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MannesMann Urteil heute ;(

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Borbarad, 22. Juli 2004.

  1. Macci

    Macci ausgewandert.

    Rama...was liegt denn so in deiner Natur?

    Das Gegenteil ist schon des öfteren bewiesen worden.

    Nein, der Betrag an sich ist ungerechtfertigt, mit Begriffen wie ungerecht bin ich in diesem Zusammenhang vorsichtig.

    Ja, einige Politiker bekommen wirklich zu viel, weil sie es nicht verdienen...
     
  2. donald105

    donald105 New Member

    vielleicht die 2700 führungskräfte, die mehr als abgeordnete verdienen, deren diäten nun aber erhöht werden sollen...
     
  3. RaMa

    RaMa New Member

    noch keinen dunst was in meiner natur liegt.

    was ist schon öfters bewiesen worden?

    der betrag:
    ein autoverkäufer bekommt 10% provision
    ein versicherungsvertreter 10% provision
    ein topmanager bekommt 10 % provision

    das mag vielleicht sein das der eine oder andere augenscheinlich zuviel bekommt, nur was für aufgaben der hat und wie sich das gehalt zusammensetzt >>?<<

    politker kann jeder werden.
     
  4. Hodscha

    Hodscha New Member

    Keine Einzelperson hat in dem vorliegenden Fall 62 Millionen bekommen, sondern mehrere Personen zusammen. Des weiteren kann an man dies nicht miteinader vergleich, meiner Meinung nach. Ok beide Personen arbeiten, aber trotzdem tragen beide ein unterschiedliches Risiko und auch Verantwortung. Und die Mehr-Verantwortung muss honoriert werden. Wie schon RaMa angemerkt hat, ist der Manager auch nach der Kündigung noch haftbar für sein tun. Und denk jetzt nur mal an die neuere gestzgebung und die geplante, bei denen Manager noch mehr in die Verantwortung (von der Seite des Rechts) genommen werden und schön für kleine Fehlendscheidungen verklagt werden können.

    Das Heranziehen der Politiker kommt immer daher, da man sich ja nicht nur die Diäten anschauen muss, sondern auch ihre anderen Privilegien, zb Stellung von Büroräumen, Dienstwagen, Assistenten, weniger Steuern und auch ihre Ansprüche bei den Pensionen. Ein weiterer Grund ist der, was tut ein Abgeordneter? Aber diese Diskussion würde jetzt zu weit führen. Nur noch ein Punkt, was die Leute an den Diäten aufregt ist, dass sie sie ja schließlich bezahlen durch ihre Steuern!

    Wo ist das Problem bei den Profisportlern? Sie verdienen einfach viel zu viel und man kann nicht als Entschuldigung anführen, dass sie nur bis 35 ihren Sport ausrichten können, denn schließlich sind es meist nur bestimmte Sportarten bei denen man viel Geld verdient. Des weiteren können sie mit 35 immer noch weiter Arbeiten in einem anderen Beruf oder sie suchen sich eine Stelle in ihrem Sportbereich.
     
  5. SC50

    SC50 New Member

    schon möglich

    das wäre jetzt allersdings neu
    ist dir ein Fall bekannt, wenn ja würde der mich interessieren

    Nein, denn wir diskutieren hier den Fall Mannesmann.
    Und dort läßt nicht der Neid, sondern Fehlverhalten zu ungunsten des Unternehmens die Gemüter hochkochen.


    Dem ist nicht so, aber das hat hiermit auch wenig zu tun.
     
  6. Macci

    Macci ausgewandert.

    Aha.
    Na dann...

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,308962,00.html

    :eek:

    P.S.: ich hab nichts dagegen, wenn ein Fabrikarbeiter oder Selbstständiger Einzelunternehmer weniger verdient, als ein Manager eines großen Unternehmens. Mir gehts um Maßstäbe, die verloren gegangen sind und um (ja!) moralische Verantwortung, die schließlich "mitbezahlt" wird...
     
  7. Necromantikerin

    Necromantikerin New Member

    Hier im Forum finden wir auch viele Neider-Exemplare. Traurig. Wenn ich ein weltweit operierendes Geschäft zu führen hätte, würde ich auch eine mittelhohe zweistellige Millionensumme als Abfindung erwarten. Die 40 Millionen, die Herr Esser bekommen hat, hätte er auch verdient, wenn er noch 10 Jahre im Unternehmen geblieben wäre.

    Man stelle sich mal vor Microsoft würde von irgendwem übernommen werden. Da sähen die Abfindungen noch ganz anders aus. Nur da würde niemand einen Aufstand machen, denn das Volk der Neider ist nunmal das Deutsche (eben nicht nur Dichter und Denker (die ja auch schlecht bezahlt sind)).

    Schlimm ist es, wie sich die Politik verhalten hat. Schlimm ist es auch, wie sich die Politik gegenüber der steuerlichen Abschreibungen von Vodafone verhält, die absolut gerechtfertigt sind UND AUF DEM MIST DER POLITIK GEWACHSEN IST.

    Wer will denn der Firma da einen Vorwurf machen (außer jene neidvollen Personen, die sich auch hier wieder zu Wort melden werden) - ich nutze doch auch meine steuerlichen Erleichterungsmöglichkeiten am Ende eines jeden Jahres. Das sagt auch niemand, dass es unmoralisch sei. Seit wann ist es unmoralisch sein Recht wahrzunehmen? Jetzt werden natürlich viele sagen, daß die 1000 Euro, die ich am Ende des Jahres vom Staat wiederbekomme nicht mit den Geldmengen von Vodafone zu vergleichen sind. Doch, sind sie. Denn wenn jeder unmoralische Bürger auf seine 1000 Euro verzichten würden, wäre der Vodafone Geldberg weit übertroffen. Jeder trägt also Mitschuld, dass es dem deutschen Staat so schlecht geht. Diese verdammten unmoralischen Menschen überall.

    Man merkt in Deutschland doch, dass viele Bild und Express lesen...
     
  8. Hodscha

    Hodscha New Member

    Nimm nur den Fall von letzter oder vorletzter Woche, bei dem Manager wegen Falschangaben beim Börsengang verklagt wurden. Sie hatten falsche Angaben über einen Auftrag veröffentlicht und müssen dafür jetzt gerade stehen.
    Nach diesem ergangenen Urteil sollten sich die Haffa Brüder, Comroad, denn sie werden wohl die nächsten sein.
     
  9. RaMa

    RaMa New Member

    wenn ein manager in die kasse greift, zurücktritt, und dann es rauskommt wird er wohl belangt werden. sind ja keinen heiligen kühe oder?

    fehlverhalten ist kein gesetzesbruch.
    habe fertig.
     
  10. Macci

    Macci ausgewandert.

    >Man merkt in Deutschland doch, dass viele Bild und Express lesen...

    Was hat das denn damit zu tun???
    Aber eh ich mich hier in eine blöde Diskussion über Neid oder den Unterschied zwischen Unrecht und ungerechtfertigt einlasse...wir werden es soieso nicht ändern.
    PUNKT.
    (für mich.)
     
  11. Hodscha

    Hodscha New Member

    :) Zustimm

    Bedenken sollten die Politiker auch, wenn sie eine Gehaltsobergrenze für Vorstände einführen, dass alle großen deutschen Unternehmen ins Ausland abwandern werden. Wenn dieser Fall Eintritt wäre der volkswirtschaftliche Schaden immens für Deutschland und wie wieder gut zu machen.
     
  12. MacDragon

    MacDragon New Member

    Der NEidfaktor ist für mich das grundlegende Problem. Leistung wird hier nicht anerkannt und verteufelt. Und bei Cersagern haut man dann nochmal um denF aktor zehn drauf.

    Es vergeht nicht ein Tag, wo nicht irgendein Artikel irgendeinen Manager lobt und dann aber im nächsten Schritt die soziale Karte zu ziehen: Ist denn dass auch ffair verdient (oder andere Frage einfügen)?

    Und hier im Forum wird wieder mal nur die Hälfte gelesen, denn in der Meldung über die Erhöhung der Diäten geht es darum erst zu erhöhen und dann für mehrere Jahre festzulegen und dann die private Beteiligung an der Pension zu erhöhen. Das ist eine Ksotensenkung und Entlastung auf Jahre....wenns denn kein fauler Kompromiss wird.

    Das ist eine sinnvolle Maßnahme.
     
  13. SC50

    SC50 New Member

    Es nervt
    Esser, Ackermann und Zwickel haben ja auf ihrem Lebensweg möglicherweise viel geschaffen, aber das hat mit der Mannesmann Story wenig zu tun.
    Von mir aus können Vorstände und Manger soviel verdienen wie sie wollen.
    Aber im Fall Mannesmann trift das alles nicht zu.
    Welche Erfolge hat der Manger Esser denn dei Mannesmann ereicht?
    Er hat den Aktien Wert der Mannesmann AG kurzfristig fast verdreifacht.
    Aber welchen Einfluß hatte er wirklich darauf?
    Im Prinzip keinen.
    Die Aktien von Mannesmann sind wie die aller anderen Telkom Aktien zu dieser Zeit extrem gestiegen.
    Für dem Wertgewinn der Aktie konnte Esser also nichts.
    Der übliche kurzfristige Kursgewinn bei Übernahmeverhandlungen hat ein übriges getan.
    Die Leistung von Esser ist also auch hier als marginal bis nicht vorhanden einzuschätzen.
    Ackermann und Zwickel waren willige Helfer im Aufsichtsrat. Zwickel wurde dafür fürstlich entlohnt, Ackermann durfte dazu auch noch gute Gewinne mit der DB einfahren.
    Esser, Ackermann und Zwickel haben keine Werte geschaffen, sondern nur Werte zerstört.
     
  14. maiden

    maiden Lever duat us slav

    von Neid kann hier und in vielen anderen, ähnlich gelagerten Fällen, überhaupt nicht die Rede sein.
    Die Leute haben nur ein gesundes Gefühl dafür bekommen, ob man es mit unanständiger Raffgier und einer Wein-saufen-Wasser-predigen-Mentalität zu tun hat.
    Niemand neidet einem schwer arbeitenden und mit eigenem Geld und eigener Verantwortung drin steckenden Unternehmer seinen Reichtum, sofern er damit nicht zum Nachteil anderer agiert und sofern er die Leistung seiner Angestellten und Arbeiter würdigt.
    Aber hier geht es um etwas anderes. Diese Herrschaften gehen kein Risiken mehr ein, sind nicht mehr verantwortlich und definieren Leistung über den Aktienkurs. Um diesen in die Höhe zu treiben schmeißen sie die Leute raus, lassen sie der Allgemeinheit zur Last fallen und vervielfachen ihre persönlichen Profite in unanständiger Weise. Gewinne und Erfolge werden privatisiert, Verluste und Mißerfolge werden sozialisiert.

    Ein Herr Esser hat ein Jahr lang alleine an Erfolgsprämien 57 Euro pro Minute rund um die Uhr erhalten. Gehalt noch nicht mitgerechnet.
    So viel Leistung kann eigentlich niemand erbringen.

    Aber jetzt soll die Allgemeinheit wieder für die Verluste aufkommen.
    Was das mit Neid zu tun hat, soll man mir mal erklären. Es hat wohl eher damit zu tun, daß es den Leuten gewaltig stinkt, daß man ihnen für die Fehler, die sie nicht zu verantworten haben, permanent in die Tasche greift, während sich die subventionsgemästeten sogenannten Leistungsträger ebenso permanent und ungeniert die Taschen vollstopfen.

    Und die Vermutung, daß die Neiddiskussion auf das Weitverbreitete Lesen von Bild und Express zurückzuführen sei, oder damit zu tun habe, ist reichlich deppert. Denn schließlich wird diese Diskussion meist von jenen geführt, die die Raffgier vieler Topmanager zu verteidigen versuchen.
    Im Übrigen kenne ich unter jenen, die die Raffgier anprangern bspw niemanden der diese Blätter zur Hand nimmt.

    Thierse hat Recht, wenn er sagt:
    "Nur weil sie rechtlich offenbar nicht geahndet werden kann, ist die Selbstbedienung bei Mannesmann moralisch noch lange nicht zu rechtfertigen, sondern schlicht unanständig", sagte Thierse in einer ersten Reaktion auf das Urteil. Das gelte auch für die Höhe vieler Managergehälter, Sonderdotationen und Abfindungen. Empörend werde die Selbstbedienung der Spitzenverdiener, wenn sie mit Forderungen an Arbeitnehmer nach weniger Lohn und längeren Arbeitszeiten einher gehe. "Das ist maßlos und sprengt jede noch so großzügige Vorstellung von Gerechtigkeit. Vorbilder sind solche Wirtschaftseliten nicht. Für niemanden."
     
  15. RaMa

    RaMa New Member

    >>>
    zitat:
    Von RaMa:
    Hier im Forum finden wir auch viele Neider-Exemplare. Traurig. Wenn ich ein weltweit operierendes Geschäft zu führen hätte, würde ich auch eine mittelhohe zweistellige Millionensumme als

    maiden, bitte ändern.
    du zitierst nicht mich.
     
  16. Ollimac

    Ollimac New Member

    Also die Leistung von Esser war so schlecht nicht.
    Es gab auch Beispiele bei denen Manager das Unternehmen (auch in der Boomphase) gegen den Baum gefahren haben.
    Also so einfach steigt der Aktienkurs nicht um das Dreifache.
    Die Leistung von Esser würde ich mal als gut bis sehr gut bezeichnen

    Die Rolle von Ackermann und Zwickel ist (moralisch) vielleicht nicht korrekt gewesen, dies liegt aber auch immer daran wo man den Maßstab hinlegt.
    Damals hat sich darüber keiner beschwert.
     
  17. 2112

    2112 Raucher

    :D
     
  18. Borbarad

    Borbarad New Member

    Voll zustimm!

    Es geht weniger um das Geld als um das, was die da gemacht haben. Frag doch mal die D2 Mitarbeiter von damals. Die wurden von den dreien doch regelrecht verarscht!

    B
     
  19. Marks.

    Marks. New Member

    mit Neid hat das übrigens gar nichts zu tun.

    Was versetzt Menschen in die Lage, Unternehmen zu führen? Angeborene Fähigkeiten; Ehrgeiz und Zielstrebigkeit; ein förderndes Elternhaus, in dem für einen solchen Job nicht unwesentliche Kompetenzen mitgegeben werden?

    Nichts davon ist letzten Endes Managern vorbehalten - warum ist jemand zielstrebig, und jemand anderes ist es nicht? Wer will entscheiden, wieviel davon eigenständig ist und wieviel Grundgerüst? Wie definiert sich Leistung? Ist es eine höhere Leistung für einen Einarmigen, 300 Zeichen/Minute zu tippen als für einen "gesunden" Menschen, der 450 schafft? Selbstverständlich, und trotzdem ist der "gesunde" Mensch in dieser Tätigkeit besser aufgehoben. Der Invalide eben woanders. Jeder leistet doch im Regelfall soviel, wie ihm möglich ist.

    Es ist schlicht unmöglich, das 200-fache einer/s Fließbandarbeiterin/s in Deutschland zu leisten angesichts der hohen Produktivität - also sollte es auch keine solchen Gehälter geben. Einen Job als ManagerIn übernimmt ja niemand wegen des Geldes, sondern weil sie/er die Qualifikation dazu hat.

    Dass Spitzensportler ebenfalls zuviel bekommen, stimmt auch. Deshalb geh ich nicht zum Fußball, schaue keinen Rennsport und werde aus Prinzip nie eine Michael-Schumacher-Rennkappe oder so'n Blödsinn kaufen.



    P.S. Mein Arbeitstag hat auch 10 Stunden und ich trage auch Verantwortung, ohne gleich Größenwahnsinnig zu werden.
     
  20. donald105

    donald105 New Member

    Dein wort in gottes ohr!
    ich habe allerdings z.B. in der schule erlebt, dass unsere klassenprima sagte: >na, jetzt wo ich ein abitur mit 1,1 habe, studiere ich eben medizin. Da verdien ich wenigstens ordentlich.< Vorher hatte sie ganz andere interessen...
    Ich hoffe seither inständig, ihr nicht als patient zu begegnen.
     

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