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Ausbildung zum Fotografen?

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von chiwawa, 20. Juni 2004.

  1. Tambo

    Tambo New Member

    ok, hatte das verpasst :rolleyes:

    wieso willste eigentlich das?
     
  2. aoxomoxoa

    aoxomoxoa New Member


    ;) :)
     
  3. maiden

    maiden Lever duat us slav

    ganz ehrlich, ich rate jedem ab, jetzt noch eine Fotografenkarriere anzustreben, es sei denn, er hat wirklich herausragendes Talent und macht bereits VOR der Ausbildung derart gute Bilder, daß die Ausbildung nurmehr eine Dreingabe zur Vervollständigung des Werdeganges ist. Wie schon gesagt ist Talent Voraussetzung, aber davon eine Menge. Bei der derzeitigen Fotografenschwemme und den Umbrüchen in diesem Bereich durch die Digitalisierung und den enormen Rückgang an Aufträgen, kann ich fast niemand zu diesem "Traumjob" raten.
    Und wer glaubt, daß das Dasein eines Fotografen aus dem Fotografieren nackter hübscher Mädels und tollen Reisen besteht, dem rate ich zu einem halbjährigen Praktikum bei einem Werbefotografen. Nach drei Wochen Kabel- und Zündkerzenfotografiererei oder Genaratoren- und Lampen schleppen bei 50 Grad Hitze in einer Alugießerei kehrt dann ganz schnell Ernüchterung ein.
    Okay, gibt auch schöne Seiten, aber weniger.
     
  4. donald105

    donald105 New Member

    nee, essen ist gh - aber zugang mit f.a. möglich
    von der FH ddf sind einige kollegen sehr gut im fotografischen geschäft - die haben fotografie schwerpunkt studiert und mit dipl. des. abgeschlossen.
    womit man in münchen aufgenommen wird, weiß ich nicht - einer meiner exen hatte jedoch ein abgeschlossenes GD-Studium und hat in MUC weiter gemacht. Macht jetzt erfolgreich videos in NY.
    why so angry???:rolleyes:
     
  5. aoxomoxoa

    aoxomoxoa New Member

    bin nicht :angry: angry....
    sieht nur so aus.

    ... kann sein was du schreibst ich bin schon seit ein paar jährchen nicht mehr in D.
     
  6. Paparatze

    Paparatze New Member

    Kann Dir auch nur von abraten.


    So sah's bei mir aus.

    Praktikum 1992 im Fotostudio der Werbeagentur Boebel,Adam / BBDO in Frankfurt (jetzt Publicis).

    Ausbildung als Werbefotograf im selben Studio.
    1996 Auszeichnung als bester Azubi Hessens und drittbester Deutschlands im Bereich Fotografie. Stipendium.
    1999 3 Monate Studium künstlerischer Fotografie am International Center of Photography in New York.
    5 Jahre lang nebenher Assistent bei über 30 Fotografen. Hauptsächlich bei Fotografen die Promis aus dem Bereich Musik, Film, Wirtschaft, Politik und Sport fotografiert haben. Für CD's, Magazine wie Spiegel, Stern, Cosmopolitan, Wirtschaftswoche.
    (Sir Peter Ustinov, Joschka Fischer, Katharinna Witt um nur einige zu nennen).

    Von 25 Leuten, bin ich der einzige meiner Ausbildungsklasse, der noch dabei ist (und auch nur dank der großzügigen Unterstützung meiner Eltern).
    Ein Großteil der wirklich guten Fotografen, denen ich assistiert habe, hat in den letzten 2 Jahren hingeworfen.

    Ich werde auch demnächst aufhören. Hier in Frankfurt gibt es keine Jobs mehr, es wird auch nicht mehr viel gezahlt. Hab schon einen fünfstelligen Betrag in meinen Job verschleudert, Geld das Futsch ist. Gestern hab ich erfahren, daß einer meiner Kunden, von dem ich noch ne nette Summe für einen Fotojob bekommen sollte, Pleite ist. Fotografie als Hobby, warum nicht ? Als Job ? Vergiß es. Komisch, daß immer noch soviele in den Job drängen.

    Ist auch immer dieselbe Leier. Kannst Du mir nicht dies und das umsonst machen, dafür kriegst Du auch nen großen Auftrag...der dann nie kommt. Ich kann Dir nur von abraten, aber vielleicht muß jeder seine eigenen Erfahrungen machen.

    P.S.: Zukünftig wird es noch schwieriger werden. Obwohl die Equipmentkosten höher sind als früher (Digitalkameras) wird immer weniger für die Fotos gezahlt . Die digital fotografierten Aufnahmen müssen ja auch noch stundenlang am Computer nachbearbeitet werden. Arbeitszeit, die Dir keiner mehr bezahlen mag. Die wenigen Fotografen, denen es in Frankfurt noch einigermaßen gut geht, haben sich in den "goldenen" Achtzigern dumm und dämlich verdient. Nun verbrauchen die halt ihr Gespartes.
     
  7. Paparatze

    Paparatze New Member


    Jaja, daß Klische gab es schon damals, als ich angefangen hab...und wahrscheinlich schon Jahrzehnte vorher. Als ich damals am Start war, waren gerade die Lindberghs und Ritt's, Crawfords und Seymours ganz groß...und Dank Zeitschriften wie Max, dachte damals jeder, in ihm steckt auch ein kleiner Newton, der nur darauf wartet entdeckt zu werden. Das beste war mal einer, der sich da für ein Praktikum beworben hat. Der fragte wörtlich:" Fotografiert Ihr auch die Mädels für Bounty auf den Inseln ?". Wie schnell sich der Studioleiter doch in einen Dampfkessel verwandelt hat... .Ist echt ein Knochenjob. Im halbjährigen Praktikum hab ich zum Teil von 08:30 Uhr bis 04:00 Uhr Nachts geschuftet. Ins Taxi um noch irgendwie in den Taunus zu kommen, 4 Stunden schlafen und wieder zurück ins Studio. Glaub, das längste waren mal über 30zig Stunden am Stück. Horror, aber auch eine Lebenserfahrung mehr. Solltest Du also je ein Praktikum in diesem Bereich machen, dann frag bloß nicht den Fotografen, wann Feierabend ist, daß ist absolut tabu.
     
  8. Tambo

    Tambo New Member

    Da haben einige Fotografen sich ins eigene Knie geschossen, als sie gratis bearbeitet haben, und zudem auch die entspr. Mentalität aufgebaut...

    Denen sollte man die Ohren langziehen...
     
  9. aoxomoxoa

    aoxomoxoa New Member

    ...oh ja und bis morgens 5 in der duka...
    das war toll !!!! vor allem wenn ne praktikantin dabei war :embar: :embar:
     
  10. Paparatze

    Paparatze New Member


    Leider lassen gerade die jüngeren Einsteiger daß mit sich machen und davon gibt es ja genug. Wer hat nicht am Anfang versucht, auf die Art Kunden zu bekommen. Ich kenne keinen. Wenn man dann etwas länger dabei ist, hat man ein Problem.
    "Wie, Du willst Geld dafür ? Der xy macht das umsonst."





    Toll, wir hatten immer nur Praktikanten, weil man soviel Equipment schleppen mußte. Na toll !!!
     
  11. Tambo

    Tambo New Member

    Jetzt kennst Du einen.
    Hatte meinen Kunden das - zum Glück - von Anfang beigebracht.

    Aber es war doch absehbar dass dies harakiri ist!!
    Will heissen, schneller (=günstiger) fotografieren und dafür abends (für umme) noch an den picts rumzuschrauben .... nebst dem ganzen teueren Digikram, und Lernzeit dafür....

    Denen die Ohren noch längerzieh...
     
  12. Paparatze

    Paparatze New Member

    Das Problem ist wirklich, daß die Kunden einfach nicht mehr bezahlen wollen. Ist sowieso extrem merkwürdig, was man sich da so anhören muß. Standartsatz ist ja meistens :"Wieso seid Ihr Fotografen eigentlich immer so teuer ?"

    Zum Thema Kosten/digitale Kameras habe ich einen ganz interessanten Artikel gefunden. Ist in Englisch.
     
  13. Tambo

    Tambo New Member

    Dann soll sie es selbst machen, meine das wirklich so, und habe das einigen auch so gesagt. Als sie dann Ihre Aufnahmen gedruckt sahen ;(

    Aber es stimmt schon, der Druck hat zugenommen, und ich bin da irgendwie auch in einer Nische drin - mit allen Vor- und Nachteilen...

    danke für den link, schaue ich mir mal an...
     
  14. chiwawa

    chiwawa New Member

    Ihr macht mir aber nicht gerade Hoffnung;(

    Talent habe ich angeblich, und ein gute Auge auch, das meinten 3 Fotografen und Scholz & Friends (kennt ihr oder?) Leute, sowie Bekannte etc...

    Ich hatte auch mal eine Austellung in Berlin...

    Werd mal einen neuen Tread eröffnen mit allen Bildern, und ihr stimmt dann ab:D

    PS: Ich bin in Berlin geboren...
     
  15. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Die klassische Ausbildung zum Fotografen halte ich für überflüssig, da der Beruf zum überwiegenden Teil vom Talent lebt. Die meisten GEO-Fotografen zum Beispiel sind berufliche Quereinsteiger und haben sich das nötige technisch-handwerkliche Wissen zumeist autodidaktisch beigebracht - ich übrigens auch. Den Meisterbrief brauchst du als selbstständiger Fotograf nach der Änderung des Handwerksrechts seit 01.01.2004 eh nicht mehr. Wenn du dich nicht mit Portraits, Hochzeiten, Kindergarten-Gruppenbildern und ähnlichen "Hightlights" herumschlagen willst, geht dein Weg wohl eher in Richtung Fotodesign.
     
  16. AugustinusX

    AugustinusX Nachttischlampe

    Hallo Chiwawa,

    möchte auch noch kurz meinen Senf abgeben:
    Klar ist die allgemeine Lage zur Zeit nicht rosig für Fotografen, aber das betrifft sicherlich alle gestalterischen Berufe. Wie einige hier schon sagten: Wenn es dir ein echtes elementares Bedürfnis ist, Fotograf zu sein, dann musst du es ungeachtet aller Wiedrigkeiten versuchen. Auch aus späteren Niederlagen wirst du lernen und so letztendlich einen Gewinn daraus ziehen.
    Jedes Scheitern bringt letztlich mehr als das zermürbende Gefühl, etwas gar nicht erst versucht zu haben..
    Mein Tipp zum Thema Studium:
    Warum - wenn ein späterer Erfolg eh im Bereich des Utopischen angesiedelt ist - nicht versuchen, das ganze ohne jede Rücksicht auf spätere kommerzielle Nutzbarkeit angehen?
    An mancher Kunstakademie kannst du sogar ohne das Abi in der Tasche einen Studienplatz bekommen. Voraussetzung ist dann die überragende künstlerische Eignung, sprich: Bei den Leuten mit Abitur muss die Mappe mit 2 bewertet werden, ohne Abi braucht es dann halt ne glatte 1.
    Beispielhaft sei hier erwähnt die Kunstakademie Düsseldorf , die neben anderem einen Studiengang "Fotografie" anbietet: http://www.kunstakademie-duesseldorf.de/
    Auf deren Site gibt's Bewerbungsunterlagen und -Voraussetzungen als PDFs zum download.

    Nur Mut und viel Glück!

    AX
     
  17. oli2000

    oli2000 Rest-Optimist

    chiwawa, wie alt bist du denn? (Oder habe ich das irgendwo überlesen?) ich würde an deiner Stelle loslegen und mich in die Thematik reinknien. Fotografieren was das Zeug hält und versuchen, Leute meine Bilder sehen zu lassen. Wenn du Kontakte zu Scholz hast, dann versuch doch als Freier ein paar Jobs in dem Bereich abzustauben. Vielleicht kann man passende Bilder in Cafés hängen lassen oder man bietet sie den Stock-Verlagen an undsoweiter. Das Arbeiten also an erster Stelle.

    Daneben würde ich mich eben bewerben, zum Beispiel beim Lette-Verein (da war ich) oder was es sonst noch so gibt.
     
  18. chiwawa

    chiwawa New Member

    Also ich werde diese Woche 20 Jahre alt.
    Hab mich momentan am OSZ für Druck und Medientechnik sowie OSZ für Farb und Raumgestaltung beworben...

    Nach euren Meinungen sollte ich das also schon machen ja?
    Die Frage ist nur welches von beiden?
    Ich tendiere zu Druck und Medientechnik, mir gefiel aber das Umfeld dort nicht, war aber erst eimal dort...

    Zu viele Prolls,Idioten und Durchschnittmenschen...
    (war davor auf einer Privatschule, hab aber kein Geld mehr für sowas...)
     
  19. oli2000

    oli2000 Rest-Optimist

    Oh, 20 in dieser Woche!
    :)

    Druck und Medientechnik, heißt das also: Drucker? Das hat mit Fotografie oder Grafik eigentlich nicht mehr so viel zu tun. Könnte aber trotzdem ein ganz guter Beruf sein, wenn man mit dem Lärm keine Probleme hat.

    Das mit dem Geld ist leider ein Problem, der Lette-Verein ist in den letzten Jahren ziemlich teuer geworden. Dafür braucht man überzeugte Eltern!
     
  20. chiwawa

    chiwawa New Member

    Noch was, war gerade auf der Seite von der Uni, sieht gut aus, aber meinen die mit 20-25 Arbeitsproben, Fotos oder eher Fotoreihen?

    Ausserdem bis wann kann man sich dort anmelden?
    Und gibt es sowas nicht in Berlin?

    Und ist das nicht riskant?
     

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