1. Liebe Forumsgemeinde,

    aufgrund der Bestimmungen, die sich aus der DSGVO ergeben, müssten umfangreiche Anpassungen am Forum vorgenommen werden, die sich für uns nicht wirtschaftlich abbilden lassen. Daher haben wir uns entschlossen, das Forum in seiner aktuellen Form zu archivieren und online bereit zu stellen, jedoch keine Neuanmeldungen oder neuen Kommentare mehr zuzulassen. So ist sichergestellt, dass das gesammelte Wissen nicht verloren geht, und wir die Seite dennoch DSGVO-konform zur Verfügung stellen können.
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Fischers Verteidigung

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Macziege, 27. Februar 2005.

  1. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Von was für einem Führer hast’s denn du?! Mein Drecksack braucht nicht von sich behaupten, er wäre gewählt worden, vielmehr hat er sich an die Macht geputscht.
     
  2. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Und ich dacht’ immer, der Ruߒ wär schuld.

    :party:
     
  3. Heftpflaster

    Heftpflaster New Member

    ... in bw gab es einen gewählten filbinger. bayern hat das grundgesetz nicht gewollt. die sog diktatur, die am anfang keine keine war, ist anfang der 20er jahre in der liberalen presse (ua. frankfurter zeitung) vorhergesagt worden. erst brandt.....


    ... aber das macforum ist der falsche ort.

    lass uns lieber über die blöden smarts und getunte macs unterhalten.
     
  4. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Eben habe ich im Fernsehen den Namen des Instituts erfahren: PROGNOS.
     
  5. Ist er nicht.
     
  6. Tja, und genau da ist der Denkfehler - wir haben Zigmillionen dazu bekommen, die in diesen Vertrag nie etwas eingezahlt, die nie Ihre Vorgängergeneration unterstützt haben, aber nun davon Partizipieren. Der direkte Zusammenhang zwischen Deutscher Einheit und geplünderten Sozialkassen und in Schieflage geratenen Versicherungen ist offensichtlich. Das jetzt mal als vollkommen wertfreie Feststellung - denn wie es gelaufen ist kann man niemand ausser den damals Verantwortlichen vorwerfen - schon gar nicht den "Ossis". Man sollte sich immer wieder daran erinnern, daß VOR ´89 die Rentenkasse einen Überschuß hatte.

    An Deiner Stelle würde ich mich darauf nicht verlassen, wenn Du Dich nicht schon mindestens in den 50ern bewegst.
     
  7. pewe2000

    pewe2000 New Member

  8. jgoergen

    jgoergen New Member

    Deine Einwürfe sind richtig. Wir haben "zig Millionen dazubekommen". Ich gehe davon aus, dass du von den Neuen Bundesländern bzw. deren Bewohnern sprichst.

    ABER: wenn du mir einen Denkfehler vorwirst, dann musst du auch bennennen, auf welcher Ebene.

    Meinst du LOGISCH? Eher kaum, denn der Generationenvertrag MUSS irgendwo anfangen, und wenn '47/'48 anfing, mit einigen, die einzahlten, obwohl sie nie empfangen hatten, warum dann nicht später noch einmal eine Bevölkerung integrieren, die ähnlich, wenn nich "besser" strukturiert war? Im Sinne von gleich-verteilter über die Altersgruppen?

    Meinst du RECHTLICH? Wie gesagt, die Kassen sind keine Bank. Deine Rentenansprüche sind keine (sie sind welche, aber keine gesicherten, schon gar nicht rechtlich). Du bist VERPFLICHTET, gesetzlich, als Angestellter, in die Rentenkasse zu zahlen. Du kannst aber keinesfalls erwarten, in x Jahren einen verzinsten Betrag y zu erhalten. Das ist leider nicht so und ich verlasse mich auch nicht darauf, da hast du vollkommen Recht. Es ist meine Pflicht, rechtlich (und MORALISCH ebenso m.M.n.), den Generationenvertrag zu erfüllen.

    Meinst du MORALISCH? Das ist schwieriger. Du hast dein Lebtag lang vielleicht in die Kasse gezahlt und schwer gearbeitet. Warum solltest du WENIGER bekommen in Zukunft, weil andere, die nicht in die Kasse gezahlt haben, jetzt davon "partizipieren"? Weil sie von den Volksvertretern, bzw. durch die von ihnen erlassene oder gebilligte Rechtsordnung zum bestandteil derer wurden, die Anteil haben sollen in Deutschland. Das kann man toll finden oder scheisse oder was dazwischen. Das ist so. Ob das MORALISCH richtig ist, also legitim, möchte ich mir nicht anmaßen, beurteilen zu können. Legal ist es.

    Dein Einwurf von "geplünderten Sozialkassen und in Schieflage geratenen Versicherungen" impliziert schon ein schuldhaftes, ja böswilliges Handeln, in diesem Fall, der Bevölkerung der Neuen Bundesländer. Das finde ich nun unfair. Bsp: Meine Oma, "westdeutsch". Die hat seit 1923 geschuftet, vornehmlich auf dem Bauernhof, damals in eine Rentenkasse eingezahlt, die nicht mehr existierte nach '45. Soll sie jetzt auch leer ausgehen, weil das Geld weg ist? Wie siehts da aus, LOGISCH, RECHTLICH, MORALISCH?

    Vielleicht sollte man die Kategorie POLITISCH hinzufügen. Die scheint mir die tatsächlich entscheidende zu sein, die die obigen drei beinhalten und vereinen möchte.

    Ich meine: wir sind in Zeiten des Umbruchs. Andere treffen Entscheidungen, die wir "ausbaden" oder deren Konsequenzen wir "ausstehen" müssen. War das jemals anders? Vielleicht hören wir auf, uns um die Krümel zu balgen und versuchen Solidarität zu zeigen wo nötig und Widerstand gegen Ungerechtigkeiten wo möglich.

    Ich hoffe, ich habe meine Einstellung zu o.g. Problematik ein wenig deutlicher gemacht.
     
  9. Das habe ich getan.

    Ich sagte nichts davon, daß die Bevölkerung der neuen Bundesländer die Kassen geplündert hat. Aber die geplünderten Kassen waren eine direkte Folge der deutschen Einheit. Und ja, ich halte die Plünderung für schuldhaftes, böswilliges Handeln.

    Nach den letzten Rechnungen wird der komplette Osten allimentiert - selbst die, welche dort arbeiten. Wieviel Solidarität darf es denn noch sein?

    Die kannte ich schon vorher :rolleyes: und der Unterschied mag einfach darin liegen: Ich bin jünger. Und zwar so Jung, daß ich die deutsche Einheit nicht als dolles Ereignis in Erinnerung habe, sondern nur als das eine oder andere nebulöse Bild zwischen Sesamstraße und Sendung mit der Maus. Ich verbinde mit diesem Ereignis nichts, außer vielleicht historischem Interesse - in sofern präsentiert es sich mir nur als eine Ansammlung von Fakten und vor allem Zahlen - ohne jedwede Emotion, die ich damit verbinde. Und diese Zahlen sprechen nunmal eine sehr deutliche Sprache, auch wenn sich kein Poltiker traut es auszusprechen - die deutsche Einheit, so wie sie gelaufen ist, war und ist ein Fehler gewesen, bei dem unmengen Geld und Wirtschaftskraft vernichtet wurde und wird. Auf die Idee, das den "Ossis" vorzuwerfen käme ich aber gar nicht. Und Deine Oma ist mir dabei reichlich schnuppe.
     
  10. simsalabim

    simsalabim Gast

    Hmm, nachgrübel. Hmm... Mauerfall ist geil, auch wenns keine Kohle einbringt.




    Simsalabim
     
  11. Macziege

    Macziege New Member

    Dem bleibt nicht viel hinzuzufügen, nur eines, die Politiker haben darauf vertraut, dass Wirtschaftswachstum und blühende Landschaften unausweichlich seien, und sich damit die heutige Rentenfrage gar nicht stellen würde. Falsch gedacht, falsch entschieden, Schlamassel da!

    Und die Behauptung, dass die Rentenkasse keine Bank sei, ist nur zum Teil richtig. Denn sonst hätten wir längst eine Einheitsrente (Die wird aber sich bald kommen). Noch ist es doch so, wer mehr Einzahlt, bekommt auch mehr heraus. Nur was herauskommt ist heute nicht mehr sicher.
     
  12. Heftpflaster

    Heftpflaster New Member

     
  13. fischkopp

    fischkopp New Member

    nur mal so als Zwischenbemerkung die deutsche Einheit ist soweit ich mich erinnern kann von bundesdeutschen Politikern forciert worden und ich hatte damals das Gefühl daß es wie immer nur um Machterhaltung ging, jedenfalls hat die CDU mit Hilfe des Ostens die Wahl gewonnen (verbessert mich wenn es nicht stimmt) auch kann ich mich erinnern das man in SPD Kreisen vor übereilten Schritten wie der einheitlichen Währung gewarnt hatte, eine Stufenlösung wäre nach meinem Verständnis das Beste gewesen
     
  14. pc13

    pc13 New Member

    Schwer zu sagen, ob eine Stufenlösung möglich gewesen wäre. Kohls Maxime war jedenfalls offensichtlich, die Gelegenheit des Augenblicks zu nutzen. -Vielleicht wäre sie im nächsten Augenblick nicht mehr möglich gewesen.
    Eine Stufenlösung hätte womöglich wirklich zu einer völligen Entvölkerung der DDR geführt, die Wirtschaft wäre unter dem Druck des Wettbewerbs genauso zusammengebrochen, wie sie es in der Realität der Vereinigung auch tat. Milliardenunterstützungen wären in jedem Fall notwendig gewesen. In den damals vorhandenen Strukturen und Seilschaften wären die Milliarden mindestens genauso wirkungslos versickert, wie sie es heute noch tun.

    Unsere Politiker und Wirtschaftsbosse hätten nicht versuchen dürfen, die Alte BRD um ein paar Flächen und Einwohner aufgebläht im alten Fahrwasser weiterzusteuern, sie mußte so auf Grund laufen.
    Echte Reformen (nicht Kleinstreförmchen) sind seit vielen Jahren überfällig. Die Kosten für den Faktor Arbeit müssen endlich wirksam gesenkt werden. 0, Prozentsätze Beitragssenkungen bei den Krankenkassen bringen keine neuen Arbeitsplätze. Die Besteuerung der Einkommen muß endlich auf neue Beine gestellt werden und ohne Ausnahme für alle Einkommensarten gelten. Steuerschlupflöcher müssen gestopft werden. Wobei der Begriff Schlupfloch nicht angemessen ist, denn unter einem Schlupfloch stellt man sich gewöhnlich eine enge Öffnung vor, durch die man sich gerade noch hindurchzwängen kann. Tatsächlich ist es tausendmal leichter Steuern zu vermeiden, als im Jahr 2002 ein Touristenvisum an der Botschaft in Kiew zu erhalten:D
     
  15. fischkopp

    fischkopp New Member

    ja wahrscheinlich hast Du recht - nur warum hat man in der BRD immer an der Wiedervereinung festgehalten und war dann so unvorbereitet als sie kam, daß das Ding eine ganz schwierige Sache wird müßte doch jedem klar Denkendem bewußt gewesen sein - und in dem Punkt muß ich Dir wirklich Recht geben man hätte in dieser Situation einfach neu anfangen müßen vieles überdenken sollen als nur überstülpen, aber der deutsche Lobbyismus zeigt uns ja ganz besonders in der letzten Zeit zu was er fähig ist

    vielleicht sollte man nicht immer nur sagen der Osten hat das Sozialsystem in Schieflage gebracht auch die Politik trägt hier eine große Mitschuld
     
  16. pc13

    pc13 New Member

    :D Ist doch immer so, das scheinbar Unmögliche fordern, in der Hoffnung das es nie eintritt und wenn es dann doch passiert ist man völlig fassungslos und unvorbereitet weil man ja eigentlich fest davon überzeugt war das es niemals passieren kann:cool:
     
  17. simsalabim

    simsalabim Gast

    Hallo

    Zwischenfrage: Vielleicht kann sich jemand zum Deutschen Wirtschaftswunder äussern: Die Blauäugikeit meines Papas z.B. hat dort seine Wurzeln. Jetzt hockt er auf den Kanarischen – zwecks Ausleben (s)einer hegemonischen Geisteshaltung.

    Simsalabim
     
  18. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Ähnlich war es doch mit Berlin als Hauptstadt. Immer und immer wieder haben Politiker hervorgehoben, daß Bonn ja nur Platzhalter wäre und Berlin selbstverständlich wieder Hauptstadt würde, wenn es zu einer Wiedervereinigung käme. Das hat der damalige Bonner Oberbürgermeister Daniels noch 1989 ausländischen Besuchern erzählt.
    Als es aber soweit war, ging das große Jammern los. Mit Ach und Krach, vielem Lamentieren und recht knappem Ergebnis wurde Berlin wieder Hauptstadt.
     
  19. Mac-0-mat

    Mac-0-mat New Member

    Das Schönste sind ja noch die 5,2 Mio. Arbeitslose, die in Wirklichkeit ja 8-9 Mio. sind und die Menschen hier im Forum, die immer noch an Rot-Grün festhalten :) Gut, eine Alternative gibt es nicht wirklich. Aber dann doch lieber die CDU, die sicherlich ihren Kohl hatte, der nun Gott sei Dank weg ist, aber nun vielleicht doch der bessere saure Apfel wäre.

    Und jetzt bitte kein Rot/Grün Gewäsch. Erstmal die Arbeitslosen wegdiskutieren, okay?
     
  20. Macziege

    Macziege New Member

    Egal wohin man schaut, man kann immer nur das kleiner Übel wählen.
     

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