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MannesMann Urteil heute ;(

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Borbarad, 22. Juli 2004.

  1. SC50

    SC50 New Member

    Dann bist du sicherlich auch ein Fan von Ron Sommer.
    Der Kurs der Telekom Aktie ist zu dieser Zeit auch explodiert.
    Zu dieser Zeit wäre es eher falsch gewesen überhaupt etwas zu machen als Manager.
    Füße stillhalten und den Deppen an der Börse zuschauen wie sie sich um Kopf und Kragen kaufen.

    Aber was ist von den hier geschaffenen "Werten" geblieben.
    Vodafon muß riesige Verlustabschreibungen tätigen und Mannesmann wurde zerschlagen und bis auf die Telekommunikations-Sparte in alle Richtungen verstreut.
     
  2. stuhlgang

    stuhlgang New Member

    Man wird hier wieder ein Scheiß gelabert! zu den "Verdiensten" von Schrempp, Esser nur folgendes:

    Schrempp hat nachweislich ca. 40 Milliarden (!!!) auch von den Arbeitnehmern hart erwirtschaftete Euro versenkt, auf Nimmerwiedersehen. Gleichzeitig erhöhten sich für diese "Glanzleistung" seine Bezüge um ca. 200%.
    Esser ist auf der Welle einer selbsttragenden Aktien- und Börsendynamik geschwommen. Sein ganzes "Wirken" dauerte höchstens zwölf Monate. Insider und Wirtschaftsfachleute berichten, dass auch ein Zwergschimpanse an seiner Stelle hätte sitzen können, die Kursentwicklung wäre genauso verlaufen.

    und zum Thema "Verantwortung", die feinen Herren haften mit keinem Cent für ihr Versagen - im Gegenteil, sie lassen sich auch noch dagegen versichern :klimper:
     
  3. maiden

    maiden Lever duat us slav

    !
     
  4. maiden

    maiden Lever duat us slav

    natürlich, durch nachträgliche Änderung ist Dein Name stehen geblieben, daher die Unstimmigkeit.
    Zitiert wurde natürlich Necromantikerin
     
  5. Marks.

    Marks. New Member

  6. Necromantikerin

    Necromantikerin New Member

    Ihr macht euch das alle ein bisschen einfach. Jemand in einer solchen Position kennt auch keine 35 Stunden in der Woche, das sind mal eben bis zu 90. Dazu kommt dann die Einschränkung eigentlich so gut wie kein Privatleben zu haben, denn oft ist man eben auf Dienstreise und nicht zu Hause, bei der Familie usw. Die hohe Verantwortung, die man für tausende Arbeiter trägt ist jedoch das entscheidende Kriterium.

    Ein Fließbandarbeiter hat dagegen kaum Verantwortung, ein geregeltes Leben und absolut feste Arbeitszeiten. Wenn er was falsch macht, kann ihn nicht viel passieren. Höchstens sein Vorgesetzter kriegt eins auf den Deckel.

    Die 40 Millionen, die Herr Esser erhalten hat, sind absolut gerechtfertigt. Jeder der sagt, er hätte es nicht verdient, soll mal seinen Job gemacht haben. Und Leute, die jetzt aufschreiben und von sich behaupten 90 Stunden in der Woche zu arbeiten: Nein, ich glaube es euch nicht - sonst hättet ihr wohl kaum Zeit hier zu schreiben (also vorher überlegen). Außerdem hättet ihr dann ja einen solch "überbezahlten" Job und würdet euch mit der Kritik selbst treffen.
     
  7. maiden

    maiden Lever duat us slav

    komm wir drücken für die armen Manager noch ein bissel die Tränendrüse.

    Halten wir mal fest:

    Sie haben sich diesen Job in aller Regel selbst ausgesucht und wußten was auf sie zukommt.
    Ob sie oder daß sie kein Privatleben haben kann so pauschal nicht gesagt werden, schließlich sind sie meist verheiratet, haben Kinder und somit Familie. Aber selbst wenn, - sie wollen es so sonst würden sie den Job nicht machen.

    Zur Verantwortung:
    Welche Verantwortung? Einem Unternehmer, der sein ganzes Geld im Unternehmen hat, der mit seinem eigenen Geld haftet, der seine Mitarbeiter kennt, mag ich das zugestehen. Aber Esser und Konsorten haben keine Verantwortung mehr. Ob das Unternehmen an der Spietze steht oder den Bach runtergeht, in aller Regel sind sie nicht verantwortlich und nehmen hinterher noch Millionen an Abfindung mit. Welches Risiko geht einer ein, der egal wie er das Unternehmen verläßt, finanziell Profit macht?

    Ein Fließbandarbeiter hat keine Verantwortung - so so. Du scheintst das Leben aus billigen Fernsehserien zu kennen aber sonst wohl kaum. Ein stinknormaler Mitarbeiter ob am Fließband oder anderer Stelle im Unternehmen trägt für seinen bereich ebenfalls Verantwortung, ist aber bei Vergehen oder Mißerfolg schneller wieder rausgeschmissen als ein Spitzenmanager, der dann in aller Regel und wie schon gesagt, noch Millionen mitnimmt. Der entlassene Fließbandarbeiter nimmt in aller Regel keine Abfindung mit.
    Sein geregeltes Leben sieht so aus, daß er ungesunde Schichtarbeit leistet, die seine Gesundheit ruiniert, er permanent in einem Angstzustand wegen drohendem Arbeitsplatzverlust gehalten wird und bei Fehlern des Managements in jedem Falle der Leidtragende sein wird.

    <<Die 40 Millionen, die Herr Esser erhalten hat, sind absolut gerechtfertigt. Jeder der sagt, er hätte es nicht verdient, soll mal seinen Job gemacht haben. Und Leute, die jetzt aufschreiben und von sich behaupten 90 Stunden in der Woche zu arbeiten: Nein, ich glaube es euch nicht - sonst hättet ihr wohl kaum Zeit hier zu schreiben (also vorher überlegen). Außerdem hättet ihr dann ja einen solch "überbezahlten" Job und würdet euch mit der Kritik selbst treffen.>>

    So wie Du glaubst, einem Herrn Esser stünden 40 Millionen zu, wirst Du auch glauben müssen, daß hier anwesende Forenteilnehmer eine 90-Stunden-Woche haben, selbst wenn sie die Zeit finden, hier etwas zu schreiben, denn ein Herr Esser ohne Privatleben hat ja auch Zeit Kinder zu machen.
    Und daß er die 40 Millionen verdient hat, behauptet er alleine und seine Kumpane, mit denen er die Abfindungen und Erfolgsprämien ausbaldowert hat. So viel kann ein Mensch in einem einzigen Jahr überhaupt nicht an Leistung erbringen, daß er dafür alleine 40 Millionen an Erfolgsprovision verdient hat, zumal zwischen seiner anfänglichen Ablehnung des Mannesmannverkaufs und dem anschließenden Wandel seiner Meinung und den plötzlich reichlich fließenden Geldsummen ein etwas merkwürdiger Zusammenhang unterstellt werden kann.

    Und ein Herr Thierse hat vollkommen Recht, wenn er die ungenierte Raffgier der Topmanager als unaständig bezeichnet. Jene Leute also, die vom einfachen Arbeiter unablässig Bescheidenheit fordern und im Stellenabbau und der damit in aller Regel verbundenen Steigerung des Aktienkurses ein Mittel gefunden zu haben scheinen, daß sich positiv auf ihre Erfolgsprovisionen auswirkt. Womit wir wieder am Anfang wären.

    Reichtum ist nicht unanständig und wenn einer was dafür geleistet hat, hat er Respekt und Bewunderung verdient. Aber die heutigen Top-Managergehälter haben jeglichen Bezug zur Realität verloren. Diese Leute werden immer frecher und ungenierter und während der Arbeiter am Fließband um seinen Job bangen muß, weil das Management Fehler macht, stopfen sich die Spitzenmanager frech die Taschen immer voller.

    Sie alleine haben ihre Bezüge in den vergangenen 16 Jahren um mehr als 500 Prozent gesteigert. Und das steht in keinem gesunden Verhältnis mehr zur übrigen Entwicklung.

    Vor allem nicht in einem gesunden Verhältnis zur Entwicklung der Wirtschaft über die genau diese fettsubventionierten Spitzenmanager immer so gerne und so laut jammern, wenn sie sich zur allwöchentlichen Entleerung in ihrer öffentlichen Bedürfnisanstalt bei Sabine Christiansen treffen.
     
  8. Necromantikerin

    Necromantikerin New Member

    Natürlich. Herr Thierse hat vollkommen Recht. Und die 100 anderen Politiker, die in etwa das selbe nachgequaselt haben, haben natürlich auch Recht. War Herr Thierse nicht auch der, der im selben Atemzug sagte: "Wer Rotwein trinkt soll nicht vom Wasserkonsum predigen"? - Die Politiker sind ja auch das beste Beispiel für Sparsamkeit und parallele Leistungsfähigkeit.

    Tut mir leid, aber diesen Menschen zu zitieren disqualifiziert dich und dein Posting in diesem Zusammenhang vollkommen. Auf weitere Punkte gehe ich deshalb auch nicht ein. Das mit dem einfachen Arbeiter war ja schon zu viel ;)
     
  9. robdus

    robdus warum gibt es Köln?

    wir wollen doch mal festhalten, dass das Handeln der Vorstände/Aufsichtsräte im Sinne des StGB in Ordnung war, jedoch hinsichtlich des AktG mehr als überzogen...
     
  10. mausbiber

    mausbiber New Member

    @ maiden
    **beipflicht***

    Ich frage mich ehrlich schon die ganze Zeit wie man dem einfachen Arbeiter auf dem Bau der bei Wind und Wetter draussen ist, der Krankenschwester die anderer Leute A..sch abwischt, dem Schichtarbeiter.......
    "klarmachen" kann, daß sie erstens zu viel verdienen,
    zweitens zu wenig arbeiten,
    drittens im Gesundheitssystem zu viel Geld verbrauchen
    und ausserdem noch zu viel Rente erhalten.

    Wenn die Herren Vorstände in Deutschland zu wenig verdienen sollen sie doch nach USA gehen - bitte schön.
    Aber um es gleich zu sagen
    DORT sind solche Sachen wie fette Altersabsicherung und ein gesicherter 5-Jahres-Vertrag wie hier absolut unüblich.
    Und wenn sie tatsächlich so gut sind.....- warum bekommt Herrr Schrempp kein Angebot von General Motors, warum fragt die Citigroup nicht, ob Herr Ackermann bei Ihnen anfangen will???????????? etc.

    Und falls es mal völlig schief geht - wie bei Ron Sommer - dann bekommt man trotzdem ne fette Abfindung und wird hinweggelobt......

    Der Fall Esser ist nur ein Synonym für eine völlig aus den Fugen geratene Geldgier unserer Manager.
     
  11. maiden

    maiden Lever duat us slav

    Lächerlich. Aber das Beipflichten oder Zitieren Deiner bescheidenen Ausführungen soll zur Qualifikation gereichen, wie?
    Tut auch mir leid, aber Dein Gequassel über die überzogenen Vorstandgehälter-Abfindungen-Provisionen im Vergleich zu dem was ein einfacher Arbeiter zu leisten genötigt ist und dafür erhält, zeigt schon, daß jeglicher Sinn für Realität und Anstand offenbar nicht nur einigen Vorständen abhanden gekommen ist.
     
  12. Necromantikerin

    Necromantikerin New Member

    ... und du eben zu den "Neidern" zu zählen bist und somit befangen bist... ;)
     
  13. maiden

    maiden Lever duat us slav

    vergiß es. Du schnallst es nicht. Mit Neid hat das nichts zu tun, wenn die gleichen Herren, die sich Jahr für Jahr ihre Bezüge maßlos erhöhen, gleichzeitig von anderen Verzicht verlangen, über die wirtschaftliche Lage jammern und mit Arbeitsplatzabbau drohen - wie schon oben erklärt.
    Die Diskussion über die Neidgesellschaft baut auf einer Mär auf und wird immmer gerne von jenen begonnen, die eine Rechtfertigung für die maßlose Frechheit der Abzocker suchen.
    Daß man dabei gerne auf die perfide Masche zurückgreift, anderen niedere Instinkte wie den Neid anzuheften, ist ein alter Hut.
    Und gleichzeitig ein Armutszeugnis
     
  14. Necromantikerin

    Necromantikerin New Member

    Selber hättest du sicherlich auch nichts dagegen, eine solch hohe Abfindung zu bekommen.

    Da du dich sicherlich nicht davon ausnehmen möchtest (so ehrlich wirst du sein) dann nichts gegen dieses Geld zu haben, muß es sich - zweifelsfrei - nun um Neid handeln.

    Also reg dich hier nicht so auf. Du bist auch nur ein Mensch und Menschen sind schwach. Da spielt es auch keine Rolle welch Pseudo-ideelle-Vorstellung sie verher versuchen zu verkaufen.
    Du bist schwach, ich bin schwach, alle sind schwach. Jeder würde das Geld und das Jahresgehalt eines solchen Menschens annehmen. Und wenn es nur dazu da ist sich neue Mac-Sachen zu kaufen :)
     
  15. maiden

    maiden Lever duat us slav

    Falscher Denkansatz. Du unterstellst mir etwas, von dem Du tatsächlich nicht weißt ob es stimmt und baust darauf Deine Neid-Argumentation auf.
    Insofern wird es nichts bringen, wenn ich erkläre, daß mir derartige Gehälter, Zuwendungen und sonstige Einkünfte nicht nur gegen dann den Strich gehen, wenn sie andere bekommen sondern ich für meinen Teil und auch, wenn ich solche Gehälter bekommen könnte, dagegen bin. Das hat was mit Anstand zu tun und damit, daß man weiß und sich immer wieder ins Bewußtsein ruft, wie es anderen geht, welche Chancen die haben, wo man herkommt, und wieviel man wem zu verdanken hat und wieviel man sich selbst zuzuschreiben hat.
    Von anderen Verzicht zu fordern und sich selbst zu bereichern ist eine Eigenschaft, die mir fremd ist und bleibt, weil sie eine gewisse charakterliche Verrottung voraussetzt, die ich aufgrund meines Lebensweges nicht annehmen werde.
    Insofern macht es auch keinen Sinn, weiter mit Dir darüber zu diskutieren, weil Dein Weltbild derartige Schlüsse wohl nicht zuläßt.
     
  16. stuhlgang

    stuhlgang New Member

    vor 25 Jahren hätten sich unverschämte Verbrecher wie Schrempp, Esser & Ackermann wenigstens noch vor der moralischen Instanz RAF verantworten müssen...:klimper: :devil:
     
  17. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Sowas nenne ich geistigen Stuhlgang.
     
  18. RaMa

    RaMa New Member

    überhaupt sollten alle unternehmen ab 500 mitarbeiter von staatlichen organen gelenkt werden. um jede ungleiche bezahlung auszuschließen.
    partizielle planwirtschaft.


    *mfzkvstickeransteck*

    ra.ma.
     
  19. stuhlgang

    stuhlgang New Member

    Richtig! aber was die o.g. Herren von sich geben riecht genauso...:klimper:
     
  20. RaMa

    RaMa New Member

    ja riecht genauso, heißt aber anders.
    soll sagen, die haben einen namen.
     

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