1. Liebe Forumsgemeinde,

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Wegelagerei in der Schweiz!

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von ThoBlue, 9. Juli 2004.

  1. suj

    suj sammelt pixel.

    und wer hats erfunden? :D


    In Frankreich haben sie vor 4 Jahren pro x Verkehrstote eine schwarze Figur am Straßenrand abgestellt. Das fand ich auch beeindruckend. Hat irgendwie Muffen gemacht, und man ist vorsichtiger gefahren, da standen teils echt viele Figuren rum!

    :crazy:
     
  2. p.i.t.

    p.i.t. Ural-Silber

    ah, ein insider... dann weisst du sicher auch wie die kleinere einheit davon heisst? TZ (= Toblerone-Zacken). 1 TR = 20 TZ...
     
  3. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Fürs Gasgeben würde eine MMF-Fresse ausreichen! :bart:
     
  4. dotcom

    dotcom New Member

  5. aoxomoxoa

    aoxomoxoa New Member

    naja stimmt und stimmt doch nicht. die aufgestellten gruppen sind normalerweise nicht grösser wie drei personen. allerdings steht dann immer dabei wieviel tote es in wieviel jahren dort gegeben hat. für ausländer, touristen und vorsichtige ist das schon sehr abschreckend..... für einheimische trotz sehr hoher strafen leider nicht.... die rasen dort weiter ohne rücksicht auf verluste ;( ;(
     
  6. suj

    suj sammelt pixel.

    stimmt, hab das falsch in Erinnerung, da standen die zahlen dabei...

    fands aber gruselig
     
  7. aoxomoxoa

    aoxomoxoa New Member

    jaja sei nur ironisch :) ...zu der zeit habe ich noch in der bundesrepublik gewohnt und mich noch mit toskanischem wein auseinandergesetzt.... und musste, wollte ich nicht über diesen seltsamen alpenstaat mit ö am anfang und h am ende über die schweiz. nach dem dritten oder vierten mal bin ich dann aber doch über österreich gefahren. über st. remy wäre es dann doch zu weit. :D :D :D
     
  8. aoxomoxoa

    aoxomoxoa New Member

    das ist es... aber ich merks an mir - nach ein paar jahren nimmt man es kaum noch wahr.. leider.
     
  9. turik

    turik New Member

    Weil's grad so schön passt:
    In Zürich quert dank einer Bausünde der Siebzigerjahre eine Haupttransitachse ein städtisches Wohnquartier. (70'000 Fahrzeuge täglich)
    Die Strasse ist mit 60 km/h signalisiert, mit der Ausnahme von 1300 Meter im Wohnquartier, dort sind es nur 50 km/h. Diese 50 km/h-Signalisation ist kleinstmöglich und entspricht laut Polizei "den gesetzlichen Vorschriften".
    Und das ist die Grundlage für vier landesweit bekannte Radarfallen auf diesem kurzen Teilstück. Es werden nachweisbar Millionen abkassiert.

    Seit annähernd zwei Jahren beantrage ich in regem Briefwechsel, dass dort - im Sinne eines partnerschaftlichen Verhaltens der Polizei und aus Rücksicht auf die Anwohner - die 50-er Signalisation verdeutlicht wird. Es wären zwei oder drei 50-Tafeln an idealer Stelle, im direkten Blickfeld der Verkehrsteilnehmer, innert Stunden montiert. Ich habe das mit Fotomontagen veranschaulicht. Die einzige Reaktion: Dank neuer Lasermessgeräte wird die Messtoleranz von bisher 5 km/h auf neu 3 km/h verschärft. Was bislang 40 Mäuse kostete, wird neu 120 kosten.

    Gestern hat mir die Vorsteherin des Stadtzürcher Polizeidepartementes, Esther Maurer, in einem zweiseitigen Brief mitgeteilt, dass diese verbesserte Signalisation nicht in Frage kommt. Auch nicht mal ansatzweise.

    Das sind nicht Raser, die dort geblitzt und abkassiert werden, sondern viele Ortsunkundige, die die versteckten Signale übersehen, aber auch Routiniers tappen auch wieder mal in die Falle, weil die gut ausgebaute Strasse und der bergabwärts rollende Verkehr unbewusst dazu verleiten.

    Es geht um viel Geld. Bussgeldeinnahmen.
    Mir tun die Mannschaften im uniformierten Dienst leid, die für solche Vorgesetzte bei ihrer täglichen Kragenarbeit Leib und Leben auf's Spiel setzen.
     
  10. Macowski

    Macowski New Member

    Abgelehnt!
    Das es auch anders geht, beweist maiden, DAS Vorbild des korrekten Autofahrers. :cool:
     
  11. maiden

    maiden Lever duat us slav

    ich bin bisher ein Mal reingefallen. Auf einer Strecke, die ich jeden Tag von und zur Arbeit fuhr. Von Bremen nach Worpswede. Lilienthaler Heerstraße. Vorher waren 60 ausgeschildert. Alle paar hundert Meter ein Schild. Das konnte man nicht übersehen. Dann begann der Bau der Straßenbahnlinie und die Streckenführung wurde an neuralgischen Punkten aufgrund baulicher Probleme teils täglich geändert. Irgendwann ist in diesem Gewühl von Schildern, Barken, Pfeilen und Markierungen untergegangen, daß die 60er-Schilder abmontiert und stattdessen ein (1) Schild am Streckenbeginn platziert wurde auf dem in relativ kleiner Schrift "Ortsverkehr 50 km/h" geschrieben stand. Natürlich wurde das Schild übersehen, auch von mir. Und so wurde ich für 64 Km/h zur Kasse gebeten. Hat mich zwar mächtig geärgert und vielleicht wäre ich mit entsprechendem Protest und Ausdauer auch mit dem Widerspruch durchgekommen, aber ich hatte keinen Bock, zumal es ja auch nicht so teuer war.

    Trotzdem - Geschwindigkeitsüberwachung und Kontrolle sind wichtig und richtig. Und wenn´s der Autofahrer nicht bei sich selbst schafft, muß es halt ein anderer tun. Wenn ich sehe, wie Leute durch verkehrsberuhigte Bereiche und Wohngebiete brettern, selbst Kinder haben, aber keinerlei Rücksicht nehmen, dann können die Strafen nicht hoch genug sein. Von mir aus könnten wesentlich schneller und früher Fahrverbote ausgesprochen werden um die Leute zur Vernunft zu bringen, aber dann wird wieder rumgejammert, daß man seiner Existenz und Mobilität beraubt wird. Was bleibt also? Geldbußen, genau. Jeder hat es selbst in der Hand. Wer´s nicht rafft, ist selbst Schuld. Jeder kann mal ein Schild übersehen aber die meisten sind einfach nur Gedanken- und Rücksichtslos.
    Eltern die sich für die Einführung von 30er-Zonen im Bereich eines Kindergartens einsetzen, damit Erfolg haben und anschließen zu den Hauptsündern zählen, wenn genau dort geblitzt wird. So ein Beispiel zeigt mit deutlich - jeder denkt nur an sich und an seinen momentanen Vorteil. Und der Zeitgewinn steht oft in keinem Verhältnis zum Risiko.
    Radarfallen sind entgegen der weit verbreiteten Meinung auch keine Staatssäckelfüller. Die Einnahmen decken im Allgemeinen gerade mal die Ausgaben für verkehrsbauliche Maßnahmen zur Beruhigung von Verkehrsbereichen.
     
  12. turik

    turik New Member

    Maiden: "Jeder kann mal ein Schild übersehen aber die meisten sind einfach nur Gedanken- und Rücksichtslos."

    Maiden, ich fahre konsequent korrekt. (Ich arbeite unter Anderem für das Veltheim Driving Center, mit europaweit besten Fahrtrainigs.)

    Das Inkaufnehmen von Radarfallen anstelle einer möglichst effizienten signaltechnischen Durchsetzung der nötigen Maximalgeschwindigkeit ist unlauter.
     
  13. aoxomoxoa

    aoxomoxoa New Member


    ...das ausgerechnet du das sagst - der eigentlich ständig gegen jede reglementierung wettert, der ein gerechtigkeitsfanatiker ist, für den viele nur weil sie das tun was sie tun müssen arschl... sind - erschüttert mich. ;) dies widerspricht doch in allem deiner weltanschauung und deinem feindbild.... :rolleyes: :rolleyes:
     
  14. aoxomoxoa

    aoxomoxoa New Member


    absolut richtig !!!!
     
  15. maiden

    maiden Lever duat us slav

    ach, ich wußte noch gar nicht, daß ich gegen jede Reglementierung bin. Im Gegenteil. Ich vertrete die Ansicht, daß Reglementierungen immer auch eine Folge von Mißbrauch und mangelnder Einsicht sind und daher in vielen Fällen offenbar unumgänglich. Und daß die Freiheit des einzelnen da aufhört wo sie die Freiheit anderer beschneidet. Insofern bin ich sogar strikt für Reglementierung in einzelnen Bereichen, wo Apelle und Aufklärung keinen Erfolg bringen - und ganz besonders beim Autofahren, wo viele offensichtlich nur die Kompensierung von Defiziten anderer Bereiche suchen. Auf Kosten und auf Kosten der Sicherheit anderer.
     
  16. maiden

    maiden Lever duat us slav

    wäre auch alles kein Problem, wenn sie sich an die möglichst effiziente signaltechnisch ausgewiesene Geschwindigkeit hielten, die Autofahrer, die alles besser zu wissen und beurteilen zu können glauben, und sich daher selbst über offensichtlich sinnvolle Regelungen gerne hinwegsetzen.
     
  17. Aschie

    Aschie New Member

    Doch! Sicher nicht in jedem Fall, aber in einigen. Wenn es wirklich immer um Sicherheit ginge, könnte man ja die Autofahrer ja auch warnen wenn eine (fest installierte) Radarfalle kommt. Es geht doch darum, dass man an einer bestimmten Stelle langsam fährt, oder?
    Bei uns in München wurde vor zwei Jahren so eine feste Blitze aufgestellt. Aber erst auf öffentlichen Druck hin hat man kurz davor widerwillig ein KLEINES Schild montiert, das davor warnt. Also nochmal die Frage: Worum geht es bei Radarfallen, um die Herstellung von Sicherheit oder um Geldeinahme? Wenn es um Sicherheit geht, kann man ja auch vor Radarfallen warnen. Man hätte erreicht, was man erreichen will, die Leute fahren langsam.
    Vor langer Zeit habe ich in der Zeitung einen Fall gelesen. Da ist ein Autofahrer -ich glaube irgendwo im Württembergischen-geblitzt worden und hat darufhin in seiner Wut diesen "Starenkasten" stark beschädigt. Der Mann musste den Starenkasten natürlich ersetzen. Dann hat aber die Gemeinde, der der Starenkasten gehörte, auf Einnahmeausfälle geklagt!
    Das allerdings wurde vor Gericht verworfen, mit der Begründung, dass solche Radarfallen der Sicherheit zu dienen haben und nicht der Geldeinnahme.

    Sorry maiden, eine Quelle kann ich dir beim besten Willen jetzt nicht angeben. Aber ich bin sicher, dass jeder der hier im Forum eine Geschichte zum Thema Abzocke mit Radarfallen beitragen kann.
     
  18. Aschie

    Aschie New Member

    Nachtrag: Was turik hier schildert, ist ja wohl das beste Besipiel zum Thema Abzocke!
     
  19. aoxomoxoa

    aoxomoxoa New Member

    ... ich werde dich bei einem deiner nächsten threads daran erinnern !!! ;) ;)
     
  20. maiden

    maiden Lever duat us slav

    eigentlich ist es fast immer so, daß vor Radarfallen gewarnt wird. Fast immer steht irgendwo ein Hinweisschild. Hier in jeder Ortschaft. Aber selbst wenn das nicht so ist, hat das nichts mit Abzocke zu tun. Ich kann der Logik, daß Radarfallen der Abzocke dienen, weil nicht auf sie hingewiesen wird nicht folgen. Der Hinweis, sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten, erfolgt durch entsprechende Schilder auf denen die zulässige Höchstgeschwindigkeit bekannt gegeben wird. Damit ist dem Hinweis Genüge getan. Verkehrsregeln sind nicht gemacht worden, damit sie jeder für sich nach eigenem Gutdünken auslegt und sich von Zeit zu Zeit andere Regeln schnitzt. Wäre das so, könnte man sie gleich komplett abschaffen.
    Wer sich nicht daran hält, muß die Konsequenzen tragen. In anderen Bereichen des Alltags wird auch nicht noch mal extra auf die Folgen eines Mißbrauchs hingewiesen, kurz bevor die Konsequenzen folgen. Komischerweise weiß jeder, daß er nicht mit einem Metallstift in die stromführende Steckdose langen soll, weil er sonst einen Schlag bekommt. Und auf einem Messer muß auch noch nicht aufgedruckt werden, daß man sich damit verletzen kann.
    Aber vor Radarfallen wollen die Autofahrer immer noch mal gewarnt werden damit sie wissen, an welcher Stelle sie das Tempo drosseln, und ab wann sie wieder Bleifuß fahren dürfen. Sind die Standorte von Radarfallen bekannt, ist deren Sinn und Zweck meist hinfällig. Kurz vor der Radarfalle wird abgebremst, danach gibt man wieder Gas. Das ist die Realität. Wahrlich sehr sinnvoll. Und wenn es dann doch mal unverhofft blitzt, ist man fürchterlich empört und regt sich über die vermeintliche Abzocke auf, statt sich an die eigene dumme Nase zu fassen.
    Wenn ich in eine Ortschaft hineinfahre brauche ich nicht noch mal einen extra Hinweis, der mich auf die nun folgene Blitzanlage aufmerksam macht. Ich halte mich einfach an die generell geltenden 50 mit geringer Toleranz hin zu 55, weil ich weiß daß mein Tacho etwas weniger anzeigt. Schon deshalb, weil im Falle eines Unfalls mir nachher kein Gutachter und Richter den Vorwurf machen kann, daß ich das Kind, das da unvorsichtigerweise über die Straße lief, noch leben könnte, wenn ich nicht 15 oder 20 Km/h zu schnell gefahren wäre.
    Beispiel aus er Praxis? Ein Autofahrer wird verurteilt, weil er statt mit den in Ortschaften zulässigen 50 Km/h etwa 70 Km/h gefahren ist und ein Kind über den Haufen fuhr. Hätte er sich an die zulässige Höchstgeschwindigkeit gehalten, hätte er das Kind nicht erfaßt, sondern wäre davor zum Stehen gekommen, denn gebremst hatte er ja. So aber überfuhr er das Kind.
     

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