1. Liebe Forumsgemeinde,

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"vom Grund aus bis oben hinauf gleichsam nur ein einziger Stein" ...

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Thine, 30. Juni 2004.

  1. Thine

    Thine mit Eisenschwein

    Das hab' ich für macixus extra so organisiert. :klimper: :D
     
  2. zwanzigtausend

    zwanzigtausend Hell froze over

    Sehr gut gemacht, Thine. Ich werd´s mir auch am Sonntag mal anschauen gehn.
     
  3. iMac-Fan

    iMac-Fan New Member

  4. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Für den Nachschub ... ;)
     
  5. Thine auf Reisen

    Thine auf Reisen New Member

    Na, Mensch, dann triffst de vielleicht den Gemeindeschreiber. :eek:
     
  6. Macci

    Macci ausgewandert.

    :eek:
    auf Reisen...soso...und keine Ankündigung...kein Bericht ;( ;)
     
  7. Thine

    Thine mit Eisenschwein

    Achwas. Diesen Account nutze ich, wenn ich unterwegs bin. Das heißt dann einfach, ich bin nicht zu Hause, ob das nun 5 oder 300 km weit weg ist. Also schmink Dir den Reisebericht ab, ick war heute nur 3 km weit wech. :D

    Wie war denn die Führung im Rokokosaal? Ich hab' was verpasst, oder?!!??
     
  8. Thine

    Thine mit Eisenschwein

    Intro
    Mir kam gerade der Gedanke, dass durch die Rekonstruktion alter Bauwerke und dem Wiederaufbau derselben wieder gelernt werden könnte, wie man qualitativ baut. Künstlerisch und dadurch nachhaltig.

    Intermezzo I
    Ich bin persönlich arg im Zweifel und im Zwiespalt, was den Wiederaufbau längst Zerstörtem, Untergegangenem betrifft. Nach dem Motto: Man müsse akzeptieren was gegangen ist und für das Verlorene Neues schaffen. Der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche ist für mich allerdings absolut akzeptabel und begrüßenswert, ja, bedeutungsvoll. Die Frauenkirche hat für die Dresdner Geschichte UND für die europäische Geschichte nicht nur einen architekturhistorischen Wert, sondern auch einen tief symbolischen und humanistischen. Was die Rekonstruktion des Neumarktes betrifft, also die Häuser, die ehemals um die Frauenkirche standen, bin ich wiederum sehr skeptisch. Dies ist eine andere Nummer. Hier wünschte ich mir, dass künstlerisch veranlagte Architekten (wenn es sie gäbe) Pläne vorlegen dürften, die vom historischen Städtebau, sprich alte Straßenführung usw. ausgehen würden, um spritzig Neues zu kreieren.

    Intermezzo II
    Die Rückbesinnung auf die ursprüngliche Beschaffenheit von Bauwerken, das Wiederaufbauen von alten, ist inzwischen mehr als 100 Jahre alt. Bereits zu Ende des 19 Jahrhunderts begann man, Bauwerke von ihren späteren Applikationen zu befreien, d. h. in ihren "Urzustand" zu zurück zu versetzen. Das Wiederaufbauen, die komplette Rekonstruktion von im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bauwerken war im damailgen Westdeutschland der 60er/70er Jahre Gang und Gäbe, und nicht nur dort. Die Frankfurter historische Innenstadt zum Beispiel ist nicht zuletzt ein Produkt der 60er/70er. Wie auch das Warschauer Stadtbild kein originales ist, sondern ein wiederaufgebautes rekonstruiertes, restauriertes. Dresden ist nie in diesen "Genuss" gekommen. Die Semperoper war das einzige (!) Bauwerk (in Dresden), das man zu DDR-Zeiten (und erst 1983) komplett wiederaufbaute bzw. rekonstruierte.

    Intermezzo III
    Ich fühle und höre und lese und sehe, dass man wieder zunehmend darüber nachdenkt, alte Bauwerke wieder aufzubauen, selbst wenn nur noch solche in ihren Fundamenten existieren und durch Architekturpläne rekonstruierbar sind. Sicher auch motiviert von der Erfolgsgeschichte des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche. Diese wird aber einmalig bleiben - da können sich die Berliner Initiatoren des Wiederaufbaus des Hohenzollernschlosses noch so viel Hofffnung machen. Das wird - meine Prognose - nicht so geschmeidig ablaufen ... Ich verfange mich.

    Finale
    Wenngleich ich sehr - ich möchte sogar betonen - hyperskeptisch bin, was den Wiederaufbau, die Rekonstuktion von komplett zerstörten Bauwerken betrifft, so kam mir eben der Gedanke in den Sinn, was durch diesen Wiederaufbau an Wissen, vor allem aber an Gefühl für "Bau-Werken" gewonnen werden könnte; nämlich ein gleichzeitiges Lernen von künstlerischer (!) Gesamtheitlichkeit, Perfektion in der Ausführung, eine Rückbesinnung auf Detailreichtum, Konzeptionen (im ürsprünglichen Sinne), vielleicht. Die (deutsche) Architektur wie auch die anderen Kunstrichtungen befinden sich in einer Talsole, wenn sie da überhaupt schon angekommen sind. Eine echt komische Zeit, finde ich. Eine Umbruchzeit in jeglicher Hinsicht. Was die Architektur betrifft - sie ist inhaltslos, belanglos, allenfalls effekthaschend oder langweilig. Ob nun die Beschäftigung mit alter Baukunst Abhilfe schaffen könnte, weiß ich nicht, aber es haben sich immer und immer wieder die Künstler an alter Kunst orientiert. Man denke an Palladio. Seine Wirkung reichte von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert hinein. Nein, ich meine kein Retro im H&M Sinne, sondern eine Rückbesinnung auf künstlerische Qualität, das Verarbeiten von Altem zu echt Neuem. Eigentlich ist es nur das, was ich sagen wollte und - ja - was ich hoffe.
     
  9. SC50

    SC50 New Member

    Und welcher humanistische Wert soll das sein, den der Wiederaufbau uns vor Augen führt?
    Der Wiederaufbau ist der verzweifelte Versuch die Mahnmale der jüngeren Geschichte aus dem Gedächnis zu tilgen.

    "Alles ist so wie früher"
    "Es ist doch garnichts passiert"
     
  10. Rotweinfreund

    Rotweinfreund + Jevers Liebhaber

    … warst du schon mal in Warszawa?
     
  11. donald105

    donald105 New Member

  12. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    @ Thine

    GEO, 8/2004, S. 82-106, Reportage zum Wiederaufbau der Frauenkirche

    Koofen! :)
     
  13. Thine

    Thine mit Eisenschwein

    Oh, danke für den Tipp, macmacfriend. Koof ich mir! :)
     
  14. Thine

    Thine mit Eisenschwein

    Hm, die Ausgabe kommt aber erst am 26. Juli raus, oder? *grummel*
     
  15. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Ja ... sorry ... ich vergaß ... :crazy:

    Andererseits steigert dies die Vorfreude. :klimper:
     

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