum kracht und wir einfach nur noch gleichgültig die Fensterläden zumachen.

    *augenrollböseblickvisage*
     
  16. Aschie

    Aschie New Member

    Ich war INNERHALB der erlaubten 70! Ein paar Meter vor dem Ortsende-Schild stand eine Blitze (nein, ich hab sie nicht gesehen!) und die hat mich dann mit 60 oder so erwischt. Nochmal: Wir reden hier von ca. 5m VOR dem Ortsende-Schild.
    Außerdem brauche ich mich vor dir nicht verteidigen.

    Wenn du das für eine Mär hältst, glaube ich, dass du dich gewaltig irrst.

    Ja, im Ernst!

    Nochmal: Du irrst dich, wenn du glaubst, dass Behörden IMMER lautere Absichten und NUR den Schutz des Bürgers im Sinn haben. Ich behaupte NICHT, dass das alle machen. Aber doch einige. Ich verweise nochmal auf auf das Beispiel von turik. Außerdem: "Lustig" finde ich das wirklich nicht.

    Jetzt wirst du albern.

    Aber erklär' mir doch mal, warum es zwingend notwendig ist, Radarkontrollen derart zu tarnen, wie auf den Eingangsfotos von ThoBlue zu sehen?

    Fassen wir nochmal zusammen:
    Du sagst: "Halt' dich immer an die Vorschriften, dann passiert nix."
    Ich sage: Das ist zwar im Prinzip richtig, aber das reicht mir nicht. Es gibt nun mal Fälle, in denen geht es den Überwachern nur um die Einnahme von Geld. Und wenn man in so eine "Falle" getappt ist, muss man sich wehren. Evtl. im Vorfeld schon, indem man gegen bestimmte Verkehrsvorschriften klagt.

    Falls es dich interessiert: Ich wohne in einem kleinen Dorf mit ca. 1,3 Milionen Einwohner im Süden der Republik. Ich weiß, was ich hier jeden Tag sehe, höre und erlebe. Es kommt hier durchaus vor, dass Bürger gegen unsinnige Verkehrsvorschriften protestieren.

    Ich denke, ich habe meinen Standpunkt hinreichend dargelegt. Wenn du mich nach wie vor für einen rasenden Idioten hältst, ist das dein gutes Recht. Ich halte mich nicht für einen rasenden Idioten.
     
  17. JFK2003

    JFK2003 New Member

    Zahllose Kilometer in vielen Jahren gefahren - und nicht einmal geblitzt worden. Ist doch eine schöne "Abzocke", die man mit ein wenig eigener Verantwortung leicht umgehen kann, oder? ;)
     
  18. Aschie

    Aschie New Member

    Das hast du schön gesagt. Ich geb' dir auch ein Bier aus. Aber MIT Alkohol, ich komm' nämlich mit dem Taxi. ;)
     
  19. aoxomoxoa

    aoxomoxoa New Member

    .... dem ist nichts hinzuzufügen !!
     
  20. Macowski

    Macowski New Member

    .... dem ist nichts hinzuzufügen !! :D
     

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